Im anhaltenden Zollstreit mit US-Präsident Donald Trump zündet China wohl die nächste Stufe. Die Regierung in Peking stoppt nun vorerst die Ausfuhr seltener Erden – und das nicht nur für die USA, sondern für alle Länder weltweit, wie unter anderem die „New York Times“ vermeldet. Die Rohstoffe wie etwa Lanthan sind unerlässliche Bestandteile für die Herstellung von Elektromotoren oder Mikrochips. Ihre Verknappung könnte Unternehmen, die Elektroautos, Elektrogeräte oder auch Flugzeuge produzieren, vor große Schwierigkeiten stellen.

Donnerstag
Wirtschaft in Berlin
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2023 war China etwa für 60 Prozent der weltweiten Förderung seltener Erden verantwortlich und bei der Weiterverarbeitung sogar für 93 Prozent des weltweiten Bedarfs. Diese Zahlen unterstreichen die Monopolstellung des Landes in diesem wichtigen Wirtschaftsbereich. US-Berichten zufolge hätte ein anhaltender Exportstopp weitreichende Folgen für die Wirtschaft der USA und würde vor allem die Produktion von Waffensystem und Drohnen erschweren. Die Vorräte der Industrie der Vereinigten Staaten würden Experten zufolge für rund zwei Monate vorhalten.
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Die Kritik an den Auswirkungen des Zollstreits der US-Regierung ließ nicht lange auf sich warten. Der Chef der US-Firma NioCorp nannte Chinas Vorgehen gegenüber „Investing News Network“ einen „Präzisionsschlag“ gegen die Rüstungsindustrie des Landes und betonte, die USA hätten ihre Verwundbarkeit bei kritischen Rohstoffen zu lange ignoriert.
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Zuletzt hatte Peking schon 6 der insgesamt 17 in China vorkommenden Erden nicht mehr in die USA exportiert. Hierfür sollten laut „Reuters“ neue Ausfuhrlizenzen genehmigt werden, was jedoch letztlich dazu führte, dass der Export gänzlich zum Stillstand kam. Wann neue Lizenzen vergeben werden und auch die deutsche Wirtschaft wieder auf jene Rohstoffe zurückgreifen kann, ist laut übereinstimmenden Medienberichten zum aktuellen Zeitpunkt völlig unklar.
jst





