- Ein Drittel aller Frauen in den Wechseljahren leidet unter Vergesslichkeit
- Kaum eine spricht offen darüber – aus Scham und aus Sorge vor Demenz
- Eine Expertin erklärt, wieso es dazu kommt und was man dagegen tun kann
Wenn es um Wechseljahre geht, ist vielfach die Rede von Hitzewallungen, schlechtem Schlaf oder Depressionen. Dabei haben Millionen Frauen zudem mit Gedächtnisproblemen zu kämpfen – ein Tabuthema: Denn wer spricht schon gern über eine nachlassende Hirnleistung? Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche und das Gefühl von „Watte im Kopf“ – so beschreiben viele Frauen das Phänomen, das den Namen „Brainfog“ trägt. Der „Gehirnnebel“ beeinträchtigt Alltag wie Lebensgefühl der Betroffenen zum Teil massiv, so Wechseljahr-Expertin Prof. Petra Stute.
In Deutschland sind rund elfeinhalb Millionen Frauen im Alter zwischen 40 und 59 Jahren in den Wechseljahren, rund ein Drittel etwa mit starken Wechseljahrsbeschwerden wie „Brainfog“. Prof. Petra Stute, Stellvertretende Chefärztin und Leitende Ärztin der Abteilung Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin an der Frauenklinik Inselspital in Bern und Leiterin des Menopausenzentrums, spricht davon, dass dieser Gehirnnebel bei Frauen Angst erzeugt. Wenn das Gedächtnis plötzlich nachlässt, könnte es auch eine beginnende Demenz sein. Hier erklärt Prof. Stute, woher der „Brainfog“ kommt und was man dagegen tun kann.






