- Die Amazon Visa bietet nicht nur ein Cashback für Einkäufe über Amazon, auch im Einzelhandel kann man punkten
- Weniger attraktiv sind die Konditionen für den Auslandseinsatz, wie der Vergleich zu anderen Kreditkarten zeigt
- Vor allem eine Kundengruppe kann von den Vorteilen der Amazon-Kreditkarte profitieren
Null Euro Jahresgebühr, bis zu zwei Prozent Cashback und ein Kreditkartenlimit von 2000 Euro direkt nach Genehmigung: Amazon bietet eine Visa-Kreditkarte in Kooperation mit der spanischen Bank Santander an. Die neue Visakarte richtet sich in erster Linie an Amazon-Kundinnen und -Kunden und bietet gleich mehrere Vorteile. Besonders interessant ist die Kombination aus gebührenfreier Nutzung und Cashback.

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Doch lohnt sich das wirklich? Wir haben die Konditionen, die Zielgruppe und die Vorzüge der neuen Amazon Visa mit anderen am Markt verfügbaren Kreditkarten verglichen. Dabei zeigen sich nicht nur Stärken, sondern auch signifikante Schwächen.
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- Keine Jahresgebühr
- 0,5 bis 2 % Cashback
- Lastschrifteinzug
- Gebühren für Bargeldbezug
- Fremdwährungsgebühr
- Keine Versicherungen und Apple Pay
Amazon Visa: Kreditkartenlimit, Cashback und Co. im Überblick
Für die Kreditkarte von Amazon* wird keine Jahresgebühr fällig und es muss kein neues Girokonto eröffnet werden. Die Amazon-Visakarte reiht sich damit in die Kategorie kostenloser Kreditkarten ohne Jahresgebühr ein. Das Besondere: Karteninhaber können zwischen einer Vollzahlung und einer flexiblen Teilzahlung wählen. Für die Teilzahlung fallen Kreditzinsen an. Wer das vermeiden möchte, wählt die Vollzahlung per Lastschriftverfahren.
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Bei der Vollzahlung fallen keine Zinsen an und die Amazon-Kreditkarte kann tatsächlich kostenlos im Guthaben geführt werden. Im Gegensatz zu anderen Kreditkarten wie von Barclays wird für den Bankeinzug keine Gebühr berechnet. Voraussetzung ist ein Girokonto mit deutscher IBAN, von dem der Rechnungsbetrag eingezogen werden kann. Direkt nach Antragsgenehmigung verspricht Amazon ein Kreditkartenlimit von 2000 Euro.
| Amazon Visa | Definition |
|---|---|
| Jahresgebühr | keine |
| Kreditkartenlimit | 2000 Euro (Erhöhung kann beantragt werden) |
| Effektivzins für Teilzahlung | 19,42 Prozent pro Jahr |
| Zahlung | Voll- oder Teilzahlung über Bankeinzug |
| Fremdwährungsgebühr | 1,50 Prozent vom Umsatz |
| Bargeldbezug | 3,90 Prozent vom Umsatz, mindestens 1,50 Euro |
| Startgutschrift | 10 Euro |
| Cashback | 1 % über Amazon.de, 0,5 % für alle Umsätze |
| Kontaktloses Bezahlen | Ja, aber kein Apple Pay möglich |
Wer profitiert von der neuen Amazon-Kreditkarte?
In erster Linie richtet sich die neue Kreditkarte an alle Kundinnen und Kunden von Amazon. Denn ein besonderes Feature ist das Cashback-Punkteprogramm, das besonders für Amazon-Bestellungen interessant ist. Auf Amazon.de gibt es einen Amazon-Punkt für jeden vollen Euro Umsatz. Für Umsätze außerhalb von Amazon sind es dagegen nur 0,5 Prozent Cashback je Umsatz. An besonderen Aktionstagen wie dem Prime Day oder Black Friday soll es für Mitglieder von Amazon Prime bis zu zwei Punkte je einem Euro Umsatz geben.
Die Punkte können später an der Kasse über Amazon.de eingelöst werden. Eine Amazon Visa eignet sich wie auch die Payback American Express oder die Kreditkarte von Klarna primär für das Bezahlen, um vom Punkteprogramm zu profitieren. Im Ausland ist der Karteneinsatz weniger sinnvoll. Amazon setzt eine Fremdwährungsgebühr von 1,50 Prozent des Umsatzes an. Versicherungen beinhaltet die Kreditkarte nicht.
Wichtiger Hinweis zu Gebührenstruktur der Amazon Visakarte
Wer Bargeld mit der Amazon-Kreditkarte am Automaten abhebt, muss 3,90 Prozent der ausgezahlten Summe – mindestens aber 1,50 Euro – zusätzlich bezahlen. Das Fazit von Verivox-Geschäftsführer Oliver Maier zur Amazon Visa fällt daher deutlich aus: Er sieht die neue Amazon-Kreditkarte vor allem als Kundenbindungsinstrument. Das Cashback in Form von Punkten kann ausschließlich auf Amazon eingelöst werden und beträgt lediglich 0,5 bis 2 Prozent. Besonders interessant sei die Karte daher für regelmäßige Amazon-Käufer. Als Vorteil nennt Maier die automatische Lastschrift, mit der sich hohe Kreditzinsen vermeiden lassen. Allerdings gibt es laut ihm auch Schwächen: Wer die Kreditkarte zum Abheben von Bargeld oder außerhalb Europas nutzen will, findet unter den kostenlosen Karten ohne Kontobindung günstigere Angebote.
Auch unser Vergleich der besten Kreditkarten sowie der folgende Rechner können eine Orientierung bieten.
10 Euro Startguthaben garantiert
Für jeden Kunden gibt es von Amazon 10 Euro Startgutschrift, die nach dem ersten Einkauf auf der Kartenabrechnung verrechnet werden. Zusätzlich bietet Amazon einen Treue-Bonus für ausgewählte Kunde an, die bereits die vom Markt genommene Amazon-Kreditkarte besaßen. „Die Bedingungen sowie die Höhe des Treue-Bonus können von Amazon im Laufe der Zeit und nach eigenem Ermessen angepasst werden“, heißt es.
Der Treue-Bonus wird von Amazon aktuell nicht mehr aktiv beworben, steht jedoch noch im Kleingedruckten. Bis zu 25 Euro sind möglich. Das Finanzportal Finanzen.net berichtet, dass auch Prime-Mitglieder den Treue-Bonus bekommen können. Startguthaben sind bei Kreditkarten ohne Jahresgebühr selten geworden. Für die Kreditkarte der Bank Norwegian wurde das Startguthaben etwa bereits 2023 abgeschafft.
Vorteile der Amazon Visa gegenüber anderen Kreditkarten
Für die Payback American Express* gibt es zwar keine Startgutschrift, dafür aber bis zu 3000 Extra-Punkte, wenn diese Kreditkarte neu beantragt wird. Die Amex von Payback ist zudem eine der wenigen Kreditkarten am Markt, die mit der Visakarte von Amazon vergleichbar ist. Beide kommen ohne Jahresgebühr und bieten mit ihren Bonuspunkteprogrammen eine attraktive Cashback-Option.
Alternativen wie die Barclays Visa, die Mastercard Gold der TF Bank oder die Kreditkarte von awa7 kommen zwar ebenfalls ohne Jahresgebühr aus, bieten aber kein aktives Cashback in Form von Punkten oder direkten Gutschriften. Dafür eignen sie sich als Reise-Kreditkarten besser als die Amazon Visa. Es fallen im Ausland keine zusätzlichen Gebühren an und in der Mastercard Gold der TF Bank* ist zudem ein Basis-Reiseschutz enthalten.
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- 1 % Cashback je Umsatz
- Ohne Jahresgebühr
- Keine Auslandsgebühr
- Kein Verfügungsrahmen
- Nur zusammen mit Cashkonto
- Keine Versicherungen
Fazit zur Amazon Visa: Eine Kundengruppe profitiert besonders
Die Kreditkarte von Amazon* eignet sich für das Bezahlen von Einkäufen im Inland – primär über Amazon. Wer häufig über Amazon einkauft und generell oft die Kreditkarte zum Bezahlen nutzt, findet in der Visakarte einen smarten Begleiter und profitiert dann auch von den Bonuspunkten.
Als Reise-Kreditkarte und für Teilzahlungen eignet sich die Amazon-Kreditkarte aufgrund der Gebühren und 19,42 Prozent Effektivzinsen weniger. Abgesehen davon beinhaltet die Kreditkarte keine Jahresgebühr und kann im Guthaben geführt werden. Dadurch entstehen dem Verbraucher erst einmal keine Kosten.
+++ viele Informationen finden Sie auch auf unserer Themenseite Kreditkarte +++
- 1822direkt-Kreditkarte
- Postbank-Kreditkarte
- Kreditkarte von Bank Norwegian
- „Gebührenfrei Mastercard Gold“ Advanzia Bank
- Payback American Express Kreditkarte
- Visa Card Extra Berliner Sparkasse
- Mastercard Gold der TF Bank
- Kreditkarte von Trade Republic
- Kreditkarten von Visa
- Kreditkarten von Mastercard
- Kreditkarten (Charge) mit monatlicher Abbuchung
- Kreditkarte (Visa) von Amazon
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