Anleger können Kryptowährungen wie Bitcoin inzwischen bei vielen Brokern handeln. Daneben gibt es spezialisierte Krypto-Anbieter, die sich vollständig auf digitale Währungen konzentrieren. Die Unterschiede sind teils erheblich: Handelsgebühren und Spreads können eine mögliche Rendite spürbar mindern. Auch bei Coin-Auswahl, Wallet-Transfers und Zusatzfunktionen wie Sparplänen oder Lending unterscheiden sich die Anbieter deutlich.

Wichtig: Bitcoin und andere Kryptowährungen bieten Chancen auf hohe Wertzuwächse, schwanken aber deutlich stärker als Aktien oder ETFs. Für den langfristigen Vermögensaufbau eignen sie sich deshalb eher als spekulative Beimischung denn als Basisanlage. In unserem Vergleich stellen wir beliebte Anbieter wie Trade Republic*, Bitpanda*, Bitvavo und Bison* gegenüber. Dabei schauen wir auf Kosten, Auswahl, Funktionen und Regulierung – und darauf, welcher Anbieter zu welchem Anlegertyp passt.

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Bitcoin kaufen: Eine schnelle Orientierung – welcher Krypto-Broker könnte zu Ihnen passen?

Das Wichtigste vorab: Alle Anbieter in unserem Vergleich ermöglichen den Kauf echter Kryptowährungen, regelmäßige Sparpläne und Übertragungen auf eine eigene digitale Geldbörse. Unterschiede gibt es vor allem bei Kosten, Auswahl, Zusatzfunktionen und Ausrichtung.

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Trade Republic eignet sich besonders für Einsteiger, die Kryptowährungen mit herkömmlichen Anlageklassen wie Aktien und ETFs sowie alltäglichen Bankfunktionen verbinden möchten. Die Plattform bietet rund 51 Kryptowährungen und Sparpläne ab einem Euro.

Krypto über Trade Republic kaufen

Trade Republic

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Bison richtet sich besonders an sicherheitsbewusste Anleger. Die Plattform gehört zur Börse-Stuttgart-Gruppe. Handel und Verwahrung sind in eine deutsche Infrastruktur eingebunden. 71 Kryptowährungen stehen zur Verfügung.

Krypto über Bison kaufen

Bison

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Bitpanda bietet mit mehr als 650 Kryptowährungen die größte Auswahl im Vergleich. Hinzu kommen Aktien, ETFs, Edelmetalle und weitere Anlageprodukte. Die Plattform eignet sich damit besonders für Anleger, die viele verschiedene Kryptowährungen handeln möchten.

Krypto bei Bitpanda kaufen

Bitpanda

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Bitvavo richtet sich vor allem an aktive und erfahrene Krypto-Anleger. Mehr als 450 Kryptowährungen stehen zur Auswahl. Die Handelskosten sind vergleichsweise niedrig. Gleichzeitig bietet die Plattform umfangreiche Funktionen für häufigere Käufe und Verkäufe.

Krypto bei Bitvavo kaufen

Bitvavo

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Worauf Anleger bei einem Krypto-Broker achten sollten

Der günstigste Anbieter ist nicht automatisch die beste Wahl. Bei Kryptowährungen sollten Anleger vier Punkte besonders prüfen.

1. Handelskosten und Spread

  • Trade Republic verlangt für einzelne Kryptotransaktionen einen Euro Fremdkostenpauschale. Zusätzlich fällt ein marktüblicher Spread an.
  • Bison erhebt keine separate Handelsprovision. Dafür liegt der durchschnittliche Spread bei Bitcoin und Ethereum bei 1,25 Prozent. Für andere Kryptowährungen nennt Bison durchschnittlich 1,75 Prozent.
  • Bitpanda verlangt im normalen Broker-Modell 0,99 Prozent bei Bitcoin und Stablecoins. Für die meisten Altcoins fallen 1,49 Prozent an. Bei sogenannten Spotlight-Coins sind es 2,49 Prozent. Je nach Liquidität kann zusätzlich ein Spread entstehen.
  • Bitvavo arbeitet dagegen mit klassischen Maker- und Taker-Gebühren. Bis zu einem Handelsvolumen von 100.000 Euro innerhalb von 30 Tagen fallen auf Euro-Märkten 0,15 Prozent als Maker und 0,25 Prozent als Taker an. Mit wachsendem Handelsvolumen sinken die Gebühren. Eine Besonderheit: Bei Limit-Orders entfällt laut Bitvavo der zusätzliche Spread der Preisgarantie. Marktbedingte Unterschiede zwischen Kauf- und Verkaufspreisen können dennoch bestehen.
Trade Republic 
Trade Republic verbindet Kryptowährungen mit Aktien, ETFs und Banking – und richtet sich damit vor allem an Einsteiger und Allrounder.© Getty Images/iStockphoto | Wirestock

2. Externe Wallets

Die Wallet-Funktion ist besonders wichtig für Anleger, die ihre Coins selbst verwahren möchten (Self-Custody). Alle vier Anbieter erlauben den Transfer unterstützter Kryptowährungen auf externe Wallets. Wer Kryptowährungen auf ein eigenes Wallet übertragen möchte, sollte jedoch die Auszahlungskosten vergleichen:

Bison verlangt für Krypto-Ein- und -Auszahlungen keine Gebühren. Auch Trade Republic berechnet für die Nutzung der jeweiligen Blockchain keine zusätzlichen Kosten. Anders sieht es bei Bitpanda und Bitvavo aus. Bei Bitpanda fallen dynamisch berechnete Netzwerkgebühren an. Bitvavo erhebt ebenfalls netzwerkabhängige Auszahlungsgebühren.

Tipp: Wer seine Coins auf der eigenen Wallet sichern möchte, sollte kleinere Käufe zunächst auf der Börse sammeln und erst ab einer gewissen Summe gebündelt übertragen.

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3. Coin-Auswahl und Zusatzfunktionen

Die Zahl der Kryptowährungen unterscheidet sich erheblich.

  • Trade Republic: 51 Kryptowährungen
  • Bison: 71 Kryptowährungen
  • Bitvavo: mehr als 450 Kryptowährungen
  • Bitpanda: mehr als 650 Kryptowährungen

Eine besonders große Auswahl ist nicht für jeden Anleger nötig. Wer ausschließlich Bitcoin, Ethereum, Solana, Cardano und andere große Kryptowährungen kaufen möchte, kommt auch mit einem kleineren Angebot aus. Wer gezielt kleinere Kryptowährungen oder auch Meme-Coins kaufen möchte, profitiert von einer größeren Auswahl.

Zusatzfunktionen unterscheiden sich ebenfalls. Bitpanda und Bitvavo bieten Margin-Trading, bei dem Anleger mit geliehenem Kapital größere Positionen eingehen. Bitvavo bietet zusätzlich Lending, also das Verleihen von Kryptowährungen gegen Zinsen..

4. Regulierung und Verwahrung

Bei Krypto-Anbietern sollten Anleger vor allem auf eine MiCAR-Zulassung (Markets in Crypto-Assets Regulation) achten. Die EU-Verordnung schafft einheitliche Regeln für Kryptodienstleister. Sie betrifft unter anderem Handel, Verwahrung und Transfers von Kryptowährungen. Zuständig sind jeweils die nationalen Finanzaufsichten, in Deutschland etwa die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). Wichtig ist außerdem, wer die Coins tatsächlich verwahrt und ob dafür ein regulierter Kryptoverwahrer eingesetzt wird. Bei allen vier Angeboten kommen MiCAR-zugelassene Kryptodienstleister zum Einsatz.

Eine Regulierung schützt jedoch nicht vor Kursverlusten. Auch bei einem beaufsichtigten Anbieter können Kryptowährungen stark an Wert verlieren.

Die vier Krypto-Broker im Vergleich

Trade RepublicBitpandaBitvavoBison
Krypto-Auswahl61Mehr als 650Mehr als 45071
Krypto-Handelskosten1 Euro Fremdkostenpauschale je Einzeltransaktion plus Spread0,99 Prozent für Bitcoin und Stablecoins, 1,49 Prozent für die meisten Altcoins, 2,49 Prozent für Spotlight-Coins; jeweils plus Spread0,15 Prozent Maker- beziehungsweise 0,25 Prozent Taker-Gebühr bei bis zu 100.000 Euro 30-Tage-HandelsvolumenKeine Handelsprovision; durchschnittlicher Spread von 1,25 Prozent bei Bitcoin und Ethereum sowie 1,75 Prozent bei anderen Kryptowährungen
Krypto-SparplanAb 1 Euro; Ausführung kostenlosAb 10 Euro; reguläre KryptokostenAb 5 Euro; reguläre HandelsgebührenAb 0,01 Euro; keine zusätzliche Ausführungsgebühr
Sparplan-IntervalleWöchentlich, zweimal monatlich, monatlich oder vierteljährlichUnter anderem täglich, wöchentlich oder monatlichTäglich, wöchentlich, zweiwöchentlich oder monatlichWöchentlich, monatlich oder quartalsweise
Externer Wallet-TransferJaJaJaJa
StakingJa, ausgewählte CoinsJa, mehr als 50 CoinsJa, flexibel und festJa, Ethereum und Solana
Margin-TradingNeinJa, je nach Asset mit HebelJa, für ausgewählte KryptowährungenNein
Weitere AnlagenAktien, ETFs, Anleihen, Private MarketsAktien, ETFs, Edelmetalle, Krypto-IndizesKeine klassischen Aktien oder ETFsAktien, ETFs, ETCs und ETNs
BesonderheitenBanking, Debitkarte, SavebackGroße Auswahl, Pro-Plattform Fusion, Krypto-Indizes, Bitpanda CardNiedrige Gebühren, Pro Mode, API, LendingDeutsche Infrastruktur, Haltefrist-Tracker, Steuer-Inforeport
Geeignet fürEinsteiger und AllrounderSpezialisierte und erfahrene Anleger Aktive und erfahrene Krypto-AnlegerSicherheitsbewusste Anleger

Stand: 16. August 2026

Bester Krypto-Broker für Einsteiger und Allrounder

Wer Aktien, ETFs und Krypto in einer Plattform bündeln möchte, findet in Trade Republic eine umfassende Lösung. Das Angebot umfasst rund 50 Kryptowährungen. Für Anleger mit Fokus auf Bitcoin, Ethereum oder andere größere Coins dürfte das ausreichen. Krypto-Sparpläne starten ab 1 Euro. Die Ausführung selbst ist kostenlos. Einzelkäufe kosten 1 Euro Fremdkostenpauschale plus Spread. Unterstützte Coins können Anleger auf externe Wallets übertragen und damit selbst verwahren, an andere Nutzer senden oder für Anwendungen im jeweiligen Blockchain-Netzwerk einsetzen.

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Auch Staking ist für ausgewählte Kryptowährungen möglich. Dabei stellt der Anleger seine Coins dem jeweiligen Blockchain-Netzwerk zur Verfügung, um dessen Betrieb und die Bestätigung von Transaktionen zu unterstützen. Dafür erhält er zusätzliche Coins als Belohnung. Ein weiterer Vorteil liegt in der Entwicklung von Trade Republic zur Vollbank. Anleger können Girokonto, Debitkarte, Wertpapiere und Kryptowährungen über dieselbe Plattform nutzen.

Für aktive Krypto-Trader, die auch spezielle Altcoins oder Meme-Coins handeln möchten, ist Trade Republic weniger geeignet. Die Coin-Auswahl ist deutlich kleiner als bei Bitvavo oder Bitpanda. Professionelle Orderfunktionen stehen weniger im Mittelpunkt.

Bester Krypto-Broker für maximale Coin-Auswahl

Bitpanda aus Österreich bietet in diesem Vergleich mit mehr als 650 Coins die größte Krypto-Auswahl. Neben Bitcoin und den großen Altcoins sind auch zahlreiche Meme- und Spaß-Coins handelbar, darunter Peanut the Squirrel (PNUT), Goatseus Maximus (GOAT), Brett (BRETT) oder Shiba Inu (SHIB). Für über 50 Coins ist Staking möglich. Darüber hinaus bietet Bitpanda Aktien, ETFs, Edelmetalle und Krypto-Indizes.

Im normalen Broker-Modell kostet der Handel mit Bitcoin und Stablecoins 0,99 Prozent. Bei den meisten Altcoins sind es 1,49 Prozent, bei Spotlight-Coins, wie Bitpanda neue und kleinere Kryptowährungen nennt, 2,49 Prozent. Zusätzlich kann ein Spread entstehen. Erfahrenere Krypto-Anleger profitieren von Bitpanda Fusion. Die Handelsplattform bündelt Angebote von rund einem Dutzend Kryptomärkten und sucht dort nach verfügbaren Kauf- und Verkaufspreisen. Das kann vor allem bei größeren Orders helfen, günstigere Kurse zu finden. Mehr als 2000 Kombinationen aus Kryptowährungen und Währungen stehen zur Verfügung.

Statt fester Aufschläge gelten bei Fusion volumenabhängige Handelsgebühren. Das Angebot richtet sich deshalb eher an Anleger, die häufiger oder mit größeren Beträgen handeln.

Anklage wegen Geldwäsche
Handelsgebühren und Spreads entscheiden mit darüber, wie viel vom investierten Betrag tatsächlich in Bitcoin und andere Coins fließt.© Fernando Gutierrez-Juarez/dpa | Fernando Gutierrez-Juarez

Bester Krypto-Broker für aktiven und professionellen Krypto-Handel

Bitvavo ist auf den Handel mit Kryptowährungen spezialisiert. Mit rund 450 Coins richtet sich die Plattform vor allem an Anleger, die Kryptowährungen regelmäßig kaufen und verkaufen. Im Pro Mode stehen dafür ein Orderbuch, Echtzeitkurse, detaillierte Charts und verschiedene Ordertypen zur Verfügung.

Die Handelskosten richten sich nach dem Volumen der vergangenen 30 Tage. Bis 100.000 Euro Handelsvolumen verlangt Bitvavo auf Euro-Märkten 0,15 Prozent für Maker- und 0,25 Prozent für Taker-Orders. Vereinfacht gesagt zahlen Anleger weniger, wenn sie eine Kauf- oder Verkaufsorder zu einem selbst festgelegten Preis ins Orderbuch stellen und auf die Ausführung warten. Wer dagegen ein vorhandenes Angebot sofort annimmt, zahlt etwas mehr. Mit steigendem Handelsvolumen sinken die Gebühren weiter.

Zusätzlich bietet Bitvavo Margin-Trading, bei dem Anleger mit geliehenem Kapital größere Positionen eingehen können, sowie Staking und Lending für zusätzliche Ertragsmöglichkeiten.

Gut zu wissen: Bitvavo ist der einzige Anbieter im Vergleich, der Lending anbietet. Dabei stellt der Anleger bestimmte Kryptowährungen zur Verfügung, die Bitvavo über seine Verwahrgesellschaft unter anderem an professionelle Marktteilnehmer verleiht. Dafür erhält der Anleger regelmäßig Erträge. Anders als beim Staking entstehen diese Erträge also durch das Verleihen der Coins. Achtung: Lending fällt bei Bitvavo nicht unter MiCAR. Kann ein Kreditnehmer die verliehenen Coins nicht zurückzahlen, besteht ein zusätzliches Verlustrisiko.

Wer Kryptowährungen nur gelegentlich kauft oder einen einfachen Bitcoin-Sparplan sucht, dürfte mit einer stärker vereinfachten Plattform wie Trade Republic leichter zurechtkommen.

Bester Krypto-Broker für sicherheitsbewusste Anleger

Bison richtet sich vor allem an Anleger, die Wert auf eine deutsche Handels- und Verwahrinfrastruktur legen. Die Verwahrung übernimmt die Boerse Stuttgart Digital Custody GmbH, die über eine MiCAR-Lizenz der Bafin verfügt. Der Kryptohandel läuft über die ebenfalls in Deutschland ansässige EUWAX AG.

Die Plattform bietet derzeit 71 Kryptowährungen. Eine separate Handelsprovision verlangt Bison nicht. Dafür verdient der Anbieter über den Spread. Dieser liegt im Durchschnitt bei 1,25 Prozent für Bitcoin und Ethereum sowie bei 1,75 Prozent für andere Kryptowährungen. Unterstützte Kryptowährungen können Anleger kostenlos auf externe Wallets übertragen oder von dort einzahlen.

Bison ergänzt das Angebot zudem um einen Haltefrist-Tracker und einen Steuer-Inforeport, die Anleger bei der Dokumentation ihrer Kryptogeschäfte unterstützen können. Staking ist derzeit für Ethereum und Solana möglich. Die Auszahlung der Erträge erfolgt wöchentlich, Bison behält 27 Prozent der erzielten Staking-Rewards ein.

Für sicherheitsbewusste Anleger, die nur gelegentlich Kryptowährungen kaufen, kann Bison deshalb interessant sein. Aktive Trader finden bei Bitvavo niedrigere Handelsgebühren und umfangreichere Handelsfunktionen, während Bitpanda eine deutlich größere Coin-Auswahl bietet.

Welcher Anbieter eignet sich für Krypto-Sparpläne?

Alle vier Anbieter ermöglichen regelmäßige Kryptokäufe.

Trade Republic startet bei 1 Euro. Die Sparplanausführung ist kostenlos. Anleger können wöchentlich, zweimal monatlich, monatlich oder vierteljährlich investieren.

Bitpanda startet bei 10 Euro. Die regulären Krypto-Handelskosten bleiben bestehen. Sparpläne lassen sich unter anderem täglich, wöchentlich oder monatlich ausführen.

Bitvavo bietet Sparpläne ab 5 Euro. Möglich sind tägliche, wöchentliche, zweiwöchentliche oder monatliche Käufe. Die normalen Handelsgebühren fallen an.

Bison ermöglicht den niedrigsten Einstieg. Sparpläne starten bereits ab 0,01 Euro. Sie können wöchentlich, monatlich oder quartalsweise ausgeführt werden. Eine zusätzliche Ausführungsgebühr gibt es nicht. Der jeweilige Spread bleibt jedoch bestehen.

Welcher Broker eignet sich für Staking?

Klären wir zunächst, was Staking eigentlich bedeutet: In der Krypto-Welt prüfen Teilnehmer neue Transaktionen und tragen sie in die Blockchain ein. Bei Bitcoin konkurrieren dafür weltweit spezialisierte Computer darum, ein sehr schwieriges Rechenrätsel zu lösen. Wer es zuerst schafft, darf den nächsten Block mit neuen Transaktionen an die Blockchain anhängen und erhält dafür eine Belohnung. Je mehr Rechenleistung ein Teilnehmer einsetzt, desto größer ist seine Chance.

Bei Staking-Netzwerken entfällt dieser energieintensive Rechenwettbewerb. Stattdessen hinterlegen Teilnehmer eigene Coins als eine Art Kaution. Das Netzwerk wählt daraus Teilnehmer aus, die neue Transaktionen bestätigen und in die digitale Buchführung aufnehmen dürfen. Für die regelkonforme Ausführung erhalten sie zusätzliche Coins als Belohnung.

Alle vier Anbieter im Vergleich ermöglichen Staking.

Trade Republic unterstützt ausgewählte Coins, darunter Ethereum, Solana und Polkadot. Der Anbieter schreibt die Belohnungen wöchentlich gut oder reinvestiert sie. Eine zusätzliche Staking-Gebühr verlangt Trade Republic nicht.

Bitpanda bietet Staking für mehr als 50 Kryptowährungen. Regulär behält der Anbieter 20 Prozent der jeweiligen Rewards ein. Je nach Programm können andere Konditionen gelten.

Bitvavo ermöglicht flexibles und festes Staking für zahlreiche Coins. Zusätzlich bietet die Plattform Lending an.

Bison beschränkt Staking derzeit auf Ethereum und Solana. Der Anbieter zahlt die Rewards wöchentlich aus und behält 27 Prozent davon ein.

Wichtig: Staking ersetzt keine sicheren Zinsen. Fällt der Kurs der Kryptowährung stärker als die erzielten Erträge, entsteht trotz Staking ein Verlust. Anleger tragen deshalb weiterhin das volle Kursrisiko.

Ein Mann tippt auf einem Smartphone
Wallets: Wer Kryptowährungen auf eine eigene Wallet überträgt, übernimmt selbst die Kontrolle über die Verwahrung seiner Coins.© Sina Schuldt/dpa/dpa-tmn | Sina Schuldt

Welche Plattform bietet die größte Krypto-Auswahl?

Im Krypto-Angebot unterscheiden sich die vier Anbieter in unserem Vergleich deutlich (Stand: August 2026):

  • Bitpanda liegt mit mehr als 650 Kryptowährungen vorne.
  • Bitvavo folgt mit rund 450 Coins.
  • Bison bietet 71 Kryptowährungen.
  • Trade Republic kommt auf 51.

Eine hohe Zahl allein sagt jedoch wenig über die Qualität des Angebots. Wer ausschließlich Bitcoin oder Ethereum kaufen möchte, braucht keine 650 Kryptowährungen. Wer dagegen gezielt in kleinere Projekte oder Bereiche wie dezentrale Finanzanwendungen, Gaming oder Meme-Coins investieren möchte, profitiert von einer größeren Auswahl.

Unterschiede im Angebot zeigen sich bereits bei einigen der größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung:

Trade RepublicBitpandaBitvavoBison
Bitcoinjajajaja
Ethereumjajajaja
Tether*neinneinneinnein
BNBneinjajaja
USDCneinjajanein
XRPjajajaja
Solanajajajaja
TRONjajajaja
Hyperliquidneinjajanein
Dogecoinjajajaja

Stand: 16. August 2026

* Warum fehlt Tether bei allen vier Anbietern? Ein wesentlicher Grund für die geringe Verfügbarkeit von Tether (USDT) bei europäischen Krypto-Anbietern ist die MiCA-Regulierung. Der an den US-Dollar gekoppelte Stablecoin erfüllt nicht die Voraussetzungen, unter denen entsprechende Stablecoins in der EU regulär angeboten werden können.

Bitte beachten:

Aktien, Immobilien und andere Investments sind grundsätzlich mit einem Risiko verbunden. Auch ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden. Ebenso können Kredite eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen. Verbraucher sollten ihre finanzielle Situation sorgfältig prüfen und alle Kosten gründlich durchrechnen. Die veröffentlichten Artikel, Daten und Prognosen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Rechten und ersetzen keine fachliche Beratung.

Was passiert mit meinen Kryptowährungen, wenn der Broker pleitegeht?

Nach der europäischen MiCA-Regulierung müssen Kryptoverwahrer die Bestände ihrer Kunden rechtlich und organisatorisch vom eigenen Vermögen trennen. Gläubiger des Anbieters sollen deshalb im Insolvenzfall nicht auf die verwahrten Kunden-Coins zugreifen können.

Das ist allerdings keine Einlagensicherung wie beim Giro- oder Tagesgeldkonto. Für Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen gilt nicht die gesetzliche Einlagensicherung von bis zu 100.000 Euro. Die Absicherung beruht vielmehr darauf, dass die Coins dem Kunden zugeordnet und vom Vermögen des Anbieters getrennt verwahrt werden.

Bei allen vier Krypto-Anbietern im Vergleich gelten die MiCAR-Vorgaben zur Trennung und Zuordnung der Kundenbestände. Eine wichtige Ausnahme gibt es jedoch beim Lending über Bitvavo: Wer seine Coins dafür freigibt, verleiht sie über Bitvavo Custody weiter. Kann ein Kreditnehmer die Coins nicht zurückgeben und wird anschließend auch Bitvavo Custody insolvent, können Anleger laut Bitvavo einen Teil oder sogar alle verliehenen Coins verlieren. Lending fällt zudem nicht unter MiCAR.

Gut zu wissen: Wer seine Coins bereits auf eine eigene Wallet übertragen hat und selbst über die Zugangsschlüssel verfügt, ist von einer späteren Insolvenz des Brokers grundsätzlich nicht mehr bei der Verwahrung dieser Coins abhängig.

Broker oder Kryptobörse – worin liegt der Unterschied?

Ein Krypto-Broker verkauft Kryptowährungen direkt an seine Kunden oder vermittelt den Kauf über angebundene Handelspartner. Anleger müssen sich nicht mit einem Orderbuch beschäftigen. Sie wählen den Coin, geben den gewünschten Betrag ein und sehen einen Kaufpreis. Das ist einfach, allerdings steckt ein Teil der Kosten häufig im Spread oder in festen Aufschlägen.

In unserem Vergleich verfolgen Trade Republic und Bison einen klassischen Broker-Ansatz. Auch bei Bitpanda handeln Anleger überwiegend im Broker-Modell. Mit Bitpanda Fusion bietet der Anbieter zusätzlich eine börsenähnliche Handelsumgebung für erfahrene Nutzer.

Eine Kryptobörse bringt Käufer und Verkäufer dagegen direkt zusammen. Orders landen in einem Orderbuch. Anleger können dort selbst festlegen, zu welchem Preis sie kaufen oder verkaufen möchten. Dadurch ist der Handel oft flexibler und transparenter, verlangt aber mehr Verständnis für Ordertypen und Marktmechanismen. In unserem Vergleich ist Bitvavo am klarsten als Kryptobörse einzuordnen.

Krypto-Broker 2026: Das Fazit zum Vergleich

Trade Republic* bietet in unserem Vergleich das rundeste Gesamtpaket für Einsteiger und Anleger, die Kryptowährungen mit Aktien, ETFs und Banking verbinden möchten. Die Plattform ist einfach aufgebaut, Sparpläne starten ab 1 Euro und unterstützte Coins lassen sich auf eigene Wallets übertragen. Der Vorteil zeigt sich auch bei den Gebühren.

Beispiel: Bitcoin-Kauf über 1000 Euro:

  • Trade Republic: 1 Euro Fremdkostenpauschale plus Spread. Die festen Kosten entsprechen damit 0,10 Prozent.
  • Bitvavo: Eine Maker-Order kostet 0,15 Prozent beziehungsweise 1,50 Euro. Bei einer sofort ausgeführten Taker-Order sind es 0,25 Prozent beziehungsweise 2,50 Euro.
  • Bitpanda: Bei 0,99 Prozent Handelskosten fallen für Bitcoin 9,90 Euro an. Je nach Markt kann zusätzlich ein Spread entstehen.
  • Bison: Bei einem durchschnittlichen Spread von 1,25 Prozent für Bitcoin entstehen beim Kauf rechnerisch rund 12,50 Euro Kosten.

Wer allerdings möglichst viele Kryptowährungen handeln möchte, findet bei Bitpanda* die größte Auswahl. Bitvavo eignet sich stärker für aktive Trader, die Ordertypen, ein Orderbuch und niedrige volumenabhängige Handelsgebühren nutzen möchten. Bison* ist vor allem für Anleger interessant, denen eine vollständig in Deutschland angesiedelte Handels- und Verwahrinfrastruktur wichtig ist.