US-Präsident Donald Trump hat seine Drohung wahr gemacht und Importe aus den Nachbarländern Kanada und Mexiko mit hohen Einfuhrzöllen belegt. 25 Prozent Aufschlag wurden ab Dienstag auf Lieferungen der Freihandelspartner in die USA fällig, bei kanadischem Öl und Gas sind es zehn Prozent. Auch bereits bestehende Strafzölle gegen China verdoppelte Trump von zehn auf 20 Prozentpunkte. Die betroffenen Länder reagierten mit Gegenmaßnahmen. Die Aktienmärkte in Europa und Asien sackten angesichts der Eskalation ab.

Auch interessant

Buffett: Solche Zölle „stellen eine Kriegshandlung dar“

Einer, der sich mit der Börse bestens auskennt, ist Warren Buffett. Der Star-Investor und CEO des Unternehmens „Berkshire Hathaway“ sieht die neue Handelspolitik der USA kritisch. In einem Interview mit dem US-Fernsehsender „CBS News“ erklärte der 94-Jährige, dass es kein cleverer Schachzug sei, solche Zölle zu verhängen. „Sie stellen eine Kriegshandlung dar“, sagte er weiter.

Donnerstag

Wirtschaft in Berlin

Abonnieren Sie kostenlos den Wirtschafts-Newsletter der Berliner Morgenpost

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

„Mit der Zeit sind solche Zölle eine Steuer auf Waren. Denn eines muss klar sein: Die Zahnfee zahlt sie nicht“, erklärt er. „Und was dann? Diese Frage muss man sich in der Wirtschaft immer stellen.“

Trumps neue Weltordnung: Auf diese sechs Europäer kommt es jetzt an

Er selbst möchte diese Frage indes nicht beantworten: „Nun, ich denke, das ist das interessanteste Thema der Welt, aber ich werde nicht darüber sprechen, ich kann nicht darüber sprechen. Das kann ich wirklich nicht.“ Zumindest die Inflation sei laut Buffett schwer zu stoppen. Laut ihm würden auch in den kommenden Jahrzehnten die Preise weiter ansteigen.

Auch interessant

Zielt es Trump nun auch auf die EU ab?

Und wie es unter Trump weitergeht? Unklar. Der US-Präsident könnte nun auch auf die EU abzielen. Die Zölle gegen Kanada und Mexiko bezeichnete die EU-Kommission am Dienstag als Bedrohung für die „Stabilität der Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantiks“.

Die Unsicherheit sorgte für Kurseinbrüche an den Börsen. Neben den Leitindizes an den großen Handelsplätzen in Europa und Asien sackten auch die US-Kurse ab. Auch der Dollar, der in der Vergangenheit von Trumps Zollankündigungen profitiert hatte, schwächelte dieses Mal – zu groß ist die Furcht vor negativen Folgen auch für die US-Wirtschaft.