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Ostsee: Behörde warnt vor gefährlichen Vibrionen im Wasser

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Fakten rund um die Ostsee

Fakten rund um die Ostsee

Die Ostsee ist ein Binnenmeer des Atlantiks. Ihre Inseln zählen zu den beliebtesten Urlaubsorten der Deutschen.

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In der Ostsee wurden Vibrionen nachgewiesen. Sie könnten sich bereits ausgebreitet haben. Das müssen Sie über die Bakterien wissen.

Rostock. 
  • Wegen des Klimawandels wird die Ostsee immer wärmer
  • Das führt unter anderem dazu, dass sich die gefährlichen Vibrionen im Meer ausbreiten
  • Auch 2022 warnen Behörden daher vor den Bakterien in der Ostsee

Die Temperaturen in Deutschland waren in den vergangenen Tagen extrem. Die Hitze treibt viele Menschen ans Wasser. Doch leider sorgt sie auch dafür, dass manche Gewässer perfekte Konditionen für Viren oder Bakterien bieten. So etwa auch Vibrionen. Dabei handelt es sich um das Bakterium Vibrio vulnificus, das natürlicherweise in Meer- und Brackwasser vorkommt – vermehrt bei Temperaturen ab circa 20 Grad.

Und diese Grenze wird nicht zuletzt aufgrund des Klimawandels immer häufiger erreicht. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) in Mecklenburg-Vorpommern hat deshalb bereits im Juli darauf hingewiesen, dass sich Vibrionen stark in der Ostsee und Küstengewässern vermehren. Die Bakterien seien bereits an mehreren Badestellen nachgewiesen worden. Daher sei davon auszugehen, dass Vibrionen an der gesamten Ostseeküste auftreten können.

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In Mecklenburg-Vorpommern seien in diesem Jahr drei Infektionen bei Menschen nachgewiesen worden, im letzten Jahr waren es sechs. Anfang Juli hatte sich etwa eine 81-jährige Urlauberin aus Nordrhein-Westfalen an der Ostsee mit Vibrionen infiziert. Die Frau, die bereits Vorerkrankungen hatte, musste im Krankenhaus behandelt werden. An welchem Küstenabschnitt sich die Seniorin die Infektion zugezogen hat, ist nicht bekannt.

Vibrionen in Ostsee: Wann Sie nicht ins Wasser sollten

"Diese Bakterien können in seltenen Fällen bei Personen mit bestimmten Grundrisiken und einer offenen Wunde schwere Infektionen hervorrufen", so das LAGuS. Gefährdet sind besonders ältere Menschen mit einer offenen Wunde sowie Personen, die eine schwache Immunabwehr haben oder wegen Vorerkrankungen in ihrer Immunabwehr geschwächt sind.

Die bisher vorgenommenen Badewasseruntersuchungen weisen laut LAGuS allgemein auf eine gute Badewasserqualität an fast allen der knapp 500 Badestellen hin. Bei den derzeitigen Wassertemperaturen könnten in der Ostsee, in den Bodden und im Achterwasser aber vermehrt Vibrionen vorkommen, hieß es.

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Symptome einer Infektion sind

  • Schüttelfrost
  • Durchfall
  • Fieber
  • Hautausschlag

Wer zu einer der Risikogruppen gehört oder eine Hautverletzung hat, sollte auf das Baden also lieber verzichten. Zudem sollte man sich an einen Arzt oder eine Ärztin wenden, wenn nach dem Schwimmen in der Ostsee entsprechende Symptome auftreten. (lhel)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.