Basketball

Alba Berlin und Dauer-Rivale München trennen sich 82:82

| Lesedauer: 2 Minuten
Theo Breiding
 Bayerns Justin Cobbs (r) versucht an Berlins Jordan Taylor vorbeizukommen

Bayerns Justin Cobbs (r) versucht an Berlins Jordan Taylor vorbeizukommen

Foto: Gregor Fischer / dpa

Seltenes Remis: Das Berliner Team und Basketball-Vizemeister Bayern München trennen sich im Achtelfinal-Hinspiel des Eurocups 82:82.

Den Sieg gegen den FC Bayern im Pokalfinale am vergangenen Sonntag kann den Basketballern von Alba Berlin keiner mehr nehmen. Im Eurocup-Achtelfinale allerdings könnten die Münchner zum Stolperstein werden. Im Hinspiel, dem zweiten Duell innerhalb von vier Tagen, trennten sich beide Teams in der Mercedes-Benz Arena 82:82 (47:41). Eine Verlängerung gab es nicht, denn das Rückspiel am kommenden Dienstag bei den Bayern wird die Entscheidung bringen.

„Die Chancen stehen nach wie vor 50:50“, fand Akeem Vargas, wissend, dass man in München auch durchaus mal gewinnen kann.

Ein Duell der Verkaterten

Es war ja eine Art Duell der Verkaterten. Die Bayern mussten den Frust der Niederlage im Pokalfinale gegen die Berliner aus den Köpfen bekommen, Sasa Obradovic und sein Team hingegen die Nachwirkungen der Erfrischungsgetränke, mit denen sie ausgiebig ihren Flüssigkeitshaushalt wieder ins Lot gebracht hatten.

Anfangs schien es, als hätten die Bayern an der Cup-Schmach in eigener Halle noch zu knabbern. Alba, ohne Rob Lowery, dessen Vertrag nur noch bis Ende Februar läuft und der sich beim Pokal-Top-4 den linken Knöchel verletzte, spielte hingegen frisch auf. Vor allem die Langen: Erst traf Elmedin Kikanovic, der am Ende mit 24 Punkten bester Berliner Werfer werden sollte, wie im Traum, dann Kresimir Loncar – Alba führte schnell mit 20:9 (6.).

Taylor erzwingt das Remis

Es waren die eher kleinen Spieler der Gäste, allen voran Anton Gavel und Bryce Taylor, die dann einen Gang zulegten. Nach dem ersten Viertel stand es nur noch 22:19. Erst jetzt war es das erwartet bissige Duell, in dem erneut Kikanovic dafür sorgte, dass Alba eine knappe Führung behauptete. Einen Dreier von Alba-Kapitän Alex King beantwortete Paul Zipser mit der Schlusssirene des ersten Durchgangs – 47:41.

Die Berliner lagen nach einer 0:7-Serie erstmals zurück (47:48/22.), aber Alba zog, angeführt vom Pokalhelden Dragan Milosavljevic, erneut auf 65:56 (29.) davon. Was eine Vorentscheidung hätte sein können, war allerdings nur der Auftakt zu einer Schlussphase, in der es plötzlich nach einer Niederlage aussah, weil die Gäste aus München dominierten und Alba mit 73:80 zurücklag. Doch dann erzwang ein überragender Jordan Taylor (18 Punkte) doch das Remis.