Nachdem über mehrere Monate hinweg ein Rekord den nächsten jagte, sind die Preise für Gold und Silber nun kräftig eingebrochen. Eine Feinunze Gold (31,1 Gramm) kostete laut Branchenverband World Gold Council (WGC) in London am frühen Montagmorgen rund 4500 US-Dollar (rund 3800 Euro) – bis zu acht Prozent weniger, nachdem der Kurs bereits am Freitag um neun Prozent gefallen war. Beim Silber fällt der Rückgang vom Rekordniveau noch drastischer aus.

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Gold- und Silberpreise sinken: Was die Talfahrt ausgelöst hat

Wesentlicher Auslöser des jüngsten Preisrutsches war die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump. Das hatte an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird.

Spekulanten, die auf einen noch höheren Goldpreis gesetzt hatten, dürften davon auf dem falschen Fuß erwischt worden sein. Da diese oftmals auf Kredit „zocken“, kommen sie bei fallenden Preisen schnell in Bedrängnis und müssen Positionen verkaufen. Das setzt den Preis dann weiter unter Druck; eine Abwärtsspirale entsteht, bis die Lage bereinigt ist.

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Damit kostet Gold inzwischen knapp 1100 Dollar oder fast ein Fünftel weniger als bei dem am Donnerstag erreichten Rekordhoch von 5595 Dollar. Trotz der deutlichen Verluste ist Gold aber noch etwas teurer als Ende 2025 – und das, nachdem der Preis im vergangenen Jahr um 65 Prozent gestiegen war. Edelmetalle – allen voran Gold – gelten bei vielen Investoren als „sichere Häfen“ in Krisenzeiten.

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Schwankende Börse: Dax von Preisverlusten bei Gold und Co. belastet

Der Preis für eine Feinunze Silber sackte um bis zu 15 Prozent auf 72,79 Dollar ab. Das Minus am Freitag hatte nach heftigen Turbulenzen mit einem zwischenzeitlichen Abschlag von 36 Prozent am Handelsende 26 Prozent betragen. Der Silberpreis liegt damit rund 40 Prozent unter dem Rekordhoch von 121,65 Dollar. Wie Gold kostet Silber trotz der massiven Verluste seit dem am Donnerstag erreichten Rekordhoch immer noch etwas mehr als Ende 2025.

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Angesichts heftiger Kursverluste an den Märkten für Edelmetalle wie Gold und Silber hat der Dax zum Wochenstart leicht nachgegeben. Der deutsche Leitindex gab zum Auftakt um 0,4 Prozent auf 24.441 Punkte nach. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte sank um 0,15 Prozent auf 31.118 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,7 Prozent nach unten.

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Auch Kryptowährung betroffen: Bitcoin fällt immer weiter ab

Auch der Bitcoin ist stärker unter Druck geraten. Am Montagmorgen lag der Kurs gerade einmal bei rund 63.200 Euro. Vergangene Woche lagen die Preise laut der Handelsplattform Bitstamp noch bei 74.000 Euro. Am Freitag dann bei 68.000 Euro. Von diesem Rückschlag konnte sich die weltweit älteste und bekannteste Digitalwährung auch am Wochenende nicht mehr erholen. Der Kurs fiel immer weiter ab.

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Durch die Verluste zum Wochenbeginn baute der Bitcoin das Minus in diesem Jahr auf knapp 12.000 Euro oder circa 16 Prozent aus. Seit dem Rekordhoch von mehr als 106.000 Euro im Oktober büßte der Bitcoin inzwischen ungefähr 43.000 Euro oder rund 40 Prozent ein. Insgesamt hatte der Wert des Bitcoin bereits im vergangenen Jahr mehr als sechs Prozent nachgegeben. 

dpa/jcst