• Auch auf WhatsApp lassen sich Kontakte relativ schnell aus der eigenen digitalen Blase entfernen
  • Doch wer Kontakte blockiert, muss sich darüber im Klaren sein: Man kann auch selbst blockiert werden
  • Diese Anzeichen zeigen, dass Sie blockiert wurden

Seit dem Siegeszug des Smartphones sind die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation scheinbar unendlich geworden. Gab es vorher nur eine auf 160 Zeichen limitierte SMS, gibt es heute Facebook, WhatsApp, Apple Messages, Instagram, Telegram, Threema, Signal und viele andere Messenger und soziale Netzwerke.

Was auf den ersten Blick nach voller Vielfalt klingen mag, kann zu einem Berg an Nachrichten führen, der abgearbeitet werden will. Und nicht nur das: Auch öffnen viele dieser Apps die Türen für unerwünschte Gäste: So nutzen Kriminelle Messenger, um Nutzer abzuzocken, wie jüngst die Serie von Betrugsfällen auf WhatsApp wieder einmal zeigte.

WhatsApp: Blockiert? Anzeichen können Hinweise geben

Aber es geht nicht nur um Kriminelle: Auch unliebsame Kontakte, sei es der renitente Nachbar oder der pöbelnde Ex-Freund, können gehörig auf den Geist gehen. Umso glücklicher kann man sich in solchen Fällen schätzen, dass die Erfinder für solche Fälle immer eine Hintertür offen gelassen haben: So lassen sich auf WhatsApp und Co. mit nur wenigen Klicks Kontakte blockieren – und somit aus der eigenen digitalen Blase verbannen.

AppWhatsApp
ArtMessenger-Dienst
UnternehmenMeta Platforms
Erscheinungsjahr2009
UnternehmenssitzMountain View, Kalifornien
Nutzerüber 2 Milliarden

Aber Vorsicht, diese Waffe kann auch gegen einen selbst gerichtet werden. Doch wie findet man heraus, dass man von einem Kontakt auf WhatsApp blockiert wurde? Sagen wir so: Um das feststellen zu können, muss man ein bisschen Detektivarbeit leisten. Denn wer blockiert wurde, kann bestimmte Angaben von Kontakten nicht mehr sehen.

Die besten WhatsApp-Alternativen für Android und iOS

WhatsApp gehört zu den beliebtesten Apps in Deutschland. Rund 60 Millionen Menschen nutzen den Messenger laut Firmenangaben täglich.
WhatsApp gehört zu den beliebtesten Apps in Deutschland. Rund 60 Millionen Menschen nutzen den Messenger laut Firmenangaben täglich.© Ritchie B. Tongo/EPA FILE/dpa
Doch immer wieder gibt es auch Kritik an WhatsApp, unter anderem wegen vermeintlich fehlendem Datenschutz. Manche Menschen wollen daher zu anderen Messengern wechseln.
Doch immer wieder gibt es auch Kritik an WhatsApp, unter anderem wegen vermeintlich fehlendem Datenschutz. Manche Menschen wollen daher zu anderen Messengern wechseln.© Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Eine der bekanntesten WhatsApp-Alternativen ist die Messenger-App Telegram. Sie läuft auf Android und iOS und bietet alle wichtigen Funktionen.
Eine der bekanntesten WhatsApp-Alternativen ist die Messenger-App Telegram. Sie läuft auf Android und iOS und bietet alle wichtigen Funktionen.© dpa | Fabian Sommer
Vor allem im Verlauf der Corona-Pandemie geriet die App aber immer stärker in die Kritik, weil sie vielfach zur Verbreitung von Fake News und Verschwörungstheorien genutzt wurde.
Vor allem im Verlauf der Corona-Pandemie geriet die App aber immer stärker in die Kritik, weil sie vielfach zur Verbreitung von Fake News und Verschwörungstheorien genutzt wurde.
Bekannt ist auch der Messenger-Dienst Signal. Wie WhatsApp ist er kostenlos und für Android und iOS verfügbar.
Bekannt ist auch der Messenger-Dienst Signal. Wie WhatsApp ist er kostenlos und für Android und iOS verfügbar.© Andrea Warnecke/dpa-tmn
Signal ist schlichter aufgebaut als andere Messenger, verfügt aber über alle wichtigen Funktionen. Großes Plus: Die App gilt als besonders sicher.
Signal ist schlichter aufgebaut als andere Messenger, verfügt aber über alle wichtigen Funktionen. Großes Plus: Die App gilt als besonders sicher.© IMAGO / Rüdiger Wölk | IMAGO / Rüdiger Wölk
Im Gegensatz zu vielen anderen Messengern ist Threema nicht kostenlos: Bei der Installation werden einmalig rund vier Euro fällig.
Im Gegensatz zu vielen anderen Messengern ist Threema nicht kostenlos: Bei der Installation werden einmalig rund vier Euro fällig. © IMAGO / imagebroker | IMAGO / imagebroker
Dafür bietet die App eine hohe Sicherheit und lässt sich auf Wunsch sogar ohne Angabe von persönlichen Informationen auf Android und iOS anonym nutzen.
Dafür bietet die App eine hohe Sicherheit und lässt sich auf Wunsch sogar ohne Angabe von persönlichen Informationen auf Android und iOS anonym nutzen.© IMAGO / photothek | IMAGO / photothek
Auch Wire ist sowohl für Android als auch für iOS von Apple verfügbar. Auffällig ist vor allem das schicke Design.
Auch Wire ist sowohl für Android als auch für iOS von Apple verfügbar. Auffällig ist vor allem das schicke Design.© IMAGO / imagebroker | IMAGO / imagebroker
Ausgerichtet ist Wire primär auf Geschäftskunden. So sind etwa Videokonferenzen möglich. Dafür kostet die App in der Pro-Version fünf Euro im Monat. Eine Grundversion ist kostenlos verfügbar.
Ausgerichtet ist Wire primär auf Geschäftskunden. So sind etwa Videokonferenzen möglich. Dafür kostet die App in der Pro-Version fünf Euro im Monat. Eine Grundversion ist kostenlos verfügbar.© IMAGO / imagebroker | IMAGO / imagebroker

WhatsApp: So erkennen Sie, von wem Sie blockiert wurden

Wie WhatsApp auf seiner Webseite schreibt, handelt es sich dabei um folgende Details:

  • Man kann den "Zuletzt Online"-Status nicht mehr sehen. Das kann allerdings zu Trugschlüssen führen, weil man schließlich auch deaktivieren kann, anzuzeigen, wann man zuletzt online war.
  • Aufschlussreicher ist dagegen, wenn Sie auch nicht mehr sehen können, wenn ein Nutzer überhaupt online ist. Aber auch das ist nur schwierig zu überprüfen: Woher sollen Sie schließlich wissen, wann der Kontakt exakt online ist?
  • Sie sehen kein Profilbild und keine Aktualisierungen davon mehr.
  • Den wohl wichtigsten Beweis, ob man blockiert wurde, bieten die Lesebestätigungen bei WhatsApp. Denn blockierten Kontakten wird immer nur ein Häkchen angezeigt, nicht zwei, und schon gar kein blauer Haken, der zeigt, dass die Nachricht gelesen wurde.
  • Anrufe auf WhatsApp an die betreffende Person führen ins Leere.

Natürlich kann es auch sein, dass der betreffende Nutzer die Datenschutz-Einstellungen bei WhatsApp geändert hat. Allerdings kann man ziemlich sicher davon ausgehen, wenn die eben aufgezeigten Hinweise plötzlich auftreten. Wer blockiert wurde, hat keine Möglichkeit, das zu ändern. Kleiner Trost: Immerhin können Sie zum moralischen Ausgleich die andere Person ebenfalls blockieren.