Volleyball

BR Volleys schmettern sich ins Finale gegen Friedrichshafen

Im Halbfinale des Bundesliga-Play-off gewannen die Berliner in 74 Minuten mit 3:0 gegen den TV Bühl. Ab 21. April treffen sie nun in der Finalserie auf den VfB Friedrichshafen.

Ricardo Galandi holte noch einmal tief Luft und schlug dann mit aller Kraft gegen den Ball. Da flog er nun übers Volleyballnetz, unwiderstehlich und unerreichbar für den Gegner. Mit einem Ass besiegelte der Mittelblocker der Berlin Recycling Volleys am Mittwoch den Einzug ins Finale um die Deutsche Meisterschaft.

Die 4062 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen. 3:0 (25:20, 25:23, 25:14) besiegten die Berliner in der Vorschlussrunde den TV Bühl auch im dritten Spiel der „Best of five“-Serie. Die Volleys, zum dritten Mal in Folge im DM-Finale, sind seit mehr als einem Jahr in der Bundesliga zu Hause ungeschlagen.

BR Volleys im Finale gegen Friedrichshafen

„Bis auf einen kleinen Hänger im zweiten Satz haben wir das konsequent durchgespielt“, sagte Galandi und blickte sogleich auf die Endspiele voraus, wo die Berliner ab dem 21. April 2013 auf den VfB Friedrichshafen (3:2 - 25:17, 23:25, 25:27, 25:21, 15:12 - gegen Generali Haching) treffen. „Mir ist egal, gegen wen wir spielen. Wenn wir wieder Deutscher Meister werden wollen, dann müssen wir jeden schlagen.“

Wichtig sei es im Hinblick auf die Titelverteidigung gewesen, das Halbfinale in der Minimalzahl von drei Spielen durchzuziehen, „weil wir somit ein bisschen Kraft sparen.“ Galandi lässt keinen Zweifel an den Zielen der BR Volleys: „Wir sind alle heiß und wollen den Titel.“

BR Volleys hoffen auf Spirovskis Blitzheilung

Allerdings müssen sich die Berliner für die Endspielserie noch ein bisschen steigern. Das sagen Trainer Mark Lebedew und Manager Kaweh Niroomand unisono. „Wir müssen da noch eine Schippe drauflegen, denn die Leistung von heute gegen Bühl wird nicht ausreichen, um Deutscher Meister zu werden.“

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Allerdings konnten die beiden Verantwortlichen in der Saison immer wieder auf die Mannschaft zählen. „Das Team ist immer in der Lage, wenn es der Gegner fordert, sich zu steigern. Gegen Bühl haben wir das Duell mit unserer ganzen Routine nach Hause gefahren.“ Das sah auch Lebedew so. „Wir haben jetzt nicht den Schönheitspreis gewonnen, aber die Hauptsache ist doch, dass wir das Endspiel erreicht haben.“

Recycling Volleys für Champions League qualifiziert

Damit haben die Berliner nicht nur die Chance, ihren Titel zu verteidigen. Sie sind jetzt bereits automatisch für die renommierte Champions League qualifiziert. „Das ist für uns besonders wichtig“, freute sich Niroomand.

Für die Finalserie hoffen die Volleys auf die Blitzheilung von Aleksandar Spirovski. Der Diagonalangreifer hatte sich im Abschlusstraining einen doppelten Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen. Spirovski trägt jetzt einen Spezialschuh. „Wir tun alles Menschenmögliche, um ihn vielleicht in dieser Saison noch einmal einsetzen zu können“, sagt Teammanager Matthias Klee. Niroomand: „Wir hoffen sehr, dass er im Finale dabei ist.“

Mittwochabend gegen Bühl fehlte Spirovski freilich. Dennoch zeigten die Berliner gleich von Beginn an Stärke, auch wenn Spielfluss und Rhythmus nicht optimal waren. Die ersten beiden Sätze verliefen ähnlich. Bühl hielt lange Zeit gut mit, ehe sich am Ende jeweils die Klasse der Volleys durchsetzte. Im dritten Durchgang dann war der Widerstand der Gäste gebrochen und die Berliner hatten leichtes Spiel. „Wir haben unseren Heimvorteil gut genutzt“, sagte Lebedew.

Der aktuelle Spielplan der Berlin Recycling Volleys