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WhatsApp-Betrug: Abzocke – Das sind die schlimmsten Maschen

| Lesedauer: 5 Minuten
Das ändert sich jetzt bei WhatsApp

Das ändert sich jetzt bei WhatsApp

WhatsApp will bald ermöglichen, dass ausgewählte Personen den Online-Status sehen können. Was den Nutzern 2022 noch erwartet, zeigt das Video.

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Falsche Sprachnachrichten und dubiose Links: Auf WhatsApp probieren Cyberkriminelle gerne ihr Glück – egal wie dreist ihr Trick ist.

Berlin. 
  • Wo sich viele Menschen tummeln, gibt es auch Betrüger – das gilt auch für WhatsApp
  • Kriminelle haben die Messenger-App längst für sich entdeckt und treiben dort ihr Unwesen
  • Wir zeigen, mit welchen Maschen sie besonders erfolgreich sind

WhatsApp gehört zu den beliebtesten sozialen Netzwerken in Deutschland. Allein 2019 nutzten hierzulande 58 Millionen Menschen den Messenger-Dienst – pro Tag. Inzwischen dürften es noch mehr sein. Eine andere Zahl liest sich ebenfalls eindrucksvoll: Weltweit werden täglich 60 Milliarden Nachrichten ausgetauscht.

Doch darunter sind auch Mitteilungen, die Nutzer am besten löschen oder melden sollten. Denn gerade weil WhatsApp weit verbreitet ist, gerät das Netzwerk häufig ins Visier von Cyberkriminellen. Mit dubiosen Nachrichten versuchen sie, ahnungslose Nutzer um ihre Daten und mitunter auch um ihr Geld zu erleichtern.

Falsche Kinder. Gefälschte Sprachnachrichten. Obskure Links. Die Liste der Betrugsmaschen auf WhatsApp ist lang und vielseitig. Eine Übersicht von besonders perfiden Fällen. Lesen Sie hier: WhatsApp-Betrug nimmt drakonische Ausmaße an - Schaden geht in die Millionen.

WhatsApp: Falsche Sprachnachricht führt zu Abzock-Software

Anfang Juli macht eine Pushnachricht über eine vermeintliche Sprachnachricht die Runde. Dahinter verbirgt sich jedoch nichts Weiteres als eine Phishingmail. Wer auf den Button zum Abspielen der falschen Sprachnachricht drückt, wird auf eine Website weitergeleitet.

Messenger-Dienst: Das ist WhatsApp
Messenger-Dienst: Das ist WhatsApp

Dort wartete der nächste fiese Trick durch eine Sicherheitsabfrage: Nutzer werden aufgefordert nachzuweisen, dass sie „keine Roboter seien“ – eine gängige Methode. Wer dann aber auf „Allow“ klickt, lädt unwissentlich pornografische Inhalte und eine Schadsoftware (Malware) runter. Die Folge für die Betroffenen: Persönliche Daten wie Passwörter gelangen in die Hände der Cyberkriminellen.

Lesen Sie auch: So melden Sie WhatsApp-Betrug

WhatsApp-Betrug: Falsche Kinder wollen Geld

Häufig beginnt es so: "Hallo Mama, mein Handy ist kaputt. Das ist meine neue Handynummer, die kannst du dir einspeichern. Bist du zu Hause?" Oder so: "Hallo Papa, hier ist dein Ältester, mein Handy ist kaputt, das ist jetzt meine neue Nummer." Weiter geht es mit abenteuerlichen Geschichten, mal gab es einen Unfall, mal ist die Waschmaschine kaputt. Natürlich alles frei erfunden.

Der Betrug mündet darin, dass die falsche Tochter oder der falsche Sohn dringend Geld benötigt. Wer spätestens an dem Punkt nicht aus der Konversation aussteigt und auf dem Trick reinfällt, der kann nur hoffen, dass seine Bank die Transaktion noch stoppen kann.

Mehr zu WhatsApp: So aktivieren Sie die Übersetzer-Funktion im Chat

Betrugmaschen auf WhatsApp: Wenn man diese Nummer anruft, kann man sein Konto verlieren

Eine andere Betrugsmasche funktioniert denkbar simpel, im schlimmsten Fall führt sie aber dazu, dass Betroffene Zugriff auf ihr WhatsApp-Konto verlieren. In diesem Szenario fordern Kriminelle Nutzer per Nachricht auf, eine manipulierte Telefonnummer anzurufen. Dabei handelt sich um sogenannte GSM-Codes.

App WhatsApp
Art Messenger-Dienst
Unternehmen Meta Platforms
Erscheinungsjahr 2009
Unternehmenssitz Mountain View, Kalifornien
Nutzer über 2 Milliarden

Die Nummer beginnt mit einer speziellen Zeichenfolge, die eine Rufumleitung aktiviert. Bedeutet: Alle Anrufe und Nachrichten, die an die Nummer eines betroffenen WhatsApp-Nutzers gehen, landen auf den Geräten der Betrüger. Diese melden sich anschließend mit der Nummer ihres Opfers auf der Plattform an. Lesenswert: So löschen Sie Ihren WhatsApp-Account sicher und richtig

Durch die umgeleitete Rufnummer erhalten die Kriminellen einen Code, der zum Einloggen dient. So wird die Sicherheitsabfrage ganz einfach ausgetrickst. Haben die Kriminellen erst einmal die Kontrolle über ein fremdes WhatsApp-Konto erlangt, besteht für die Betroffenen kaum eine Chance, ihr altes Konto wiederzubekommen. In Deutschland soll die Zahlenfolge **21* eine Rufumleitung auslösen. Nutzerinnen und Nutzer sind also gewarnt, wenn sie eine solche Nummer anrufen sollen.

WhatsApp: Betrug mit Gutscheinen der Deutschen Bahn

Mai 2022: Der Ansturm auf das 9-Euro-Ticket ist enorm; ein Umstand, den sich Cyberkriminelle zunutze machen wollen. Auf WhatsApp kursieren Nachrichten mit einem tüchtigen Versprechen: ein staatlicher Verkehrszuschuss von 2000 Euro. Wie man die vermeintliche Vergünstigung einkassieren kann, klingt leicht wie ein Kinderspiel.

Die Betrüger täuschen ihren Opfern vor, dass sie nur an einem Glücksspiel teilnehmen müssen – auf einer gefälschten Website, die der Seite der Deutschen Bahn zum Verwechseln ähnlichsieht. Dort müssen die ahnungslosen Nutzer bloß ein paar Fragen beantworten und sich ein Gewinnpaket aussuchen. Anstatt des versprochenen Zuschusses landet man auf einer weiteren fragwürdigen Website, wo wiederum Abofallen lauern.

In ähnlichen Fällen erhalten die Opfer laut Berichten Nachrichten mit einer Datei zum Herunterladen. Durch den Download wird allerdings eine schädliche Software auf dem Gerät installiert, die Betrüger wollen so an die Daten der Nutzer rankommen. Kurzum: Die Betroffenen bekommen kein Geld, die Täter aber ihre Daten. (lgr)

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Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.