05.12.2012, 12:29

98 Prozent Seehofer gratuliert Merkel zu ihrem "kubanischen Ergebnis"


Seehofer zu Merkel: „Wir sind stolz auf Dich“

Foto: Markus Schreiber / dapd

Seehofer zu Merkel: „Wir sind stolz auf Dich“ Foto: Markus Schreiber / dapd

CSU-Chef Horst Seehofer setzt jetzt auf Harmonie und verspricht auf dem Parteitag der CDU einen Schulterschluss für das Wahljahr 2013.

Der für seine internen Querschüsse bekannte CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hat CDU-Chefin Angela Merkel für das Wahljahr 2013 einen engen Schulterschluss versprochen. Die CSU sei "fest entschlossen, dass wir in den nächsten Monaten ein schnurrendes Kätzchen sind und kein brüllender Löwe", sagte Seehofer am Mittwoch bei seinem Auftritt vor dem CDU-Parteitag in Hannover. "Wenn wir zusammenstehen, können wir 2013 zum goldenen Jahr für die Union machen", betonte Seehofer.

Der bayerische Ministerpräsident präsentierte sich als uneingeschränkter Fan von Merkel und nannte sie "unsere Vorsitzende". Merkel repräsentiere die christliche Union in Deutschland und der Welt. "Wir sind stolz auf Dich", sagte Seehofer und ergänzte: "Du bist unsere Nummer Eins." Nach Merkels Wiederwahl zur Vorsitzenden mit einem Ergebnis von rund 97 Prozent am Vortag betonte er, "ein solches kubanisches Ergebnis" sei bislang nicht einmal einem CSU-Chef vergönnt gewesen.

Seehofer setzt auf Schwarz

Die Union müsse sich vor dem Wahljahr nicht fürchten. CDU und CSU hätten Deutschland in eine "wunderbare Zeit" geführt. Seehofer unterstrich, an der Koalition mit der FDP trotz punktueller Schwierigkeiten festhalten zu wollen. "Weil wir so erfolgreich sind, in Berlin wie in München, dürfen wir die Koalitionen, in denen wir uns im Moment befinden, nicht infrage stellen."

"Ich bitte euch inständig, keine anderen Koalitionsfantasien zu diskutieren", sagte Seehofer. Schwarz-Gelb sei zwar nicht jeden Tag einfach, aber letztendlich erfolgreich. Möglichen Bündnissen mit den Grünen erteilte der CSU-Chef eine Absage. Niemand solle glauben, die Grünen seien jetzt eine Kraft der politischen Mitte. "Erhöhung der Erbschaftssteuer, Wiedereinführung einer Vermögensabgabe, höhere Abgeltungssteuer, höhere Einkommenssteuer, Einheitsschule – die Grünen sind weiter nach links gerückt."

(dpa/ap)
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter