Lange wurde davon ausgegangen, dass die optimale Schlafdauer acht Stunden beträgt, um sich zu erholen und die Batterien aufzuladen. Eine neue Untersuchung der University of Victoria soll nun etwas anderes belegen. Die Schlafdauer variiere, je nachdem woher die Personen herkommt, heißt es.

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Um zu erforschen, was wirklich unter gesundem Schlaf zu verstehen ist, analysierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um die 5.000 Schlafdaten von Menschen aus 20 unterschiedlichen Ländern. Demnach passt sich die gesunde Schlafdauer an die kulturellen Gegebenheiten an. Die Hauptautorin der Studie Christine Ou erklärt: „Obwohl Menschen oft gesagt wird, sie sollten acht Stunden schlafen, legen unsere Untersuchungen nahe, dass dieser Rat je nach Land angepasst werden sollte.“

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Gesunde Schlafdauer: Kultureller Kontext spielt wichtige Rolle

Zuvor untersuchten Ou und ihre Kollegen Schlafdaten aus 14 früheren Studien, die sich ebenfalls mit der Thematik beschäftigten, von sogar 71 Ländern. Den Untersuchungen zufolge kann sich die durchschnittliche Schlafdauer von Land zu Land sehr stark unterscheiden. In Japan schlafen Menschen durchschnittlich sechs Stunden und 18 Minuten, wohingegen in Frankreich der Durchschnitt sieben Stunden und 52 Minuten die Augen schließt. In Kanada wird sieben Stunden und 27 Minuten geschlafen. Und die Deutschen? Hier wurde ein Mittelwert von sieben Stunden und 43 Minuten ermittelt. 

„Menschen, die näher an der in ihrer Kultur üblichen Schlafdauer schliefen, wiesen tendenziell eine bessere Gesundheit auf“, so Ou. „Das deutet darauf hin, dass die ideale Schlafdauer diejenige ist, die mit dem übereinstimmt, was im kulturellen Kontext als angemessen gilt“, heißt es. Wie die Studie veröffentlicht, sollten kulturelle Normen berücksichtigt werden, um in der Zukunft bessere gesundheitliche Ergebnisse zu fördern. 

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Kürzere Schlafdauer gleich weniger gesund? Auch hier finden die Forscher eine Antwort

In Zusammenarbeit mit der University of British Columbia wurde zudem untersucht, ob Menschen, die weniger schlafen, eine schlechtere Gesundheit haben. Einen solchen Zusammenhang konnten die Forschenden nicht feststellen.

„Trotz des allgemeinen Ratschlags, acht Stunden Schlaf zu bekommen, deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass Schlafempfehlungen auf der Grundlage kultureller Normen angepasst werden müssen“, so Steven Heine, Professor für Sozial- und Kulturpsychologie an der Universität of British Colombia und ebenfalls leitender Autor der Studie. „Es gibt keine einheitliche Schlafmenge, die für alle funktioniert“, so Heine weiter. 

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Überraschenderweise erreichte keines der untersuchten Länder aus Europa, Asien, Nordamerika, Afrika und Südamerika die oftmals empfohlenen acht Stunden. Außerdem gab es den Forschungsergebnissen nach keine Hinweise darauf, dass Menschen mit etwas weniger Schlaf grundsätzlich ungesünder sind als die mit der empfohlenen Menge an Schlaf.