Sie hört immer zu, ist nie müde oder genervt und hat stets ein Kompliment parat: Künstliche Intelligenz, kurz KI, hat längst Einzug in den Alltag vieler Menschen gefunden. Und mit ihr virtuelle Beziehungen. Millionen Menschen weltweit nutzen sogenannte KI-Companions, also digitale Partner oder Partnerinnen, etwa über Apps wie Replika, Character.AI und Chai. Insbesondere bei jungen Menschen liegt das Chatten mit einem Bot im Trend: In einer repräsentativen US-Erhebung mit über 1000 Jugendlichen hatten 72 Prozent der Befragten schon einmal einen KI-Companion ausprobiert, über die Hälfte nutzt diese Möglichkeit regelmäßig.
„Am Anfang war ich beeindruckt, auch über den Witz, und habe viel gelacht“, erzählt Daniel über seine Beziehung mit einer KI. „Dann fiel mir aber auf, dass niemand zurücklacht.“ Und dennoch zieht sie ihn in den Bann. Sozialpsychologin Johanna Degen von der Europa-Universität Flensburg und betroffene Nutzerinnen und Nutzer berichten von den Chancen und den Schattenseiten dieser Technologie. Während die KI manchen kurzfristig gegen Einsamkeit hilft, kann sie andere in eine emotionale Abhängigkeit treiben.
- Altersunterschied: Mein Mann ist 14 Jahre jünger: „Andere Frauen waren ihm zu doof“
- Sexualität: Jungfrau und Single Mitte 30: „Ich habe Angst, dass ich alleine ende“
- Stille Geburt: Sternenkind: „Unser Sohn war gesund – und trotzdem starb er“
- Familie: Überforderter Vater: „Bin an meinen Ansprüchen gescheitert“


