Corona-Ticker

Coronavirus-Maßnahmen bleiben bis nach Ostern bestehen

Tausende Menschen sind mit dem Coronavirus infiziert. Europa gilt als Epizentrum der Pandemie. Alle aktuellen Entwicklungen.

Geschlossene Geschäfte und Restaurants, menschenleere Einkaufszentren – besonders Unternehmen und Selbstständige trifft die Corona-Krise hart.

Geschlossene Geschäfte und Restaurants, menschenleere Einkaufszentren – besonders Unternehmen und Selbstständige trifft die Corona-Krise hart.

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Berlin. 
  • Die Bundesagentur für Arbeit glaubt, dass es deutlich mehr Anträge auf Kurzarbeit als noch zur Weltwirtschaftskrise 2008 und 2009 geben wird
  • Dass die in Deutschland eingeleiteten Maßnahmen vor dem 20. April in Deutschland heruntergefahren werden, ist ausgeschlossen
  • Vier Menschen sind auf einem Kreuzfahrtschiff vor Panama gestorben
  • Verkehrsminister Andreas Scheuer verspricht Hilfe für Lkw-Fahrer
  • Deutschlands oberster Datenschützer spricht eine Warnung aus
  • Weltweit sind fast 600.000 Menschen mit dem Coronavirus infzierte, Zehntausende starben bereits an der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit
  • Angela Merkel und Donald Trump haben sich in einem Telefonat ausgetauscht
  • Dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge liegt das Durchschnittsalter der Opfer in Deutschland bei 81 Jahren
  • Mehrere deutsche Bundesländer wollen Covid-19-Intensivpatienten aus Italien aufnehmen und in Kliniken versorgen

Das Coronavirus hat die Welt weiterhin im Griff. In vielen Ländern steht das soziale Leben still, Geschäfte haben geschlossen, es gibt Ausgangssperren und Kontaktverbote.

Nachdem das Coronavirus in China ausgebrochen war, hat es sich vor allem in Europa schnell verbreitet. Allein in Italien sind über 86.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-19 infiziert und über 9000 gestorben. Spanien ist mit mehr als 64.000 Infizierten und fast 5000 Toten auf einem ähnlichem Weg.

In Deutschland ist die Lage nicht so dramatisch - bleibt aber weiterhin angespannt. Bund und Ländern haben zur Eindämmung des Virus eine Kontaktsperre und diverse andere Auflagen erlassen. Ob diese Maßnahmen reichen, wird sich nun in den nächsten Tagen erst zeigen.

Alle aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus in unserem Newsblog

Samstag, 28. März: Maßnahmen in Deutschland bleiben bis mindestens nach Ostern

10.24: EU-Katastrophenschutzkommissar Janez Lenarcic hat vor einer Lockerung der Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus aus wirtschaftlichen Erwägungen gewarnt. Gesundheit und Menschenleben sollten „unsere wichtigste Priorität sein“, sagte Lenarcic der „Süddeutschen Zeitung“ (Wochenendausgabe).

„Die wirtschaftlichen Folgen sollten wir nicht dadurch mildern, dass wir bei den Schutzmaßnahmen laxer werden, sondern durch wirtschaftliche Gegenmaßnahmen – und wirtschaftliche und finanzielle Solidarität zwischen den Staaten“, forderte der EU-Kommissar aus Slowenien.

Lenarcic beklagte, dass in den ersten Wochen der Pandemie „ein greifbarer Mangel an Solidarität zwischen den Staaten“ geherrscht habe. Das habe sich etwa an Exportbeschränkungen für Medizinprodukte gezeigt. Jetzt gebe es aber mehr Hilfe untereinander, sagte der Kommissar.

9.45 Uhr: Kanzleramtschef Helge Braun hat klargestellt, dass es vor dem 20. April keine Lockerungen der bestehenden Einschränkungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie geben werde. „Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen“, sagte der CDU-Politiker dem „Tagesspiegel“. „Bis dahin bleiben alle Maßnahmen bestehen.“

Ältere Menschen müssten noch deutlich länger als Jüngere mit Kontakteinschränkungen rechnen. „Eines ist allen Modellen gemein, egal, wie wir uns entscheiden: dass die älteren und vorerkrankten Menschen in unserer Gesellschaft wirksam vor einer Infektion geschützt werden müssen, bis es einen Impfstoff gibt“, sagte Braun. Hintergrund: Welche Corona-Regeln jetzt für Deutschland gelten.

Als Messlatte für eine Trendwende und als Entscheidungsgrundlage für eine Lockerung der Einschränkungen sieht Braun die Entwicklung der Infektionsgeschwindigkeit. „Wenn wir es schaffen, die Infektionsgeschwindigkeit so zu verlangsamen, dass wir zehn, zwölf oder noch mehr Tage haben bis zu einer Verdopplung, dann wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Zuletzt verdoppelten sich die Fallzahlen in etwa alle drei Tage. „Unmittelbar nach Ostern werden wir sagen können, wie es generell nach dem 20. April weitergeht.“

Er habe den Eindruck, dass sich die Bevölkerung vorbildlich an die Regeln halte. „Und deshalb bin ich überzeugt, dass wir in einigen Tagen ihren Erfolg sehen werden“, betonte Braun.

Coronavirus: Datenschützer warnt vor Grundrechtseinschnitten

9.18 Uhr: Der Datenschutzbeauftragte der Bundesregierung warnt davor, wegen der Corona-Krise weitere Grundrechte leichtfertig aufs Spiel zu setzen.

Scheuer verspricht Unterstützung für Lkw-Fahrer in der Corona-Krise

9.09 Uhr: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat zugesagt, die Situation von Lkw-Fahrern in der Corona-Krise zu verbessern. ‚Ich akzeptiere nicht, dass die Brummi-Fahrer schlecht behandelt werden. Sie müssen immer die Möglichkeit haben, sich die Hände zu waschen’, sagte der CSU-Politiker unserer Redaktion. Daher habe er gemeinsam mit der Logistikwirtschaft eine Initiative gestartet. ‚Wir wollen Wasch- und WC-Container da aufstellen, wo sie besonders benötigt werden, aber zurzeit keine Waschgelegenheiten vorhanden sind.‘

Scheuer appellierte an die Lkw-Fahrer, die bereits mit Streik drohen: ‚Haltet durch! Wir kümmern uns um Euch und sagen Danke für Euren tollen Einsatz!‘ An der Initiative beteiligt seien der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) und die Logistics Alliance Germany (LAG), ein Partnerschaftsprojekt des Verkehrsministeriums und der Logistikwirtschaft. Mehrere Speditionen hätten schon Spenden zugesagt.

Lkw-Fahrer seien ‚echte Helden des Alltags‘, sagte Scheuer. ‚Sie halten den Waren- und Güterverkehr am Laufen, sorgen für eine stabile Versorgung. Dafür müssen sie selbst ebenfalls gut versorgt werden, mit Essen, Toiletten und Duschen an Autobahnen und in Logistikzentren.‘

Corona-Impfstoff frühestens Ende des Jahres

8.08 Uhr: Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sieht im Kampf gegen das Coronavirus frühestens Ende des Jahres einen Impfstoff. „Wir müssen davon ausgehen, dass ein Impfstoff, mit dem breitere Teile der Bevölkerung geschützt werden können, erst gegen Ende des Jahres oder Anfang des nächsten Jahres zur Verfügung steht“, sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Für die Impfstoffforschung gelte: „Wir wollen so schnell wie möglich laufen - aber wir dürfen dabei nicht hinfallen. Wir müssen sicher sein, dass die Impfung wirkt und dem Patienten nicht schadet.“

Karliczek sagte weiter: „Wir reizen die Forschungsmöglichkeiten bis aufs Letzte aus. Wir sind bereit, weitere Gelder zur Verfügung zu stellen, wenn es erfolgversprechende Projekte gibt. Am Geld wird die Corona-Forschung nicht scheitern.“

Coronavirus: Agentur für Arbeit sieht sich für Kurzarbeiter-Ansturm gut gerüstet

8.00 Uhr: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hält sich in der Corona-Krise für finanziell ausreichend gewappnet, um den Ansturm beim Kurzarbeitergeld zu bewältigen. Es sei absehbar, dass die Zahl der Kurzarbeiter weit höher ausfallen werde als während großen Finanzkrise der Jahre 2008/2009, sagte BA-Vorstandsvorsitzender Detlef Scheele der Deutschen Presse-Agentur.

Damals waren in der Spitze in Deutschland 1,44 Millionen Menschen auf Kurzarbeit angewiesen. Die Bundesregierung legte vor einigen Tagen die Schätzung von 2,15 Millionen Kurzarbeitern in der Corona-Krise vor. Ob diese Schätzung richtig sei, könne derzeit niemand sagen, betonte Scheele. „Wir gehen davon aus, dass es deutlich mehr werden als zur Finanzkrise.“ Allein in der vergangenen Woche waren bei der Bundesagentur mehr als 76 000 Anzeigen von Betrieben für Kurzarbeit eingegangen.

Freitag, 27. März 2020: Coronavirus – Merkel hält Lockerung der Maßnahmen für zu früh

22.31 Uhr: Trotz Corona-Krise und Kontaktverbot haben sich in Bremen am Freitag 50 Menschen zu einer Kundgebung vor einer Flüchtlingsunterkunft verabredet. Die Einsatzkräfte ermitteln nun wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Trotz mehrfacher Aufforderung seien die vorgeschriebenen Mindestabstände nicht eingehalten worden. Die Menschen protestierten demnach für die Schließung der Unterkunft.

Kurz vorher hat sich in Bremen bereits eine ähnlich große Gruppe vor einer Unterkunft versammelt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Bundesweit sind am Sonntag Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten worden. Ausgenommen sind Angehörige, die im eigenen Haushalt leben.

Vier Passagiere auf Kreuzfahrtschiff vor Panama gestorben

21.56 Uhr: Auf einem Kreuzfahrtschiff vor Panama sind vier Passagiere gestorben. Es handle sich um vier ältere Menschen, teilte die Reederei Holland America Line am Freitag mit, ohne weitere Details zu nennen. Zwei Menschen an Bord seien positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, hieß es weiter. 53 Passagiere und 85 Besatzungsmitglieder hätten sich mit Grippe-ähnlichen Symptomen beim Medizinerteam an Bord gemeldet.

Das in den USA beheimatete Unternehmen hatte das Schiff „Zaandam“ vor wenigen Tagen vor der südamerikanischen Pazifikküste unter Quarantäne gestellt. Alle Passagiere sollten bis auf weiteres in ihren Zimmern bleiben, hieß es. Sie und die Crew hätten alle Schutzmasken erhalten.

Die „Zaandam“ hat 1243 Passagiere und 586 Besatzungsmitglieder an Bord. Sie war am 7. März von Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires zu einer Kreuzfahrt aufgebrochen, die eigentlich am 21. März im chilenischen San Antonio enden sollte. Wegen der Corona-Pandemie hatte Chile allerdings inzwischen alle seine Häfen für Kreuzfahrtschiffe geschlossen.

21.20 Uhr: Das Gesetzespaket mit den Milliardenhilfen für Unternehmen und Bürger in der Corona-Krise ist am Freitagabend im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden und damit in Kraft getreten. Am Vormittag hatte der Bundesrat das Hilfspaket mit Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger einstimmig beschlossen.

Am Nachmittag war es von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnet worden. Die ersten Gelder sollen noch vor dem 1. April bei den Betroffenen ankommen.

Coronavirus: Simbabwe verhängt Ausgangssperre

21.00 Uhr: Seit 18 Uhr läuft eines der größten Wohnzimmerkonzerte Deutschlands, das von der Wohltätigkeitsorganisation „Water is Right” (WIR) organisiert wurde. Die Funke Mediengruppe, zu der auch unsere Redaktion gehört, ist Partner der Aktion mit dem Motto „WIR sagen DANKE!”.

Unter anderem werden Laith Al-Deen, Mousse T. und Pur zu sehen und zu hören sein. Den Live-Stream können Sie oben im Aufmacherbereich verfolgen – weitere Infos gibt es hier.

20.56 Uhr: Der britische Premier Boris Johnson ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das verkündete er am Freitag in einem Video auf Twitter. Zuvor hatte Johnson das Virus lange verharmlost, Krankenhäuser in London warnen vor einem „Tsunami“ an Patienten mit schweren Verläufen. Lesen Sie hier, welche politischen Forderungen an Johnson gestellt werden.

20.48 Uhr: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Banken im Euroraum empfohlen, während der Pandemie keine Dividenden an Aktionäre zu zahlen. Dies gelte bis mindestens zum 1. Oktober und betreffe Ausschüttungen für die Geschäftsjahre 2019 und 2020. Die Kreditinstitute sollen in dieser Periode auch keine eigenen Aktionen zurückkaufen.

20.20 Uhr: Die Regierung in Simbabwe hat eine Ausgangssperre für das Land verhängt. Sie gelte ab Montag für 21 Tage, so Präsident Emmerson Mnangagwa. In dem Land mit rund 14 Millionen Einwohnern wurden bisher fünf Infizierungen mit dem Coronavirus gemeldet, eine Person ist gestorben.

Auch in Namibia soll noch am Freitag eine Ausgangssperre in einigen Landesteilen beginnen, die „später“ auf das ganze Land ausgeweitet werden soll, erklärte Staatschef Hage Geingob. Im Nachbarland Südafrika hatte bereits am Donnerstag eine landesweite Ausgangssperre begonnen.

Coronavirus – Merkel und Trump: Telefongespräch über Corona-Pandemie

19.49 Uhr: Nach Frankreich verlängert auch Belgien seine wegen der Corona-Pandemie verhängte Ausgangssperre – bis mindestens nach den Osterferien. „Die Maßnahmen werden um zwei Wochen bis zum 18. April verlängert“, sagte Regierungschefin Sophie Wilmès am Freitag in Brüssel.

Die Vorgaben blieben dieselben, allerdings habe nun die Polizei das Recht, bei Verstößen auf der Stelle Bußgelder zu verhängen, so Wilmès.

19.42 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit US-Präsident Donald Trump telefoniert, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitagabend. Einer der Schwerpunkte des Gesprächs sei der Austausch über die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen gewesen.

Merkel und Trump sollen vereinbart haben, deswegen in engem Kontakt zu bleiben und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu nutzen.

19.09 Uhr: Die Bundeswehr soll nicht dazu eingesetzt werden, um Ausgehverbote während der Corona-Pandemie in Deutschland durchzusetzen. Das erklärte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in der Samstagsausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Sie sehe dies nicht als Auftrag der Bundeswehr, die Rechtslage lasse dies außerdem nicht zu.

18.33 Uhr: Viele Fachkliniken für Psychiatrie in Deutschland müssen in der Corona-Krise Patienten nach Hause schicken, um Kapazitäten für Covid-19-Patienten zu schaffen. Lesen Sie hier, was das für die Patienten bedeutet - und was führende Psychiater nun von der Regierung erwarten.

Coronavirus – WHO-Chef: Fehlende Schutzkleidung wird immer mehr zum Problem

18.27 Uhr: Der Chef der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, warnte am Freitag vor dem Einsatz von Medikamenten gegen das Coronavirus, deren Wirksamkeit bisher nicht nachgewiesen ist. „Die Geschichte der Medizin ist voller Beispiele von Mitteln, die auf dem Papier und im Reagenzglas funktionierten, aber nicht im Menschen, oder die sogar schädlich waren“, erklärte Ghebreyesus in Genf.

Unkontrollierte Versuche könnten zudem Engpässe bei Medikamenten schaffen, die andere Patienten dringend benötigten. Zuvor hatte unter anderem US-Präsident Donald Trump getwittert, die Einnahme eines Malariamittels könne vielleicht bahnbrechende Ergebnisse bringen.

Der WHO-Chef betonte außerdem, dass der Mangel an Schutzkleidung für das medizinische Personal immer mehr zu einem Problem werde: „Der chronische globale Mangel an Schutzkleidung ist inzwischen eine der größten Herausforderungen in unserer kollektiven Anstrengung, Leben zu retten.“ Diese Notlage könne nur in „internationaler Kooperation und Solidarität gelöst werden“.

Die WHO sendete bereits knapp zwei Millionen Schutzbekleidungen in 74 Länder, 60 weitere sollen noch folgen.

18.18 Uhr: In Belgien wurde eine Katze positiv auf das Coronavirus getestet. Das teilte ein Behördensprecher am Freitag in Brüssel mit. Wissenschaftler der Universität Lüttich hätten das Haustier eines Corona-Infizierten untersucht. Eine Übertragung von Menschen auf Tiere sei allerdings extrem selten, so der Behördensprecher.

18.14 Uhr: Tui soll wegen der Corona-Pandemie Hilfskredite über 1,8 Milliarden Euro bekommen. Der Reisekonzern habe einen entsprechenden Antrag gestellte und nun eine Zusage der Bundesregierung erhalten. Das Darlehen laufe über die Förderbank KfW, es müssten aber noch weitere Banken zustimmen.

18.09 Uhr: Das Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus, in dem bereits 12 Senioren nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, wird nicht evakuiert. Das erklärten der Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) und der Leiter des Würzburger Gesundheitsamtes, Johann Löw, am Freitag. Ihnen zufolge sei die Isolation der infizierten Personen innerhalb der Einrichtung die sinnvollste Lösung.

In den beiden Einrichtungen des Seniorenheimes wohnen derzeit 161 Menschen.

18.00 Uhr: Die Wohltätigkeitsorganisation „Water is Right” (WIR) hat eines der größten Wohnzimmerkonzerte Deutschlands organisiert. Die Funke Mediengruppe, zu der auch unsere Redaktion gehört, ist Partner der Aktion mit dem Motto „WIR sagen DANKE!”.

Unter anderem werden Glasperlenspiel und Pur zu sehen und zu hören sein. Den Live-Stream können Sie oben im Aufmacherbereich verfolgen.

17.53 Uhr: Italien hat fast 1000 Tote innerhalb von 24 Stunden gemeldet – so viele wie an keinem Tag zuvor. Wie der Zivilschutz mitteilte, stieg die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus um 969 Fälle auf 9134. Darin seien auch 50 Fälle vom Vortag enthalten, die noch nicht berechnet worden waren.

17.46 Uhr: Die Weltwirtschaft befindet sich nach einer Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) bereits in einer von der Corona-Pandemie ausgelösten Rezension. Das sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa am Freitag. Die Wirtschaft in den USA und anderen reichen Ländern schrumpfe bereits, im kommenden Jahr werde sie Georgiewa zufolge aber wieder wachsen.

Der IWF hatte bereits am Montag gewarnt, dass die Weltwirtschaft dieses Jahr eine Rezession erleben werde, die mindestens so schlimm sein werde wie jene infolge der globalen Finanzkrise 2008/09.

Coronavirus – Zahl der Toten in New York steigt auf 519

17.41 Uhr: Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus ist in New York erneut stark angestiegen: Von Donnerstag auf Freitag starben in dem besonders stark betroffenen US-Staat 134 Personen, insgesamt gibt es dort nun 519 Todesopfer. Das verkündete der Gouverneur Andrew Cuomo am Freitag.

Den Höhepunkt der Infektionswelle prognostiziert die New Yorker Regierung für in drei Wochen. Cuomo sagte erneut, der Staat sei trotz aller Maßnahmen nicht ausreichend vorbereitet. So fehlten zum Beispiel noch 30.000 Beatmungsgeräte.

17:30 Uhr: Die Schwesterunternehmen Aldi Süd und Aldi Nord wollen ihren Mitarbeitern für deren Einsatz in der Corona-Krise Boni in Höhe von insgesamt 20 Millionen Euro zahlen. Die Prämien sollen aus steuerlichen Gründen in Form von Warengutscheinen ausgeschüttet werden – je nach Tätigkeit zwischen 100 und 250 Euro pro Person. Zuvor hatten Rewe, Lidl, Kaufland und Real ebenfalls Bonuszahlungen angekündigt.

Faktencheck: Das sind die Zahlen der Corona-Hamsterkäufe
Faktencheck- Das sind die Zahlen der Corona-Hamsterkäufe

17.24 Uhr: Argentinien hat seine Grenzen komplett geschlossen. Bis kommenden Mittwoch dürfen selbst argentinische Staatsbürger nicht mehr in das Land einreisen, teilte die Regierung in Buenos Aires am Freitag mit. 10.000 Argentinier sollen derzeit noch im Ausland gestrandet sein. Vor zwei Wochen waren die Grenzen bereits für Ausländer geschlossen worden.

Bislang infizierten sich in Argentinien 590 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus, 14 starben.

17.14 Uhr: Die Ausgangssperre in Frankreich wird bis zum 15. April verlängert. Das kündigte der Premierminister Edouard Philippe in Paris an: „Wir stehen noch am Anfang der epidemischen Welle.“ Sollte diese anhalten, könne die Sperre Philippe zufolge auch noch weiter verlängert werden. Ursprünglich war sie bis zum 31. März befristet.

Mit bisher knapp 1700 Toten gehört Frankreich nach Italien und Spanien zu den am meisten betroffenen Ländern der EU.

16.54 Uhr: Die Rückholaktion der Bundesregierung für im Ausland festsitzende Deutsche wird noch mindestens zwei Wochen lang dauern, erklärte Frank Hartmann, Krisenbeauftragter des Auswärtigen Amts. So lange werde man noch „sehr intensiv“ mit der Organisation der Sonderflüge beschäftigt sein. Außerdem gebe es schwer zu lösende Einzelfälle.

Das Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amts befasst sich derzeit mit 50 Ländern, in denen Deutsche gestrandet sind. 200.000 telefonische Anfragen sind seit Beginn der Rückholaktion Anfang vergangener Woche gestellt worden.

Coronavirus – Impfstoff laut Virologin frühestens in zweiter Jahreshälfte

16.44 Uhr: Einem Bericht der „Lebensmittel Zeitung“ zufolge hat Galeria Kaufhof Staatshilfen beantragt. Damit wolle das Unternehmen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie abfedern. Wegen der angeordneten Schließung der Warenhäuser sei ein Großteil der Beschäftigten in Kurzarbeit null, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf Insider. Ein Unternehmenssprecher habe dies nicht kommentieren wollen.

16.18 Uhr: Die Hamburger Virologin Marylyn Addo rechnet frühestens in der zweiten Jahreshälfte mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus. „Es sind sehr viele verschiedene Impfstoffansätze in der Entwicklung“, sagte die Leiterin der Infektiologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf am Freitag in Hamburg. Die schnellsten Impfstoffentwicklungen seien bereits an Menschen getestet worden. Es müsse zunächst dafür gesorgt werden, dass diese sicher seien, so Addo.

15.50 Uhr: Die Nutzung von Medien und sozialen Netzwerken hat seit der Corona-Krise stark zugenommen. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Auswertung des Marktforschungsunternehmens Kantar hervor, die auf Befragungen aus 30 Staaten basiert. Mit 40 Prozent Benutzungsplus verzeichnet WhatsApp der Analyse zufolge den stärksten Anstieg.

15.28 Uhr: Pro Asyl fordert einen generellen Abschiebestopp wegen der Ausbreitung des Coronavirus’. Der Organisation zufolge sollen Menschen davor geschützt werden, in Länder mit schlechten Gesundheitssystemen abgeschoben zu werden. Konkret bezog sich Pro Asyl in einer Mitteilung am Freitag auf eine bevorstehende Abschiebung von zwei Frauen in den Iran.

Das Bundesinnenministerium hatte Anfang der Woche erklärt, es werde wegen der Corona-Pandemie keinen generellen Abschiebestopp geben. Ausgesetzt sind derzeit allerdings die Dublin-Rücküberstellungen in die für den Asylantrag zuständigen EU-Länder.

15.24 Uhr: Die Hinzuverdienstgrenze für Rentner ist angesichts der Corona-Krise deutlich angehoben worden. Für das Jahr 2020 steigt sie von 6300 Euro auf 44.590 Euro. Jahreseinkünfte bis zu dieser Höhe führen nicht zu einer Kürzung der vorgezogenen Altersrente. Das teilte die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland am Freitag mit. Ab dem Jahr 2021 soll wieder die alte Grenze gelten.

15.19 Uhr: Jedes fünfte Unternehmen sieht sich akut von der Insolvenz bedroht. Das ergab eine Befragung von 15.000 Betrieben durch den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). In der am Freitag veröffentlichten Umfrage gab jeder vierte der befragten Betriebe an, derzeit mit Umsatzrückgängen von mindestens 50 Prozent für das Gesamtjahr zu rechnen.

Coronavirus – EU-Kommission will 75 Millionen Euro aus ihrem Haushalt umsteuern

15.13 Uhr: Die EU-Kommission will wegen der Corona-Pandemie 75 Millionen Euro in ihrem Haushalt umschichten. Das Geld würde dazu verwendet werden, EU-Bürger aus dem EU-Ausland zurückzuholen und einen Vorrat an medizinischer Ausrüstung anzulegen. Das Europäische Parlament und die Mitgliedsstaaten im Rat müssen dem Vorschlag allerdings noch zustimmen.

Die zur Umsteuerung vorgesehen Mittel waren für 2020 teilweise ohnehin vorgesehen. Es sollen aber auch zusätzliche Ausgaben hinzukommen – etwa 350 Millionen Euro für Griechenland, um Migranten zu helfen, und 100 Millionen für die Erdbebenhilfe in Albanien.

Sorge vor Corona-Katastrophe in Flüchtlingslagern in Syrien
Sorge vor Corona-Katastrophe in Flüchtlingslagern in Syrien

15 Uhr: Zum ersten Mal in der Corona-Pandemie kommt in Spanien Hoffnung auf: Am Freitag stieg die Zahl der Infektionen um 8000 auf rund 64.000 Fälle, es soll sich mit 14 Prozent aber um den niedrigsten Anstieg der vergangenen Tage handeln. Das sagte der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle, Fernando Simón, am Freitag bei seiner täglichen Pressekonferenz. Er sprach von „vielversprechenden Daten, die uns etwas Hoffnung machen“.

Die Zahl der Todesopfer stieg auf 4900. Spanien ist nach Italien das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land Europas.

14.44 Uhr: Neue Regelungen für Psychotherapien: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen einigten sich darauf, dass Videosprechstunden anders als vorher unbegrenzt möglich sind. Normalerweise dürfen Ärzte und Psychotherapeuten pro Quartal maximal jeden fünften Patienten per Video behandeln.

Wer bereits in psychotherapeutischer Behandlung ist, kann diese fortführen – auch vor Ort, denn sie fällt in der Corona-Krise unter notwendige medizinische Versorgung. Auch Personen ohne Therapieplatz können weiterhin eine solche beginnen: Seit dem 23. März gilt eine bis Ende Juni begrenzte Regelung, wonach Sprechstunden und probatorische Sitzungen während der Pandemie in Einzelfällen per Video erfolgen dürfen.

14.24 Uhr: Die Bundeswehr hat ihren Einsatzplan für die Corona-Krise fertiggestellt. 15.000 Soldaten sollen zur Unterstützung von Ländern und Kommunen eingesetzt werden, dazu soll es vier regionale Führungsstäbe geben. Das sagte Generalleutnant Martin Schelleis am Freitag. Er koordiniert und führt den Unterstützungseinsatz.

Coronavirus – Ärzteteam aus Thüringen soll in Norditalien helfen

14.20 Uhr: Serbien geht hart gegen Quarantäne-Sünder vor: Ein Gericht in der ostserbischen Stadt Dimitrovgrad verurteilte am Freitag einen Mann zu einer Haftstrafe von drei Jahren, weil er gegen seine Quarantäne-Auflagen in der Corona-Pandemie verstoßen hatte. Das berichtete das staatliche serbische Fernsehen unter Berufung auf das Justizministerium.

Es ist das erste Urteil dieser Art, nachdem Serbien am 16. März den Ausnahmezustand verhängt und das Strafrecht verschärft hatte. Der Prozess fand über eine Video-Schaltung statt, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

14.08 Uhr: Auch wenn der Terminplan für das Jahr ihres Tour-Comebacks wahrscheinlich gerade mächtig ins Wanken geraten ist, lassen sich Die Ärzte nicht davon abbringen, ihren Fans wieder mehr neue Musik zu liefern als in den vergangenen Jahren - und sei es mit einem Corona-Song. Die Berliner, die sich gerne ganz bescheiden „die beste Band der Welt“ nennen, sind in einem Video mit einem neuen Lied zur Pandemie zu hören, das Bela B., Rodrigo Gonzalez und Farin Urlaub offenbar in heimischer Umgebung zeigt. Hier können Sie den ganzen Song im Video hören - wie auch andere kuriose musikalische Beiträge, die durch die Corona-Krise inspiriert waren.

Im vergangenen Jahr hatten Die Ärzte angekündigt, ab November 202 0 nach sechs Jahren Pause wieder auf Tournee zu gehen. Karten für die knapp zwei Dutzend „In the Ä Tonight“-Gigs waren innerhalb weniger Minuten ausverkauft.

13.50 Uhr: Ein Team aus Thüringer Ärzten und Pflegekräften soll im besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Norditalien helfen. Das Gesundheitsministerium teilte am Freitag mit, dass ein Team der Universitätsklinik Jena in die Lombardei entsandt werde. Auch vier Beatmungsgeräte aus Thüringen sollen in Italien eingesetzt werden.

13.46 Uhr: Im Iran steigt die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus auf insgesamt 2378. Das teilte ein Sprecher des dortigen Gesundheitsministeriums am Freitag mit. Binnen 24 Stunden seien 144 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben.

Nach Behördenangaben sind mindestens 32.332 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert, über 11.000 wurden als geheilt erklärt. Der Iran gilt als besonders stark von der Pandemie betroffen.

Coronavirus – 16-Jährige in Frankreich gestorben: Bisher jüngstes Todesopfer

13.42 Uhr: Nach Adidas und Deichmann hat nun auch H&M angekündigt, die Mietzahlungen für die 460 geschlossenen Geschäfte in Deutschland vorläufig auszusetzen. Das habe die Modekette dem Vermieter bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt, sagte eine Unternehmenssprecherin am Freitag.

13.08 Uhr: Angesichts der Corona-Epidemie wird es in diesem Frühling erstmals seit Jahrzehnten keine Ostermärsche der Friedensbewegung geben. Die Organisatoren teilten am Freitag mit, die Auflagen machten eine Durchführung „unmöglich“. Man wolle aber nicht, dass die Menschen keine Möglichkeit hätten, „ihre pazifistischen und antimilitaristischen Anschauungen in die Öffentlichkeit zu tragen“.

Viele Basisinitiativen riefen dazu auf, über Ostern zum Beispiel Friedenszeichen, Banner, Fahnen und Symbole aus den Fenstern zu hängen oder an Kleidung oder Fahrrädern und Autos zu befestigen.

13.06 Uhr: In Frankreich ist in der Nacht zu Mittwoch erstmals eine 16-Jährige an den Folgen von Covid-19 gestorben. Wie das Gesundheitsministerium in Paris am Donnerstagabend bekannt gab, ist Julie damit das bisher jüngste Opfer der Coronavirus-Pandemie in dem Land.

Nach Angaben ihrer Familie sei das Mädchen aus dem Süden von Paris vor der Infizierung gesund gewesen. „Wir werden niemals eine Antwort bekommen“, sagt ihre Mutter der Nachrichtenagentur AFP.

13.04 Uhr: Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat Tierärzte offiziell als systemrelevant eingestuft. Die für den Nutztierbereich und die Versorgung von Heimtieren tätigen Tierärzte, tiermedizinischen Fachangestellten und Tierpfleger sollen auch während der Corona-Krise weiter arbeiten, erklärte der Bundesverband der Praktizierenden Tierärzte am Freitag. Das Ministerium kam mit der Entscheidung einer Forderung des Verbands nach.

Coronavirus – Britischer Premier Boris Johnson positiv getestet

12.49 Uhr: EU-Parlamentspräsident David Sassoli hat den EU-Mitgliedstaaten Verantwortungslosigkeit im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise vorgeworfen. „Ich hätte von den Staats- und Regierungschefs eine stärkere Übernahme von Verantwortung erwartet“, erklärte Sassoli. Einige Regierungen hätten bei der Debatte um Finanzhilfen für finanziell schwächere Länder „Kurzsichtigkeit“ und „Egoismus“ an den Tag gelegt.

12.22 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte er per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Der Regierungschef habe am Donnerstag „leichte Symptome“ entwickelt und sich daraufhin testen lassen, sagte ein Sprecher in London. „Das Ergebnis ist positiv.“

12.05 Uhr: Haushalte in Corona-Quarantäne sollten nur gut verpackten Abfall in die Mülltonnen geben. Darauf hat das Bundesumweltministerium in Berlin hingewiesen. Für alle Privathaushalte, in denen ein Infizierter oder ein Verdachtsfall lebe, gilt demnach, dass sie ihren kompletter Abfall in stabile und möglichst reißfeste Säcke verpacken und anschließend zubinden oder zuknoten sollen.

Diese Haushalte sind demnach vorübergehend auch von der Pflicht zur Abfalltrennung befreit. Sie sollen Altpapier, Biomüll und die sonst für den sogenannten gelben Sack vorgesehenen Verpackungen ausnahmsweise ebenfalls in ihrem ganz normalen Hausmüll entsorgen.

11.59 Uhr: Menschen, die in Corona-Zeiten in systemrelevanten Berufen arbeiten, verdienen oft wenig Gehalt. Aus der vierteljährigen Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts geht hervor, wie viel Altenpfleger, Fahrer und Beschäftigte im Einzelhandel verdienen – das ist teils deutlich weniger als Fachkräfte in der Gesamtwirtschaft. Hier mehr dazu: Vergleichsweise wenig Gehalt in systemrelevanten Berufen

11.56 Uhr: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat wegen der Coronavirus-Pandemie zweiwöchige Ausgangsbeschränkungen angeordnet. Die landesweiten Bewegungseinschränkungen treten am Samstag in Kraft und gelten bis zum 11. April, wie Orban im ungarischen Rundfunk sagte. Verstöße sollen mit Bußgeldern in Höhe von bis zu 500.000 Forint (1400 Euro) geahndet werden.

11.52 Uhr: Die Volkswagen-Tochter Skoda verlängert die vorübergehende Schließung ihrer Werke in Tschechien bis zum 14. April. Das geht aus einem Schreiben des Autobauers an die Mitarbeiter hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Man reagiere damit einerseits auf die behördlichen Einschränkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie, hieß es. Andererseits sei die Nachfrage aufgrund der angeordneten Schließung der Autohäuser in Tschechien und anderen EU-Mitgliedstaaten „sehr niedrig“. Die Beschäftigten erhielten in der Zeit vom 30. März bis zum 14. April 75 Prozent ihres Durchschnittsverdiensts.

11.23 Uhr: Der Bundesrat hat das umfassende Hilfspaket gegen die Corona-Krise beschlossen. Es enthält Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger. Hierfür will die Regierung Milliarden ausgeben.

Experten warnen vor Anstieg von psychischen Krankheiten in Corona-Krise

11.01 Uhr: Ohne Gegenmaßnahmen hätte die Coronavirus-Pandemie dem Imperial College in London zufolge in diesem Jahr bis zu 40 Millionen Menschen weltweit das Leben kosten können. Das geht aus einer Studie hervor, die am Donnerstagabend veröffentlicht wurde. Die Forscher spielten dabei in einem mathematischen Modell mehrere Szenarien durch. Im schlimmsten Fall hätten sich demnach sieben Milliarden Menschen, also beinahe die gesamte Menschheit, innerhalb dieses Jahres mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert.

10.57 Uhr: Eine Großteil der philippinischen Regierung geht wegen der Coronavirus-Infektion eines ranghohen Militärs zwei Wochen in Quarantäne. Hintergrund ist, dass der Stabschef der Streitkräfte, Felimon Santos, positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet wurde, wie Regierungsmitglieder mitteilten.

10.48 Uhr: Experten haben vor einem Anstieg bei psychischen Krankheiten und Suiziden in der Corona-Krise gewarnt. „Die Versorgungsqualität geht gerade in den Keller“, sagte der Vorsitzende der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Ulrich Hegerl, der „Rheinischen Post“ vom Freitag. Demnach bezog er sich auf das eingeschränkte Angebot in psychiatrischen Kliniken sowie auf Praxen, die planbare Behandlungen verschieben und Termine reduzieren.

„Das könnte Leben kosten“, warnte Hegerl weiter. Depressionen seien jährlich die Ursache für die meisten Suizide. „Durch die krankheitsbedingte Interesse- und Antriebslosigkeit fällt es sehr schwer, den Tag zu strukturieren.“ Eine mögliche Folge sei, dass die Betroffenen auch tagsüber grübelnd im Bett lägen. Lesen Sie hier, wie Sie trotz Corona-Isolation psychisch stabil bleiben.

Coronavirus: Mehr als 45.000 Infektionen in Deutschland

10.20 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 5780 Coronavirus-Infektionen mehr als am Vortag. Insgesamt gibt es laut dem RKI 42.288 bestätigte Fälle in Deutschland. 253 Menschen sind demnach nach einer Infektion gestorben.

Unseren Recherchen zufolge gibt es aktuell 45.023 gemeldete Infektions- und 274 Todesfälle infolge einer Coronavirus-Infizierung in Deutschland. Wir beziehen die Fallzahlen der deutschen Bundesländer direkt von den offiziellen Pressemitteilungen und Meldungen der Landesgesundheitsämter, die sie entweder auf Ihren Webseiten veröffentlichen oder per Mail an ihre Presseverteiler schicken.

Das RKI zählt mittlerweile lediglich die elektronisch übermittelten Fälle, was zu starken Abweichungen zwischen den von den Ländern und dem RKI veröffentlichten Fallzahlen führt. Die weltweiten Daten beziehen wir von der Johns Hopkins Universität, die (mit etwas Zeitverzug) unsere Daten für Deutschland übernimmt.

9.56 Uhr: Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sieht die besondere Isolation von Risikogruppen und flächendeckende Tests auf das Coronavirus als Aspekte einer möglichen Strategie raus aus dem derzeitigen Ausnahmezustand.

Vieles deute darauf hin, dass auch das „Sammeln, Nachverfolgen und Auswerten der Daten zu Risikogruppen, Infizierungen, Erkrankungen und Heilungen“ dabei helfen könne, „gangbare Wege zu finden, um schrittweise die Einschränkungen wieder aufzuheben“, sagte sie der „Welt“.

9.53 Uhr: Die Abiturprüfungen in Nordrhein-Westfalen werden verschoben. Die Hauptprüfungen sollen erst am 12. Mai beginnen, teilte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) in Düsseldorf mit.

Experten: Norditalien in Coronavirus-Pandemie noch nicht über den Berg

9.46 Uhr: Trotz leicht sinkender Neu-Infektionen mit dem Coronavirus ist Norditalien nach Einschätzung eines Experten noch nicht über den Berg. Der Höhepunkt stehe noch bevor, sagte der Medizinische Direktor der Gesundheitsbehörde der Provinz Bergamo, Carlo Alberto Tersalvi, im Deutschlandfunk. Es sei zu früh, von einer Trendwende zu sprechen. Es sei ein erstes „gutes Signal“, dass sich das Tempo der bestätigten Neuinfektionen verlangsamt habe.

9.35 Uhr: An Bord des Kreuzfahrtschiffes MS „Artania“ sind mehrere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Australien will das Kreuzfahrtschiff deshalb nicht anlanden lassen. Mehr dazu hier: Coronavirus: Die Irrfahrt des Kreuzfahrtschiffes „Artania“

9.27 Uhr: Führt das Kontaktverbot wegen des Coronavirus auch zu weniger Autoverkehr und damit auch zu weniger Unfällen auf den Straßen? Erste Beobachtungen der Versicherer und der Polizei bestätigen das: „Wir haben ganz offensichtlich deutlich weniger Autoverkehr“, sagt etwa der Leiter der Unfallforschung der Versicherer, Siegfried Brockmann, der Deutschen Presse-Agentur. „Ich bin überzeugt davon, dass wir in diesem Frühjahr einen deutlichen Rückgang der Unfälle insgesamt, aber auch der Unfälle mit Personenschaden, sehen werden.“

Der Versicherer HUK-Coburg registriert bereits jetzt weniger Unfallmeldungen, wie eine Sprecherin sagt. Dass vielerorts weniger Verkehr auf Deutschlands Straßen herrscht, zeigen zudem Daten des Navi-Anbieters TomTom. Demnach schrumpfte das Verkehrsaufkommen im Verlauf der vergangenen Woche in Köln, München, Hamburg und Frankfurt drastisch im Vergleich zum Vorjahr.

9.22 Uhr: Südafrika hat die ersten beiden Todesfälle durch das Coronavirus gemeldet. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg auf über 1000, erklärte Gesundheitsminister Zweli Mkhize. Die beiden Todesfälle wurden den Angaben zufolge aus der Provinz Westkap gemeldet. Seit Mitternacht (Ortszeit) gilt für die 57 Millionen Südafrikaner eine dreiwöchige landesweite Ausgangssperre. Allerdings missachteten am Freitagmorgen viele Menschen die Anordnung und gingen wie gewohnt ihren Geschäften nach.

USA: Weltweit die meisten bekannten Coronavirus-Infektionen

9.20 Uhr: Die USA haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land der Welt. In den Vereinigten Staaten gab es bis Freitagfrüh mehr als 85.900 bekannte Infektionen, in China mehr als 81.700 und in Italien mehr als 80.500, wie aus einer Übersicht der Johns-Hopkins-Universität in den USA hervorgeht.

US-Präsident Donald Trump telefonierte nach eigenen Angaben mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und hob die gute Zusammenarbeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie hervor. „China ist schon weit vorangekommen und hat ein großes Verständnis des Virus entwickelt. Wir arbeiten eng zusammen. Großer Respekt!“, schrieb Trump auf Twitter.

8.53 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sollen in Russland ab Samstag alle Cafés und Restaurants für gut eine Woche schließen. Die russischen Regionen seien angewiesen worden, den Gastronomiebetrieb bis zum 5. April einzustellen, ausgenommen seien Lieferdienste, hieß es in einem Dekret von Ministerpräsident Michail Mischustin. Die Regionalbehörden wurden zudem angewiesen, den Bürgern zu empfehlen, Reisen einzuschränken.

8.47 Uhr: Die staatliche Förderbank KfW stellt sich auf einen Ansturm auf die Corona-Kredite ein. Er rechne mit bis zu 100.000 Anträgen, sagte Vorstandschef Günther Bräunig dem „Handelsblatt“. Welches Kreditvolumen die Unternehmen dabei insgesamt abrufen, wagt er nicht zu prognostizieren: „Es gibt einfach keinen Präzedenzfall.“ Die Corona-Krise könnte laut Bräunig für die deutsche Wirtschaft schlimmere Folgen haben als die Finanzkrise 2008. „Die Corona-Pandemie stellt alles in den Schatten, was wir bislang erlebt haben“, sagte der KfW-Chef dem Blatt.

8.05 Uhr: Fast 400 Menschen sind in New York an Covid-19 gestorben. Die Leichenhallen sind bald überfüllt. Die Stadt ist wegen des Coronavirus Ausnahmezustand. Lesen Sie hier: Coronavirus in New York: „Die Lage ist apokalyptisch“

8.01 Uhr: Das Leben steht wegen des Coronavirus still, es gibt Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperren. Noch ist unklar, wie lange das so weitergehen soll. Bis Ostern sind es noch zwei Wochen. Spätestens in den Tagen danach müssen Bund und Länder entscheiden, wie es weitergehen soll mit der Bekämpfung des Coronavirus: Wann werden die Corona-Regeln gelockert?

Coronavirus: Bund und Länder sollen Ausweitung der Tests fordern

7.55 Uhr: Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft geht davon aus, dass Deutschland in der Corona-Krise vorerst keine Situation wie in Italien droht. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir es zumindest für die nächsten zwei Wochen schaffen werden, italienische Verhältnisse zu vermeiden“, sagte Gerald Gaß dem ZDF-„Morgenmagazin“.

7.54 Uhr: VW-Konzernchef Herbert Diess hat vor möglicherweise noch länger anhaltenden Folgen der Coronavirus-Pandemie für den Autobauer gewarnt. „Wir gehen aus einer starken Position in diese Krise“, sagte er am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“. „Aber unsere Verkäufe weltweit stehen. Wir machen keinen Absatz, wir machen keinen Umsatz außerhalb Chinas.“ Derzeit werde der Hersteller in sämtlichen anderen Märkten „praktisch keine“ Autos mehr los, weil die Nachfrage am Boden liege. Mehr dazu hier: Heil bei Lanz: Wir hoffen auf eine Verbesserung nach Ostern

7.47 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus setzen Bund und Länder laut Medienberichten inzwischen auf eine massive Ausweitung der Tests als vorrangige Maßnahme. Die „Bild“-Zeitung zitiert in ihrer Freitagsausgabe einen entsprechenden Beschluss aus einem internen Protokoll einer Telefonkonferenz zwischen Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) und den Chefs der Staatskanzleien der Länder.

Darin heiße es: „Bund und Länder stimmen darüber ein, die Kapazitäten zur Testung auf das neue Corona-Virus deutlich zu erhöhen.“ Auch in einem vertraulichen Strategiepapier des Bundesinnenministeriums wird nach Informationen von „Süddeutscher Zeitung“ („SZ“), NDR und WDR hervorgehoben, dass die größtmögliche Erhöhung der Testkapazitäten in Deutschland „überfällig“ sei.

Vorbild sei dabei Südkorea, berichtet die „SZ“. Den dortigen Behörden war es mit Massentests und der Isolierung von Erkrankten gelungen, die Ausbreitung des neuartigen Erregers stark zu verlangsamen, ohne das öffentliche Leben zum Stillstand zu bringen. Die bei weitem wichtigste Maßnahme gegen das Virus sei den Experten zufolge „das Testen und Isolieren der infizierten Personen“, berichtete die „SZ“. Getestet werden sollten „sowohl Personen mit Eigenverdacht als auch der gesamte Kreis der Kontaktpersonen von positiv getesteten Personen“.

6.53 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Neuseeland stark gestiegen. Das Land meldete am Freitag 85 neue Fälle, der bisher stärkste Tagesanstieg seit Beginn der Pandemie. Insgesamt gibt es in Neuseeland jetzt 368 Erkrankungen, wie der Generaldirektor für das Gesundheitswesen, Ashley Bloomfield, bei einer Pressekonferenz mitteilte. 37 Patienten seien von Covid-19 genesen, ein Patient sei auf der Intensivstation.

Zahl der „importieren Fälle“ von Coronavirus-Infektionen in China erneut gestiegen

6.30 Uhr: Die kanadische Regierung hat sich entschieden gegen die Stationierung von US-Truppen an der gemeinsamen Grenze zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus ausgesprochen. „Dies ist ein völlig unnötiger Schritt, den wir als schädlich für unserer Beziehungen ansehen würden“, sagte die stellvertretende Premierministerin Chrystia Freeland am Donnerstagabend (Ortszeit) in Ottawa.

5.25 Uhr: In China ist die Zahl „importierter Fälle“ mit dem Coronavirus erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission mitteilte, wurden 55 weitere Erkrankungen bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist sind. Insgesamt zählt China damit bereits knapp 600 solcher Fälle.

Aus Angst vor einer zweiten Infektionswelle hatte die Volksrepublik am Donnerstag angekündigt, Ausländer zunächst nicht mehr einreisen zu lassen. Bereits ausgestellte Visa seien vorübergehend nicht mehr gültig. Wie lange der Einreisestopp gelten soll, wurde nicht mitgeteilt. Der Schritt sei erforderlich, weil sich das Virus im Rest der Welt rasant ausbreite, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums.

5.12 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist wieder leicht zurückgegangen. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, kamen am Donnerstag 91 Fälle hinzu. Damit liegt die Zahl der täglich erfassten Fälle seit einigen Tagen um die Schwelle von 100. Bisher wurden in dem Land 9332 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet. Es wurden 139 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus gebracht.

4.32 Uhr: Der Bundesrat will am Freitag (11 Uhr) das Maßnahmenpaket der Regierung zur Corona-Krise beschließen. Für Unterstützungsleistungen an Gesundheitswesen, Unternehmen und Arbeitnehmer soll der Bund neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro aufnehmen können. Es wird mit breiter Zustimmung zu den am Mittwoch vom Bundestag beschlossenen Vorhaben gerechnet.

4.16 Uhr: Die Rückholaktion der Bundesregierung für die wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandeten Deutschen wird mindestens noch zwei Wochen dauern. So lange werde man noch „sehr intensiv“ mit der Organisation der Sonderflüge beschäftigt sein, sagte der Krisenbeauftragte des Auswärtigen Amts, Frank Hartmann, der Deutschen Presse-Agentur. „Und dann werden Einzelfälle bleiben, die schwer zu lösen sind.“

Großbritannien will Hunde trainieren, das Coronavirus zu erschnüffeln

3.11 Uhr: Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) befürwortet den Einsatz einer sogenannten Tracking-App im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Eine solche Software auf Smartphones sei „sinnvoll, um das Virus zielgerichtet einzudämmen“, sagte Bär dem „Handelsblatt“. In der Bundesregierung gebe es entsprechende Überlegungen. Datenschutzrechtlich spreche nichts gegen eine solche App, da der Nutzer mit deren Herunterladen der Datennutzung zustimme, betonte sie.

2.44 Uhr: In Großbritannien sollen Hunde dafür trainiert werden, mit ihrem extrem ausgeprägten Geruchssinn möglicherweise Infektionen mit dem Coronavirus zu erschnüffeln. Die Wohlfahrtsorganisation Medical Detection Dogs (etwa: Hunde in der medizinischen Diagnose) ging für dieses Projekt eine Partnerschaft mit Wissenschaftlern ein, wie sie mitteilte.

1.10 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vermisst in ihrer häuslichen Quarantäne den persönlichen Kontakt zu anderen Menschen. Sie sei zwar durch Videokonferenzen und Telefonschalten „sehr, sehr gut beschäftigt“, sagte Merkel am Donnerstagabend in einer im Internet übertragenen Pressekonferenz. „Trotzdem fehlt mir so ein bisschen, dass ich bei den Kabinettssitzungen jetzt nicht persönlich dabei sein kann, dass ich die Leute da nicht sehe.

1.03 Uhr: Die EU-Staaten haben eine zentrale Antwort auf die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise vertagt. Dieser Kompromiss eines Krisengipfels der Staats- und Regierungschefs vom Donnerstagabend stieß im Europaparlament auf Enttäuschung und Kritik. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die anderen Teilnehmer des Videogipfels hatten die Finanzminister der Eurogruppe beauftragt, binnen zwei Wochen ein neues Modell für einen gemeinsamen Rettungsschirm auszuarbeiten.

0.15 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel hält es für viel zu früh, über eine Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu sprechen. Sie wolle „sehr klar sagen, dass im Augenblick nicht der Zeitpunkt ist, über die Lockerung dieser Maßnahmen zu sprechen“, sagte sie am Donnerstag in Berlin. Im Moment dauere es immer noch nur vier bis fünf Tage, bis sich die Zahl der Infizierten verdoppele. Diese Zeitspanne müsse sehr viel weiter gestreckt werden, „in Richtung von zehn Tagen“. Das Ziel der Maßnahmen sei es, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet werde.

Donnerstag, 26. März 2020: Merkel wirbt in Corona-Krise für ESM-Rettungsschirm

23.59 Uhr: Alle älteren Nachrichten zum Thema Coronavirus finden Sie in unserem alten Newsblog.

23.33 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der Forderung verschiedener EU-Mitgliedsländer nach Einführung sogenannter gemeinschaftlicher Corona-Bonds eine klare Absage erteilt. „Ich glaube, dass wir mit dem ESM ein Kriseninstrument haben, was uns viele Möglichkeiten eröffnet, die nicht sozusagen die Grundprinzipien unseres gemeinsamen, aber dann auch wieder jeweils verantwortlichen Handelns in Frage stellt“, sagte Merkel nach einem G20-Videogipfel der Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsmächte und einem anschließenden Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs im gleichen Format. Die EU-Staaten wollen nun binnen zwei Wochen ein neues Modell für einen gemeinsamen Rettungsschirm ausarbeiten.


Das Coronavirus war im Dezember 2019 in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan ausgebrochen und hatte sich von dort aus in der ganzen Welt verbreitet. Besonders in Europa hat das Virus viele Menschen infiziert – die meisten Fälle gibt es in Italien und Spanien. In Italien ist besonders der Norden des Landes betroffen, allerdings steigt nun auch die Sorge vor einer ähnlichen Situation im Süden. Auch in Spanien wird die Lage immer ernster – gerade in der Hauptstadt Madrid gibt es viele Infizierte.

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