Das Problem mit den Strafwürfen haben die Füchse bis zum Jahr 2021 gelöst. Hans Lindberg war es, der die fast schon traditionelle Schwäche der Berliner Handballer von der Sieben-Meter-Linie vergessen machte. 2016 holte Geschäftsführer Bob Hanning den dänischen Nationalspieler nach Berlin, zunächst bis 2019, am Dienstag gab er Klub aber die vorzeitige Vertragsverlängerung bis zum Jahr 2021 bekannt. „Ich bin stolz, weiterhin ein Teil dieser erfolgreichen Mannschaft sein zu dürfen. Mein Wunsch ist, dass ich meine Karriere in Berlin beende“, sagt Lindberg (36), der bei Beendigung seines neuen Vertrages 40 Jahre alt wäre.
Lindberg kam in der Rückrunde der Saison 2015/16 vom insolventen HSV Handball nach Berlin. Der damals schon extrem populäre Athlet wurde kritisch beäugt und brauchte ein paar Monate, um im neuen Team anzukommen. Inzwischen ist der Däne, der eigentlich auf Island geboren wurde und eine doppelte Staatsbürgerschaft hat, aus dem Füchse-Team nicht mehr wegzudenken – das hat nicht nur mit seiner Qualität bei Strafwürfen zu tun. „Hans ist ein beständiger Spieler, der immer noch auf absolutem Topniveau spielt. Er ist die Verlässlichkeit in Person“, sagt Sportkoordinator Volker Zerbe.
Trainer Petkovis muss zwei herausragende Rechtsaußen zufriedenstellen
Der Rechtsaußen wurde 2008 und 2012 Europameister, gewann auf Vereinsebene 2010 den DHB-Pokal, 2011 die deutsche Meisterschaft und 2013 die Champions League. Dass er immer noch auf höchstem Niveau agiert, beweist die aktuelle Nominierung für das All-Star-Team der Bundesliga. „Hans ist innerhalb kürzester Zeit zu einem Gesicht der Füchse geworden. Mit Mattias Zachrisson bildet er die vielleicht stärkste Rechtsaußen-Zange der Bundesliga“, sagt Geschäftsführer Hanning.
Trainer Velimir Petkovic hat nun die Aufgabe, weiterhin zwei herausragende Akteure auf Rechtsaußen zufriedenstellen zu müssen, denn auch Zachrissons Vertrag läuft noch – sogar bis 2022. Zuletzt setzte Petkovic beide Spieler auch mal am Kreis oder im rechten Rückraum rein, da sie auf allen Positionen belebende Elemente sind. „Mattias ist einer der besten Rechtsaußen Europas, aber er hat auch einen der besten auf der Position vor sich“, sagt Petkovic.





