Alle vier Wochen kam es wieder, das Loch der Traurigkeit. Ohne Vorwarnung wurde Annunziata Schnurbein der Boden unter den Füßen weggerissen. „Ich habe mir nicht mal mehr zugetraut, dass ich meinen Alltag alleine hinbekomme“, sagt die ehemalige Managerin von 70 Angestellten. Sie zog vorübergehend zu Freunden, suchte nach Hilfe und Erklärungen. Ärzte diagnostizierten der damals 37-jährigen Berlinerin dann ein beruflich bedingtes Burnout. Doch auch ein Jobwechsel brachte keine Besserung. Im Gegenteil: „Irgendwann lag ich nur noch auf dem Sofa und habe geheult.“

Dabei sah nach außen hin alles gut aus: der entspannte neue Job, Yoga-Sessions, tägliche Meditation, ein Studium der Ernährungstherapie. Mit 39 Jahren bekommt sie schließlich die nächste Diagnose: mittelschwere Depression. Dass die Perimenopause, also der Beginn der Wechseljahre, hinter ihren Symptomen steckte, erfährt sie erst viele Monate später. Warum Ärzte und Therapeuten ihr keinen Glauben schenkten und was der heute 43-Jährigen geholfen hat.

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