Sie kommen in Smartphones, Autos, elektrischen Zahnbürsten, Spielzeugautos und vielen anderen Produkten zum Einsatz: seltene Erden. Unter diesem Begriff werden 17 Elemente zusammengefasst, ohne die unser modernes Leben nicht möglich wäre. Und die dazu dienen, in der Handelspolitik Druck zu machen. So stoppte China zuletzt im Zuge des eskalierenden Handelskonflikts mit US-Präsident Donald Trump den Export seltener Erden – nicht nur in die USA.

Donnerstag
Wirtschaft in Berlin
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Jetzt zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes: Deutschland ist extrem abhängig von den Lieferungen aus China. 4300 der insgesamt 5.200 Tonnen seltener Erden wurden im vergangenen Jahr aus China in die Bundesrepublik importiert. Bei Lanthanverbindungen, das für die Herstellung von Akkus genutzt wird, kamen 76,3 Prozent der importierten Mengen aus China. Neodym, das beispielsweise bei der Herstellung von Magneten verwendet wird, aber auch in Batterien enthalten ist, kommt nahezu vollständig aus China, ebenso Praseodym und Samarium.
Mit dem Begriff „Erden“ wurden früher Stoffe bezeichnet, die heute Oxide genannt werden. Oxide entstehen, wenn Elemente mit Sauerstoff (lateinisch Oxygenium) reagieren. Der Name „seltene Erden“ kommt daher, dass diese Stoffe früher in Mineralien vorkamen, die nicht oft gefunden wurden. Deren Oxide waren meist schwarze oder braune Pulver, manchmal aber auch hellere, wie Neodym.
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Seltene Erden: Darum sind sie so kostspielig
Seltene Erden werden heute in zwei Gruppen eingeteilt: schwere und leichte. Grundsätzlich sind die leichten seltenen Erden häufiger zu finden als die schweren. Dadurch sind die schweren seltenen Erden teurer. Eine Sonderstellung nimmt Promethium ein, da es vorrangig durch die Spaltung von Uran gewonnen wird. Eine Besonderheit ist auch Cer, welches häufiger als Kupfer vorkommt und somit gar nicht so selten ist, wie der Name vermuten lässt.
Die erste Seltene Erde wurde 1794 im schwedischen Ytterby gefunden: Yttrium. 1947 wurde die letzte seltene Erde in Amerika entdeckt: Promethium. Die seltenen Erden treten stets in einem Verbund mit anderen Metallen auf, was ihre Isolierung sehr aufwendig und teuer macht. Die chemischen Eigenschaften aller seltenen Erden sind fast gleich.
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Europäische Autoindustrie stark von China abhängig
Dem Infoportal selteneerden.de zufolge sind Seltenerdmetalle von hoher Bedeutung für die Industrie und haben zahlreiche Anwendungsgebiete. Die größten Einsatzfelder sind Permanentmagneten (29 Prozent) und Katalysatoren (20 Prozent), gefolgt von Polituren (14 Prozent), Metallurgie/Legierungen (9 Prozent), Batterien (8 Prozent) und Gläsern (8 Prozent).
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Seltene Erden fallen als Nebenprodukte des Bergbaus an. Das größte Vorkommen seltener Erden liegt in China, gefolgt von Vietnam, Brasilien und Russland. Der Marktanteil Chinas ist mit rund 60 Prozent der größte, laut Infoportal selteneerden.de. Das Portal schreibt der europäischen Autoindustrie eine Abhängigkeit von China im Bereich der Permanentmagneten von 98 Prozent zu.











