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Corona: RKI meldet über 73.000 Neuinfektionen

| Lesedauer: 86 Minuten
Friseur, Sport und Co.: Wo welche Coronaregeln gelten

Friseur, Sport und Co.: Wo welche Coronaregeln gelten

Wer zum Friseur, zum Einkaufen oder zum Sport gehen möchte, muss sich vorher informieren, welche Coronaregeln dort gelten - 2G, 3G oder doch 2G Plus. Auch von Bundesland zu Bundesland sind die Zutrittsbeschränkungen verschieden. Ein Überblick.

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Das RKI meldet viele Neuinfektionen. Die Inzidenz könnte irreführend sein. Heute dürften die Corona-Regeln verschärft werden. Der Blog.

Berlin. 
  • Das RKI meldet mehr als 73.000 Corona-Neuinfektionen
  • Die Inzidenz sinkt leicht, doch dies könnte an Problemen der Gesundheitsämter liegen
  • Beim Corona-Gipfel am Dienstag sollen deutlich schärfere Regeln beschlossen werden
  • Der Einzelhandel befürchtet massive Umsatzverluste im Weihnachtsgeschäft
  • Apotheker könnten bald ebenfalls impfen – doch der Hausärzteverband ist strikt dagegen
  • Die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht gilt laut vielen Politikern als sicher
  • Wichtiger Hinweis: Dieses Blog ist geschlossen. Alle weiteren News zum Corona-Gipfel und Pandemie finden Sie in unserem neuen Nachrichtenticker.

Berlin. Angesichts der bedrohlichen Corona-Lage in Deutschland wollen Bund und Länder heute zum zweiten Mal in dieser Woche zusammenkommen – diesmal, um Maßnahmen zu beschließen. Das ist dringend notwendig, denn das Personal in vielen Kliniken ist massiv überlastet, Intensivpatienten mussten bereits aus manchen Regionen in andere Teile Deutschlands verlegt werden. Die neue Corona-Variante Omikron könnte bald eine zusätzliche Gefahr darstellen. Wie geht es weiter?

Eine erste Beschlussvorlage für den Corona-Gipfel am Donnerstag sieht eine deutliche Verschärfung der Regeln vor. Besonders Ungeimpfte müssen sich auf harte Einschränkungen gefasst machen. Ihnen droht de facto ein Lockdown. Auch eine Impfpflicht für alle wird wahrscheinlicher.

Als wegweisend für das weitere Vorgehen in der Pandemie-Bekämpfung gilt das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Dieses hat seine mit Spannung erwartete Entscheidung zur Bundesnotbremse verkündet. Die Richter wiesen Klagen von Eltern und Schülern bezüglich Schulschließungen zurück. Auch die Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren wurden als verhältnismäßig eingestuft, um den Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu verhindern.

RKI meldet aktuelle Corona-Zahlen

Die Zahl der binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelten Corona-Neuinfektionen liegt bei 73.209 Fällen binnen 24 Stunden. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 439,2 an. Am Vortag hatte die Inzidenz bei 442,9 gelegen. Im Vormonat hatte der Wert bei 154,5 gelegen. Lesen Sie dazu: Corona in Deutschland: Fallzahlen und Hospitalisierungsrate

Corona-News von Donnerstag, 2. Dezember: Göring-Eckardt fordert Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte

10.30 Uhr: Dieses Blog ist geschlossen. Alle weiteren News zum Corona-Gipfel und Pandemie finden Sie in unserem neuen Nachrichtenticker.

9.15 Uhr: Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, hat für Regionen mit hohen Corona-Zahlen Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte gefordert. "Wir gehen in eine Phase, wo der Impfschutz eben auch nachlässt", sagte Göring-Eckardt am Donnerstag im RBB-Inforadio. Dies gelte besonders für ältere Menschen und solche, die aus beruflichen Gründen früh geimpft worden seien und nun eine Auffrischungsimpfung bräuchten.

Göring-Eckardt warf dem geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, die notwendige Auffrischungskampagne "nicht ordentlich vorbereitet" zu haben. "Das Boostern muss jetzt sehr, sehr viel schneller passieren", sagte die Grünen-Politikerin. Nach breit erfolgten Auffrischungsimpfungen sei es auch wieder möglich, "den Unterschied zwischen geimpft und ungeimpft auch wirklich sehr konsequent" zu machen.

Stiko-Chef Mertens räumt Fehler bei Booster-Entscheidung ein

8.50 Uhr: Thomas Mertens hat im Gespräch mit dem ARD-Magazin "Panorama" eingeräumt, dass bestimmte Entscheidungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) aus heutiger Sicht zu spät erfolgt sind. Es wäre "wahrscheinlich günstiger gewesen, mit dem Boostern früher anzufangen", sagte der Stiko-Vorsitzende.

Mertens erklärte, dass für Entscheidungen der Stiko zuerst bestimmt werden müsse, "welche Daten brauchen wir, um zu einer Empfehlung kommen zu können". Diese Daten müssten dann erhoben werden werden, bevor die Stiko sie diskutieren könne.

Zudem sagte Mertens, das andere Faktoren die Entscheidungen der Kommission beeinflussten, etwa die Impfstoffverfügbarkeit und -verteilung. Zwar sei die Stiko für diese Dinge gar nicht zuständig. Bei der Entscheidung für Booster-Impfungen für 70-Jährige aber habe die Kommission auch aufgrund der schlechten deutschen Impf-Infrastruktur entschieden.

Spahn will Beschränkungen verschärfen – "Kontakte müssen runter"

8.20 Uhr: Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plädiert zum Brechen der vierten Welle der Corona-Pandemie für deutlich schärfere Kontaktbeschränkungen. Dabei sollten die Einschränkungen für Ungeimpfte gravierender sein als für Geimpfte, sagte Spahn am Donnerstag im "Morgenmagazin" des ZDF. Die Zahl der Ungeimpften von mehr als zwölf Millionen Erwachsenen sei zu groß.

Spahn sprach sich für eine konsequente 2G-Regel in "fast allen Lebensbereichen", die Absage von Großveranstaltungen und das Schließen von Bars, Clubs und Diskotheken aus. "Die Kontakte müssen runter. Jeder von uns kann in seinem Alltag einen Unterschied machen", sagte der CDU-Politiker: "Und wir brauchen jetzt das gemeinsam staatliche Handeln dazu."

Bremer Regierungschef Bovenschulte will Hotspot-Strategie

8.05 Uhr: Vor der Bund-Länder-Runde zu schärferen Corona-Maßnahmen hat sich Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte für klare bundeseinheitliche Regeln und eine Hotspot-Strategie ausgesprochen. Das sei kein Widerspruch, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Bei Vorschlägen zu weiteren Schritten wie etwa flächendeckenden Restaurantschließungen sieht Bovenschulte die stark betroffenen Länder am Zug. "Das müssen die Länder sagen, in denen die Situation ganz besondes schwierig ist", sagte der Bremer Bürgermeister.

"Wogegen ich mich immer ausgesprochen habe, ist ein Lockdown für Geimpfte", betonte Bovenschulte. Geimpfte steckten sich viel seltener an und hätten, falls sie doch erkrankten, weit mildere Verläufe. Der eingeschlagene Kurs mit harten und klaren Regeln für Ungeimpfte sei richtig. "Wir haben einen Lockdown für Ungeimpfte, einen sehr weitgehenden." Er sei auch für eine allgemeine Impfpflicht für Erwachsene, allerdings bedeute die Ausgestaltung noch "ganz viel Arbeit im Detail".

Veranstalter erwarten zahlreiche Absagen bei neuen Beschränkungen

5.45 Uhr: Viele Konzerte und andere Veranstaltungen werden bei weiteren Corona-Beschränkungen aus Branchensicht wohl abgesagt werden müssen. Seit Wochen hätten die Unternehmen mit viel Personalaufwand ihre Veranstaltungen auf das 2G-Modell umgestellt. "Viele Karteninhaber wollen seitdem ihr Eintrittsgeld zurückhaben", sagte Jens Michow, der Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft. "Wenn jetzt noch erwartet wird, dass die 2G auch noch ein negatives Testergebnis vorlegen müssen, werden wir die meisten Veranstaltungen absagen müssen."

Den Veranstaltern bereitet auch Schwierigkeiten, dass die Zuschauerzahl in einigen Bundesländern schon beschränkt wurde. "Nach welchen Kriterien sollen die Veranstalter bei Konzerten, bei denen bereits 2019 der größte Teil der Karten verkauft wurde, entscheiden, wen sie reinlassen und wen sie nach Hause schicken?" Das sei unzumutbar, erhöhe den Personalaufwand und entrüste die Menschen mit Eintrittskarten.

Die Lage der Unternehmen sei verheerend. "Viele Konzerte, für die bereits 2019 Karten für das Frühjahr 2020 verkauft wurden, mussten mittlerweile zum dritten Mal verlegt werden." 2019 habe die Veranstaltungsbranche noch rund sechs Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. "Der Umsatzeinbruch seit März vergangenen Jahres dürfte also mittlerweile mindestens 10 Milliarden Euro betragen." Wenn nun wieder nahezu alle Konzerte abgesagt werden müssten, seien erheblich höhere staatliche Hilfen notwendig, forderte der Verband.

2G-Regelung: Einzelhandel befürchtet bis zu 50 Prozent Umsatzverluste im Weihnachtsgeschäft

5.35 Uhr: Der Einzelhandel befürchtet durch bundesweite 2G-Regeln in Läden lange Schlangen, Umsatzrückgänge und Arbeitsplatzverluste. "Mitten im Weihnachtsgeschäft verlieren die betroffenen Einzelhändler bis zu 50 Prozent ihrer Umsätze", sagte Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE) unserer Redaktion. "Das ist nach den ohnehin schon kräftezehrenden Lockdowns der vergangenen Monate für viele nicht zu verkraften." Bund und Länder wollen am Donnerstag über eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen entscheiden.

Der HDE-Chef forderte die Politik auf, diese Maßnahmen zurückzunehmen oder gar nicht erst einzuführen, "ansonsten erlebt der Einzelhandel zum Jahresschluss ein Debakel". Und dies, obwohl Einkaufen mit Maske und Hygienekonzept eine sichere Angelegenheit sei. "Sollten Bundesregierung und Bundesländer jetzt auf stur schalten, sind viele Existenzen und damit auch viele Arbeitsplätze in höchster Gefahr", sagte Genth. "2G-Regelungen für den Einzelhandel führen zu einem erhöhten Kontrollaufwand und in der Folge zu Schlangen vor den Geschäften. Das schreckt viele Kunden von einem Einkauf ab."

Hausärzteverband kritisiert Ausweitung der Impfkampagne auf Apotheken und Zahnarztpraxen

5.15 Uhr: Vor dem geplanten Bund-Länder-Treffen an diesem Donnerstag hat sich der Deutsche Hausärzteverband mit Nachdruck dagegen ausgesprochen, auch in Apotheken und Zahnarztpraxen Impfungen anzubieten. "Die Apotheken und Zahnärzte ins Boot zu holen, ist eine vollkommene Absurdität", sagte Markus Beier, stellvertretender Vorsitzender des Verbands, dieser Redaktion. Er zeigte sich besorgt, dass das Impf-Tempo auf diese Weise sogar reduziert werden könnte: "Weitere Bezugsberechtigte beschleunigen die Impfkampagne nicht, sondern verzögern sie eher."

Das Problem bei der Auslieferung der Impfstoffe sei derzeit, dass "mit der Gießkanne verteilt und mit dem Rasenmäher gekürzt wird", erklärte der Vize-Chef des Hausärzteverbands, der selbst in Erlangen praktiziert. "Jeder, der eine Arztnummer hat, kann gleich viel Impfstoff bestellen – die Hausärztin auf dem Land, die tausend Menschen versorgt, genauso viel wie der Radiologe in einer Klinik in der Stadt." Umgekehrt würden die Lieferungen auch für alle gleich gekürzt. Im Ergebnis gebe es viel Impfstoff dort, wo viele Ärztinnen und Ärzte angestellt sind, und wenig, wo die Anzahl geringer ist.

Wüst: Bei Bund-Länder-Runde keine halben Sachen gegen Corona machen

5 Uhr: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat vor der Bund-Länder-Runde an diesem Donnerstag konsequente Entscheidungen im Kampf gegen die dramatisch hohen Corona-Zahlen verlangt. "Wir dürfen heute in der Ministerpräsidentenkonferenz keine halben Sachen machen, sondern müssen die vierte Welle entschlossen brechen", sagte der aktuelle Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Die Länder brauchen dazu den bewährten Instrumentenkasten der Pandemiebekämpfung." Gerade Hotspots wie Sachsen und Bayern seien dringend darauf angewiesen. "Ein ausgedünnter Instrumentenkasten ist zu wenig", betonte Wüst.

Es sei ist richtig, "dass die Politik erkannte Fehler auch korrigiert - gerade, wenn es um unsere Gesundheit, um Leib und Leben geht", sagte Wüst mit Blick auf den voraussichtlichen Nachfolger von Angela Merkel (CDU) im Kanzleramt, Olaf Scholz (SPD). Er sei "dankbar, dass er zugesagt hat, dass er das Infektionsschutzgesetz erneut spürbar nachbessern möchte. Das muss jetzt aber auch konsequent geschehen."

Studie: Unter 30-Jährige fordern Solidarität von Älteren – 94 Prozent leiden unter Corona-Pandemie

4.57 Uhr: Jugendliche und junge Erwachsene sehen in der Pandemie ein Solidaritäts-Defizit bei den Älteren. Das ist das Ergebnis der repräsentativen Studie "Generation Z & Health" der Pronova BKK, zu der Betriebskrankenkassen von Konzernen wie BASF, Bayer und Continental gehören, und die dieser Redaktion vorab vorliegt. Laut Studie beklagen die 16- bis 29-Jährigen, dass man von ihnen Solidarität mit den stärker gefährdeten Senioren erwartet habe, umgekehrt jedoch werde ihnen diese Solidarität aber nicht zuteil.

74 Prozent der Befragten unter 30-Jährigen gaben an, diese Solidarität mit den Älteren aufgebracht zu haben, 63 Prozent der jungen Generation vermissen umgekehrt die Solidarität der Älteren. Insgesamt sagten 94 Prozent der Befragten, dass sie unter der Corona-Pandemie leiden, dass Kontaktverbot und Homeschooling sie belasteten und ihnen einiges abverlangt worden sei. Besonders junge Eltern fühlten sich laut Studie alleingelassen. Für 68 Prozent der Befragten sei klar, dass Kinder und Jugendliche die Hauptlast während der Pandemie getragen haben.

Patientenschützer warnen vor enormem Aufwand bei Impfpflicht

4.45 Uhr: In der Debatte um eine allgemeine Corona-Impfpflicht haben Patientenschützer auf einen enormen Aufwand bei der Umsetzung hingewiesen. "Bisher sagt die Politik nicht, wie das finanziell, logistisch und personell gestemmt wird", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. Es brauchte dann eine Infrastruktur, die allein 2022 halbjährlich Impfungen für Millionen Menschen gewährleiste, erläuterte er mit Blick auf mögliche Auffrischungsimpfungen.

Es sei lebensfremd zu glauben, die Hausärzte könnten das zusätzlich leisten. "Schon jetzt laufen die niedergelassenen Ärzte mit ihrem Impfangebot heiß", sagte Brysch. "Leidtragende sind aktuell die Patienten, die medizinische Grundversorgung brauchen. Die Situation verschärft sich Tag für Tag."

Ohne den Aufbau von mindestens 400 Impfzentren werde es nicht gehen. "Schließlich handelt es sich hier um ein Angebot, das sieben Tage die Woche vorgehalten werden muss." Wer also eine Impfpflicht durchsetzen wolle, müsse Milliarden-Mehrkosten verantworten. "Noch schwieriger wird es sein, zehntausende Mitarbeiter für diese Aufgabe zu finden", sagte Brysch.

Neue Familienministerin Anne Spiegel will "Schulen und Kitas so lange wie möglich offenhalten"

4.40 Uhr: Vor der Corona-Runde von Bund und Ländern an diesem Donnerstag hat die designierte Bundesfamilienministerin Anne Spiegel vor einer schnellen Schließung von Schulen und Kitas gewarnt. "Wir müssen alles daran setzen, dass die Bildungseinrichtungen so lange wie möglich offen bleiben", sagte die Grünen-Politikerin unserer Redaktion. "Es geht nicht nur um Lernrückstände. Schulen und Kitas sind ein wichtiges System, das den Kindern auch Halt, Geborgenheit und Sicherheit gibt in dieser schwierigen Zeit. Viele Kinder leiden psychisch unter der Pandemie."

Im ersten großen Interview seit ihrer Nominierung rief Spiegel dazu auf, die Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche zu verstärken. "Sinnvoll wäre, das Maskentragen auszuweiten und mehr zu testen", sagte sie. "Ich wünsche mir dringend, dass wir nicht als erstes über die Schließung von Schulen und Kitas sprechen, sondern als allerletztes." Die bisherige stellvertretende Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz betonte: "Wir sollten Kitas und Schulen so lange wie möglich offenhalten."

Zugleich betonte sie: "Wenn die Zahlen drastisch hochgehen, brauchen wir auch drastische Maßnahmen, damit sie wieder runtergehen. Mit milden Maßnahmen werden wir nicht weiterkommen. Wir dürfen nichts kategorisch ausschließen – allein wegen der neuen besorgniserregenden Virusvariante."

DGB-Chef für 2G-plus - Tests auch für Geimpfte und Genesene nötig

1.20 Uhr: Der DGB-Chef Reiner Hoffmann hat sich für 2G-plus-Regelungen im öffentlichen Leben ausgesprochen. "Die Testungen werden leider auch für Geimpfte und Genesene notwendig sein, weil auch sie nicht vollends sicher vor Infektionen geschützt sind", sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) vor einer Bund-Länder-Konferenz zur Corona-Pandemie. 2G plus bedeutete, dass Geimpfte und Genesene zusätzlich einen frischen Negativtest vorweisen müssen.

Hoffmann erwartet von den Beratungen der Ministerpräsidentenkonferenz mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem designierten Kanzler Olaf Scholz (SPD) am Donnerstag Klarheit. "Es braucht klare Absprachen, damit die Menschen durch unterschiedliche Vorgehensweisen in den Ländern nicht weiter verunsichert werden."

Briten bestellen 114 Millionen Impfstoff-Dosen für Booster-Kampagne

2 Uhr: Die britische Regierung hat 114 zusätzliche Dosen Corona-Impfstoffe bestellt. Wie Gesundheitsminister Sajid Javid am Mittwochabend mitteilte, bestellte die Regierung 60 Millionen zusätzliche Dosen des Moderna-Impfstoffs und 54 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer. Das Land hat sich zum Ziel gesetzt, allen Erwachsenen innerhalb von zwei Monaten eine dritte Impfdosis zu verabreichen. Dies ist mittlerweile bereits drei Monate nach der letzten Impfung möglich.

Länderchefs fordern einheitliche Corona-Regeln von MPK am Donnerstag

0.20 Uhr: Vor den Bund-Länder-Beratungen über schärfere Maßnahmen in der Corona-Pandemie haben mehrere Ministerpräsidenten ein energisches und einheitliches Vorgehen angemahnt. "Die Lage ist ernst", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). "Wir brauchen in Deutschland klare und einheitliche Regeln. Dazu gehören zum Beispiel einheitliche Kontaktbeschränkungen", fordere die SPD-Politikerin.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer sagte dem RND, die Pandemie treffe ganz Deutschland hart. "Deshalb ist es wichtig, in einem Akt der nationalen Solidarität gemeinsam dafür zu sorgen, dass die Infektionszahlen sinken und unser gesamtes Gesundheitssystem entlastet wird." Sie erwarte bundeseinheitliche Regelungen bei der Regulierung von Großveranstaltungen und den Regeln für den Einzelhandel.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow betonte, es seien energische Schritte notwendig. "Für ein politisches Hin und Her ist jetzt nicht die Zeit. Es kommt vielmehr darauf an, dass wir am Donnerstag schlüssig erklären, was wir tun wollen", sagte der Linken-Politiker dem RND.

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