Die Secondhand-Kleiderplattform Vinted wird derzeit in Frankreich untersucht, nachdem Berichte aufgetaucht sind, dass einige Benutzerkonten Besucher auf pornografische Inhalte weitergeleitet haben. Die französische Kinderrechtskommissarin Sarah El-Haïry hat die nationale Aufsichtsbehörde Arcom aufgefordert, die Vorwürfe zu prüfen, wie dies in französischen Medien berichtet wurde.

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Laut der Nachrichtenseite „BBC“ könnte damit insbesondere ein Risiko für Minderjährige verbunden sein, da Vinted über kein Altersverifizierungsverfahren verfügt. Dies könnte dazu geführt haben, dass Kinder und Jugendliche Zugang zu pornografischen Inhalten erhielten, ohne ihr Alter nachzuweisen.

Vinted: Kunden wurden gezielt zu OnlyFans weitergeleitet

In einer Stellungnahme betonte das Unternehmen Vinted, das in Litauen ansässig ist und allein in Frankreich 23 Millionen Nutzer zählt, dass es eine „Null-Toleranz-Politik gegenüber unerwünschten Mitteilungen sexueller Natur oder der Werbung für sexuelle Dienstleistungen“ verfolge. Nach Angaben der „BBC“ erklärte Vinted, dass „alle unangemessenen und illegalen Inhalte entfernt werden“ und „notwendige Maßnahmen gegen Nutzer ergriffen werden, bis hin zur endgültigen Sperrung von unserer Website“. Das Unternehmen versicherte zudem, dass es die Angelegenheit „sehr ernst“ nehme.

Die Untersuchungen wurden ausgelöst, nachdem Berichte aufkamen, dass einige Verkäufer, die Bilder von Bademode oder Dessous hochgeladen hatten, Kunden gezielt zu persönlichen Profilen auf Erwachsenenplattformen wie OnlyFans weiterleiteten. Sarah El-Haïry reagierte auf die Vorwürfe mit der Aussage, dass „Pädophile den Verkauf von gewöhnlichen Kleidungsstücken nutzen, um Menschen auf Pornoseiten zu locken“, so die „BBC“.

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Shein, Temu: Frankreich geht gegen mehrere große Online-Plattformen vor

Die Untersuchung gegen Vinted reiht sich in eine breitere Untersuchung der französischen Behörden zu möglichen Verstößen von E-Commerce-Plattformen ein. Laut der BBC prüft die Pariser Staatsanwaltschaft derzeit Vorwürfe gegen mehrere große Online-Plattformen wie Shein, AliExpress, Temu und Wish. Es geht dabei um den Vorwurf, dass diese Plattformen gewalttätige, pornografische oder „unwürdige“ Inhalte für Minderjährige zugänglich gemacht haben könnten.

fmg/sh