Adam Nemec fliegt derzeit von Erfolgserlebnis zu Erfolgserlebnis. Erst war der Stürmer des 1. FC Union mit seinem Ausgleichstreffer maßgeblich daran beteiligt, dass der Berliner Fußball-Zweitligist die Partie gegen den FC St. Pauli noch von 0:2 auf 3:2 drehen konnte.
Der Sieg war noch nicht richtig verarbeitet, da bestieg der Slowake schon wieder das Flugzeug in Richtung Senec. Nemec wurde von Nationaltrainer Jan Kozak in den Kader für die beiden Qualifikationsspiele zur Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien gegen Bosnien-Herzegowina berufen. Die erste Partie gegen den Tabellenführer der Gruppe G findet am Freitag in der bosnischen Stadt Zenica statt, das Rückspiel am Dienstag darauf in Zilina.
Der Treffer zum 2:2 gegen die Hamburger „gibt natürlich noch ein wenig mehr Selbstvertrauen, das ist doch klar“, freute sich Nemec. Vor allem auf seine Lufthoheit kann sich der seit gestern 28-jährige Angreifer derzeit voll und ganz verlassen.
Nemec macht’s vor dem Tor mit Köpfchen
Vier Tore hat Air Adam in dieser Spielzeit für die Köpenicker Kicker erzielt, alle mit dem Kopf. „Kopfball kann der Adam“, lobte Unions Kapitän Torsten Mattuschka den Stürmer. Mattuschka und Nemec – eine Kombination, die bei Union momentan immer für Torgefahr sorgt.
Nemecs erneute Berufung in die slowakische Auswahl, verbunden mit der Aussicht auf sein viertes Länderspiel, kann für den Höhenflug, den er derzeit erlebt, nur zuträglich sein. Nie wirkte Nemec souveräner auf dem Platz als in diesen Wochen.
Nach seinem bislang letzten Einsatz für die Slowakei Mitte August gegen Rumänien hatte sich Nemec bedeckt gehalten: „Wir werden sehen, ob der Nationaltrainer tatsächlich mit mir zufrieden gewesen ist.“ Nationalcoach Kozak hat offenbar genau hingeschaut in den vergangenen Wochen – und war zufrieden mit dem Union-Profi.





