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Corona: So könnte ein Lockdown noch verhindert werden

| Lesedauer: 57 Minuten
Bundesweite Inzidenz steigt auf mehr als 450

Bundesweite Inzidenz steigt auf mehr als 450

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen steigt weiter an und hat mit mehr als 450 einen neuen Höchststand erreicht. Die Zahl der Todesopfer stieg laut RKI um 73.

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Ein Forscherteam um die Physikerin Viola Priesemann ist der Meinung, dass ein Lockdown noch zu verhindern wäre. Mehr dazu im Blog.

Berlin. 
  • In Mecklenburg-Vorpommern treten aufgrund der hohen Belastung der Kliniken am Mittwoch Kontaktbeschränkungen in Kraft
  • Forscher haben ein Papier dazu veröffentlicht, wie ein Lockdown verhindert werden kann
  • An den Schulen in Deutschland steigen die Corona-Zahlen
  • Biontech arbeitet an einem Impfstoff gegen die Omikron-Variante
  • Die Ampel-Koalition will offenbar die Corona-Regeln verschärfen
  • Dieses Corona-Blog ist geschlossen – in unserem neuen Newsticker er lesen Sie alle weiteren Nachrichten zu Corona-Lage

Berlin. Die neue Corona-Variante Omikron bereitet große Sorgen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt das Risiko als "sehr hoch" ein, Experten warnen vor möglicherweise hoher Ansteckungsgefahr – und der Fähigkeit zum Immunescape. Omikron ist bereits in Deutschland angekommen, auch Nachbarländer melden Fälle. Für den morgigen Dienstag ist kurzfristig eine Telefonkonferenz von Bund und Ländern anberaumt worden.

Noch ist die Variante zwar relativ unerforscht, Impfungen und Booster gelten aber weiterhin als bester Schutz vor Ansteckung und schwerem Verlauf. "Alle Menschen, die sich impfen lassen, fangen nicht bei null an, wenn sie einer neuen Variante begegnen", sagte RKI-Chef Lothar Wieler.

Angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen und der neuen Variante werden Forderungen nach einem neuen Lockdown immer lauter. So sprach sich etwa der Vizepräsident der Leopoldina für sofortige Kontaktreduzierung aus, die Deutsche Krankenhausgesellschaft hält einen Lockdown gar für "zwingend erforderlich". Ob es dazu am Ende kommt, ist offen – die Ampel-Koalition will aber zumindest die Corona-Regeln nachschärfen, wie SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach mitteilte. Dabei werden sich wohl nicht nur Ungeimpfte auf Einschränkungen einstellen müssen.

RKI meldet aktuelle Corona-Zahlen

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen liegt bei 29.364 Fällen in 24 Stunden. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 452,4 an – abermals ein Höchstwert. Lesen Sie dazu: Corona in Deutschland: Fallzahlen und Hospitalisierungsrate

Corona-News von Montag, 29. November: Omikron-Variante auch in Schweden festgestellt worden

20.20 Uhr: Dieses Corona-Blog ist geschlossen. Hier lesen Sie alle weiteren Nachrichten zu Corona-Lage.

18.43 Uhr: Die Omikron-Variante ist erstmals auch in Schweden festgestellt worden. Das teilte die schwedische Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten mit. Sie sei in einer etwas mehr als einer Woche alten Probe einer reisenden Person nachgewiesen worden, die sich kürzlich in Südafrika aufgehalten habe. Die Person stamme aus der südschwedischen Region Skåne. Es sei erwartet worden, dass die Variante auch in Schweden auftauchen werde.

Bayerischen Omikron-Infizierten geht es laut Holetschek gut

18.19 Uhr: Den drei in Bayern festgestellten Corona-Infizierten mit der neuen Omikron-Variante geht es nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministers Klaus Holetschek (CSU) gut. "Mein jetziger Kenntnisstand ist, dass es ihnen soweit gut geht", sagte Holetschek nach Beratungen der Gesundheitsministerkonferenz in München. Alle drei Infizierte befänden sich weiter in Isolation.

Omikron erstmals auch in Spanien nachgewiesen

18.09 Uhr: Erstmals ist auch in Spanien ein Fall der neuen Variante Omikron nachgewiesen worden. Das teilte das Labor für Mikrobiologie des Krankenhauses Gregorio Marañón in Madrid auf Twitter mit. Es handele sich um einen Patienten, der aus Südafrika eingereist sei. Ihm gehe es soweit gut, schrieb das Labor weiter.

Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte ab Mittwoch in MV

17.28 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern treten aufgrund der hohen Belastung der Kliniken mit Corona-Patienten am Mittwoch weitere Einschränkungen in Kraft. So gelten dann Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. In Läden erhalten nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt. Ausnahmen gelten für Geschäfte des Grundbedarfs, wie die Staatskanzlei am Montag mitteilte.

Vier weitere Omikron-Verdachtsfälle in Hessen

17.27 Uhr: In Hessen gibt es vier weitere Verdachtsfälle der neu entdeckten Variante Omikron. Das bestätigte das hessische Sozialministerium. Woher die betroffenen Personen stammen und in welchem Gesundheitszustand sie sind, dazu konnte das Ministerium keine Angaben machen. Die Betroffenen befänden sich in Quarantäne, teilte die Behörde mit.

Forschergruppe: Wie ein Lockdown vermeidbar wäre

17.12 Uhr: In Corona-Hotspots gilt bereits ein Lockdown, ein Großteil der deutschen Bevölkerung hält ein flächendeckendes Herunterfahren des öffentlichen Lebens noch vor Weihnachten für unvermeidbar. Einer aktuellen Umfrage im Auftrag der Stuttgarter Unternehmensberatung Horváth zufolge gehen bis zu 80 Prozent der Befragten davon aus, dass das aktuelle Pandemiegeschehen diese Folgen haben wird. Auch verschiedene Experten plädieren dafür.

Doch nicht alle Fachleute teilen diese Meinung: Renommierte Forscher und Forscherinnen, darunter Viola Priesemann, sind der Auffassung, dass ein Lockdown noch abwendbar wäre. Voraussetzung dafür sind laut einem jetzt veröffentlichten Papier die konsequente und verstärkte Umsetzung von Schutzmaßnahmen und schnelleres Impfen.

Die Expertengruppe empfiehlt folgende Maßnahmen:

  • Mindestens zwei Prozent der Bevölkerung sollen pro Tag geimpft werden, das würde rund 1,5 Millionen Impfungen pro Tag bedeuten. Spezielle Kapazitäten für ältere und vulnerable Gruppen sollen bereitgestellt werden.
  • Am Arbeitsplatz sollen 3G- und Homeoffice-Regeln konsequent umgesetzt werden, dies reduziere auch Ansteckungen im öffentlichen Verkehr.
  • Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als 50 Personen sollen reduziert oder ausgesetzt werden.
  • In Restaurants, Bars, Clubs, Kinos oder Sporthallen soll 2G plus umgesetzt werden, im Freien mindestens 2G. Der Mund-Nasen-Schutz muss außer am Platz immer getragen werden, bei einer hohen Hospitalisierungsrate soll die Personendichte reduziert werden.
  • Auch im Einzelhandel soll die Personendichte je nach Hospitalisierungsrate reduziert werden.
  • Schulen benötigen eine Teststrategie, möglichst mit PCR-Tests. Zusätzlich muss konsequent gelüftet werden. Ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz muss auch im Unterricht getragen werden. Bei hohen Inzidenzen wird zudem eine Reduktion der Gruppengrößen empfohlen.

72.000 Schülerinnen und Schüler in einer Woche infiziert

16.41 Uhr: An den Schulen in Deutschland steigen die Corona-Zahlen. Nach am Dienstag veröffentlichten Daten der Kultusministerkonferenz (KMK) waren in der Woche vom 15. bis 19. November 72.000 Corona-Fälle bei Schülerinnen und Schülern bekannt. Das waren knapp 30.000 mehr als in der Woche davor. Darüber hinaus waren fast 126.000 von 10 Millionen Schülern in Quarantäne (Vorwoche rund 87.000).

Die KMK legt im Wochenrhythmus Zahlen vor. Grundlage sind Rückmeldungen aus den Bundesländern aus rund 28.000 allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen mit knapp 10 Millionen Schülerinnen und Schülern. Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 11 Millionen Schülerinnen und Schüler an rund 40.000 Schulen und Berufsschulen. An knapp 1000 Schulen gab es demnach Einschränkungen im Präsenzbetrieb. 66 Schulen waren geschlossen.

Die Statistik für die Woche vom 15. bis 19. November weist außerdem 5670 Corona-Fälle bei Lehrkräften aus (Vorwoche 3600) und zusätzlich rund 3400 Quarantäne-Fälle (Vorwoche: 2100). Zugrunde liegen hier Angaben zu etwa 880.000 Lehrkräften.

Berliner Gesundheitssenatorin will öffentliches Leben runterdrehen – aber keinen "Lockdown wie letztes Mal"

15.55 Uhr: Vor den Bund-Länder-Gesprächen zur Corona-Krise dringt die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci darauf, das öffentliche Leben mit bundesweiten Regeln wieder auf ein Minimum zu reduzieren. Wegen der niedrigen Impfquote "werden wir nicht drum herum kommen, das öffentliche Leben komplett runterzudrehen", sagte die SPD-Politikerin am Montag dem Nachrichtensender Welt. "Dafür brauchen wir aber bundeseinheitlich abgestimmte, nächste Schritte."

Bund und Länder wollen an diesem Dienstag wieder über die Corona-Krise beraten. Kalayci hatte bereits am Wochenende eine "Bundesnotbremse" gefordert. Bei Welt stellte sie jetzt klar: "Man kann aber nicht den Lockdown wiederholen wie letztes Mal." Es müsse differenziert werden, etwa mit Blick auf die Bildung und andere sensible Felder. Lesen Sie dazu den Kommentar: Omikron offenbart Probleme deutscher Pandemiepolitik

Die von ihr geforderte Kontaktreduzierung soll nicht nur für Ungeimpfte, sondern auch für Geimpfte gelten. Dabei reiche es nicht, "wenn jedes Bundesland irgendwas macht". Nötig sei vielmehr, "dass man hier bundesweit zu neuen Maßnahmen kommt".

Zweitstärkste Impfwoche gegen Corona

15.45 Uhr: Mit weit mehr als 3,1 Millionen Corona-Impfungen war die vergangene Woche in Deutschlands Arztpraxen die zweitstärkste Impfwoche aller Zeiten. Das teilte das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung am Montag in Berlin mit. Die Zahl von 3.161.348 Schutzimpfungen wurde demnach lediglich in der 23. Kalenderwoche im Juni dieses Jahres übertroffen, als die niedergelassenen Ärzte rund 3,38 Millionen Menschen gegen Covid-19 geimpft hatten. Die Hausarztpraxen übernehmen den Angaben zufolge mit 75 Prozent den Löwenanteil aller Impfungen.

Virologe Schmitdt-Chanasit warnt vor Spekulationen um Omikron-Variante

15.24 Uhr: Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hat vor Spekulationen rund um die neue Omikron-Variante des Coronavirus gewarnt. "Wir wissen bezüglich der Übertragbarkeit der Virus-Variante, der möglichen Schwere bei einer Erkrankung oder Impfdurchbrüchen noch zu wenig", sagte der Forscher von der Universität Hamburg am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Auch sei noch gar nicht klar, ob sich diese Variante durchsetzen werde. Erfreulich sei jedoch, dass sowohl einige Schnell- als auch die PCR-Tests die in Südafrika entdeckte Omikron-Variante detektieren können. "Auch geht niemand davon aus, dass die vorhandenen Impfstoffe bei der neuen Variante gar nicht mehr helfen."

Schmidt-Chanasit geht davon aus, dass aufgrund der intensiven Forschungsarbeit bereits in wenigen Wochen und nicht erst in Monaten eine bessere Beurteilung der Omikron-Variante möglich sein wird. Dass Wissenschaftler jetzt alarmiert seien, bedeute keinesfalls, dass nun auch die Bevölkerung alarmiert sein müsse, betonte er. Unter Wissenschaftler heiße das vielmehr, dass die Sache dringend untersucht und erforscht werden müsse. Für die Bevölkerung gelte nach wie vor: Eine Impfung, das Maskentragen und Abstandhalten schützten.

"Wir können von Südafrika nicht automatisch auf Deutschland schließen", sagte Schmidt-Chanasit. Dort gebe es eine andere Bevölkerungsstruktur und auch ganz andere Grunderkrankungen.

Omikron-Fälle in Italien bestätigt – Reisender steckte Familie an

15.01 Uhr: In Italien haben sich vier Menschen mit der Omikron-Variante des Coronavirus infiziert. Nachdem am Wochenende ein aus Mosambik eingereister Mann positiv auf B.1.1.529 getestet worden war, bestätigte eine komplette Genomsequenzierung den Verdacht, wie die Region Kampanien am Montag mitteilte. Der Mann lebt in dieser süditalienischen Region. Laut Behördenangaben hat er seine Frau und seine zwei Kinder angesteckt. Bei den drei Familienmitgliedern wurde die Variante ebenfalls nachgewiesen. Die vier Patienten weisen "keine relevanten Symptome" auf, weil sie geimpft waren, wie es weiter hieß.

Chinas Präsident Xi verspricht Afrika eine Milliarde Impfdosen

14.50 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Chinas Staats- und Parteichef dem afrikanischen Kontinent eine Milliarde Impfdosen in Aussicht gestellt. In einer Rede per Video auf dem China-Afrika-Kooperationsforum (Focac) in Dakar in Senegal sagte Xi Jinping am Montag, 600 Millionen Impfdosen wolle China kostenlos zur Verfügung stellen. Weitere 400 Millionen sollten Unternehmen beider Seiten gemeinsam produzieren.

Ziel sei es, die Impfquote in Afrika zu erhöhen. Xi Jinping verwies auf das Ziel der Afrikanischen Union (AU), noch in diesem Jahr eine Quote von 60 Prozent zu erreichen. Als Unterstützung werde China auch 1500 medizinische Fachkräfte in Teams nach Afrika entsenden, kündigte Xi Jinping an. Nach Angaben von Experten liegt die Impfquote in vielen afrikanischen Ländern bisher nur im einstelligen Bereich.

NRW-Grüne für schärfere Kontaktbeschränkungen

14.47 Uhr: Die Grünen in Nordrhein-Westfalen fordern angesichts der dramatisch steigenden Corona-Zahlen drastische Kontaktbeschränkungen. Öffentliche Veranstaltungen in Innenräumen sollten untersagt und im Außenbereich die Anzahl der Teilnehmer massiv begrenzt werden, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Zehn-Punkte-Plan. Bars und Clubs sollten geschlossen und Ausgleichszahlungen für Betreiber sichergestellt werden. Für eine bessere Koordinierung zwischen Land und Kommunen müsse der Krisenstab der Landesregierung aktiviert werden.

Darüber hinaus fordern die NRW-Grünen schärfere Schutzmaßnahmen auch für Geimpfte im gesamten Freizeitbereich. So sollten nur noch Geimpfte oder Genesene mit aktuellem negativen Corona-Test Zutritt zu Restaurants, Hotels, zum Einzelhandel jenseits des täglichen Bedarfs sowie zu Freizeitaktivitäten im Innenraum erhalten. Die 2G-plus-Regel sollte ab dem 18. Lebensjahr gelten.

In den Kitas sollten die Gruppen wieder getrennt werden und an den Schulen flächendeckend wieder die Maskenpflicht gelten. In Innenräumen und im Nah- und Fernverkehr sollten FFP2-Masken für Personen ab 14 Jahren als Standard gelten.

Bund und Länder tagen am Dienstag

13.55 Uhr: Die Länderchefinnen und -chefs werden am Dienstag zu einem Gespräch über das Vorgehen in der Corona-Pandemie zusammenkommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Wie die "Welt" zudem aus mehreren Quellen erfahren haben will, soll das Gespräch um 13 Uhr nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die Bundesnotbremse stattfinden. An dem telefonischen Gespräch sollen demnach neben den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten und der geschäftsführenden Bundeskanzlerin Angela Merkel auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz teilnehmen.

Inhalt des Gesprächs soll, neben der Entscheidung Karlsruhes auch der neue Krisenstab und die derzeitige Corona-Lage sein. Die Richter in Karlsruhe werden am Dienstag entscheiden, ob und in wie weit der Gesetzgeber zur Pandemiebekämpfung Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen verhängen und Schulen schließen darf.

Nach AFP-Informationen handelt es sich dabei aber noch nicht um die geplante Ministerpräsidentenkonferenz. Diese ist bislang für den 9. Dezember geplant, allerdings wurde auch über ein Vorziehen des Termins diskutiert.

Region Hannover plant fünf Impfstraßen – zwei davon ausschließlich für Kinder

13.45 Uhr: Im Erlebnis-Zoo Hannover sollen fünf Impfstraßen mit zusammen zehn Impfplätzen entstehen. Das geht aus einer Mitteilung der Stadt Hannover vom Montag hervor. Die Straßen sollen im ehemaligen Regenwald-Panorama des Zoos entstehen, zwei davon werden ausschließlich der Impfung von Kindern dienen, sobald der Impfstoff für Kinder zur Verfügung steht. Bis dahin werden sich ab kommender Woche Erwachsene im Zoo impfen lassen können.

Biontech arbeitet an Impfstoff-Anpassung – "Keine Zeit verlieren"

13.34 Uhr: Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech arbeitet neben laufenden Labortests zur Untersuchung der neuen Corona-Variante Omikron auch an der Entwicklung eines angepassten Impfstoffs – vorbeugend für den Fall, dass dieser notwendig werden könnte. "Um keine Zeit zu verlieren, gehen wir diese beiden Aufgaben parallel an, bis die Daten vorliegen und wir mehr Informationen darüber haben, ob der Impfstoff angepasst werden sollte oder nicht", teilte eine Biontech-Sprecherin am Montag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die beiden Arbeitsgänge überschneiden sich den Aufgaben zufolge teilweise. Als Beispiel wurde der Bauplan des Spike-Proteins für die Labortests mit dem Pseudovirus genannt, mit dem die Experimente durchgeführt werden. In den Labortests werden dabei Sera von Geimpften mit dem Spike-Protein der Variante konfrontiert. "Die Sera enthalten die Antikörper, die wir nach der Impfung haben", erklärte die Biontech-Sprecherin. Es werde dann darauf geschaut, wie gut sie das neue Spike-Protein neutralisieren, also unschädlich machen.

Lauterbach: Weiterer Omikron-Verdachtsfall in NRW

12.47 Uhr: In Nordrhein-Westfalen gibt es einen weiteren Verdachtsfall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus. Nach Angaben des Kreises Kleve besteht bei einem Fall in Rees der Verdacht auf eine Corona-Infektion mit der Omikron-Variante. Die vollständig immunisierte Person sei mit ihrem Partner am 24. November in Frankfurt am Main aus Südafrika eingetroffen, teilte der Kreis Kleve am Montag mit. Am Folgetag seien dann Symptome einer Erkrankung aufgetreten. Ein PCR-Test fiel den Angaben zufolge positiv aus.

Der Kreis Kleve sprach in dem Zusammenhang von einem begründeten Verdacht auf die neue Omikron-Variante des Coronavirus, über den das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen informiert worden sei. Auch das NRW-Gesundheitsministerium teilte am Montag auf Anfrage der dpa mit, dass es inzwischen neben Düsseldorf und Essen auch im Kreis Kleve einen weiteren Verdachtsfall zur neuen Omikron-Variante gebe. Laut dem Kreis Kleve läuft zu dem Verdachtsfall in Rees gegenwärtig die Laboruntersuchung mit einer