Die letzten zwei Jahren standen Tagesgeld und Festgeld bei vielen Sparern besonders im Fokus. Doch das ändert sich allmählich: Angesichts der anhaltenden Inflation und den Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) sind die Zinssätze in letzter Zeit immer weiter nach unten gerutscht. Wo lohnt es sich noch, sein Geld anzulegen? Welche Angebote bieten die besten Zinsen? Das sind Fragen, die viele Sparer interessieren.

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Einige Banken haben kürzlich ihre Konditionen für Tagesgeldkonten angepasst. Neben dem bekannten Angebot von Trade Republic, das 3,75 Prozent Zinsen für nicht investiertes Guthaben bietet, gibt es noch weitere empfehlenswerte Optionen für Verbraucher. Wir haben uns fünf alternative Tagesgeldkonten genauer angeschaut, die ebenfalls 3,75 Prozent Zinsen bieten.
Tagesgeld: Hier gibt es noch hohe Zinsen
1. Tagesgeld-Zinsen: Bank lockt mit 3,75 Prozent
Die estnische Bigbank bietet Neukunden 3,75 Prozent Zinsen für das Tagesgeldkonto in den ersten drei Monaten. Nach Ablauf der Aktion sinkt der Zinssatz auf 2,70 Prozent. Die europäische Einlagensicherung greift bis zu einer Summe von 100.000 Euro. Auch der Maximalbetrag für den die Zinsen gezahlt werden beläuft sich auf 100.000 Euro. Es gibt allerdings keinen Mindestanlagebetrag und es kann beliebig auf das Geld zugegriffen werden sowie jederzeit zusätzlich eingezahlt werden. Die Zinsauszahlung erfolgt einmal jährlich zum Jahresende.
Für Sparer, die kurzfristig anlegen möchten, ist dieses Angebot attraktiv durch die überdurchschnittlichen Zinsen von 3,75 Prozent. Nach den drei Monaten fällt der Zins jedoch, allerdings nicht so drastisch wie beim nächsten Angebot der Consorsbank.
Die Europäische Einlagensicherung
Stellen Sie sich vor, Sie haben Geld auf der Bank und hören plötzlich, dass ihre Bank Probleme hat. Was passiert mit Ihren Ersparnissen? Hier kommt die europäische Einlagensicherung ins Spiel – sie ist wie ein Rettungsring für Ihre Bankguthaben.
Was ist das? Die europäische Einlagensicherung ist ein Versprechen: Sollte Ihre Bank scheitern, ist Ihr Geld bis zu 100.000 Euro sicher. Das gilt für jeden Kunden und jede Bank in der EU.
Wie funktioniert es? Wenn eine Bank pleitegeht, sorgt das Einlagensicherungssystem dafür, dass Sie Ihr Geld schnell zurückbekommen – normalerweise innerhalb von sieben Arbeitstagen.
Was müssen Sie tun? Nichts! Dieser Schutz ist automatisch und kostet Sie keinen Cent. Die Banken zahlen in einen Fonds ein, der dieses Sicherheitsnetz finanziert.
Wichtig zu wissen: Die Einlagensicherung ist national organisiert. Im Falle einer Bankenpleite muss jeder Staat mit seiner eigenen Wirtschaftskraft aufkommen und die Schäden ersetzen. Dazu ist er nach EU-Recht verpflichtet. Ist der finanzielle Schaden aber größer als das, was ein Land aus eigenen Mitteln leisten kann, könnten Sparer im Extremfall leer ausgehen.
2. Hohe Tagesgeld-Zinsen bei Consorsbank
Die Consorsbank lockt mit 3,5 Prozent Zinsen* auf das Tagesgeld. Diese gelten sogar für die ersten fünf Monate. Danach fällt der Zinssatz deutlich auf 1,00 Prozent. Dieses Angebot gilt ausschließlich für Neukunden, die in den letzten sechs Monaten kein Konto bei der Bank geführt haben. Die Einlagensicherung beträgt 100.000 Euro, und es können bis zu 1.000.000 Euro zu diesem Zinssatz angelegt werden. Einen Mindestanlagebetrag gibt es nicht, dafür aber eine Besonderheit: Die Zinsgutschrift erfolgt nicht erst am Jahresende, sondern bereits vierteljährlich.
Die längere Zinsgarantie macht die Consorsbank interessant für Sparer, die ihr Geld für ein halbes Jahr zu soliden Konditionen sicher parken und dennoch jederzeit darauf Zugriff haben möchten. Danach ist mit der Zinssenkung auf 1,00 Prozent aber nicht mehr viel zu holen.
3. Tagesgeldkonto bei DHB Bank: 3,75 Prozent Zinsen für drei Monate
Das Angebot der niederländischen DHB Bank kommt dem anfangs vorgestellten Angebot der Bigbank sehr nahe. Die Bank bietet Neukunden auch für die ersten drei Monate 3,75 Prozent Zinsen für Beträge bis 50.000 Euro. Nach dem Zeitraum erhält man 2,75 Prozent auf das angelegte Geld. Es gibt keine Mindestanlagesumme für das Tagesgeldkonto, und die Einlagensicherung beträgt 100.000 Euro. Die gesammelten Zinsen werden am letzten Bankarbeitstag des Jahres gutgeschrieben.
Im Vergleich zur Consorsbank bietet die DHB Bank nach Ablauf des Aktionszeitraums einen attraktiveren Bestandskundenzins. Dies macht die DHB Bank zu einer berechtigten Wahl für langfristig orientierte Sparer.
4. TF Bank bietet 3,75 Prozent fürs Tagesgeldkonto
Bei der schwedischen TF Bank erhalten Neukunden 3,75 Prozent* für die ersten drei Monate. Danach muss man sich als Bestandskunde mit 1,45 Prozent pro Jahr zufrieden geben. Das Besondere beim Tagesgeld der TF Bank – die Zinsgutschrift erfolgt monatlich. Die Einlagensicherung deckt 1.050.000 Schwedische Kronen ab, was nach aktuellem Wechselkurs (Stand 15. August) rund 91.000 Euro entspricht. Wie bei den anderen Angeboten gibt es hier keinen Mindestbetrag, der angelegt werden muss.
5. Bei der Wüstenrot Bausparkasse gibt es 3 Prozent
Das Schlusslicht der Angebote mit dennoch soliden Zinsen bildet das Tagesgeld der Wüstenrot Bausparkasse. Die deutsche Bank mit Sitz in Kornwestheim bietet 3 Prozent Zinsen für vier Monate. Danach sinkt der Zinssatz beim Tagesgeldkonto der Wüstenrot Bausparkasse auf überschaubare 1,25 Prozent. Die Einlagensicherung beträgt 100.000 Euro, und es können bis zu 100.000 Euro zu den Konditionen angelegt werden.
Zinsangebote mit 3,75 Prozent: Warum das Kleingedruckte den Unterschied macht
Zinsangebote mit bis zu 3,75 Prozent können auf den ersten Blick verlockend sein und machen Tagesgeldkonten wieder attraktiver. Die hohen Zinssätze gelten jedoch oft nur für begrenzte Zeiträume oder für bestimmte Beträge. Zudem variieren die Basiszinsen nach Ablauf der Aktionen erheblich, was langfristig den tatsächlichen Ertrag beeinflusst.
Eine weitere lohnenswerte Option für Sparer kann das Tagesgeldkonto der J&T Direktbank* sein, das sowohl für Neukunden als auch für Bestandskunden einen Zinssatz von 3,05 Prozent bietet – und das ohne zeitliche Begrenzung.
Stand aller dargestellten Daten: 19.08.2024
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- Statt Tagesgeld: Diese Alternativen bieten langfristig mehr Rendite
- Tagesgeld-Upgrade: So gelingt der Einstieg ins ETF-Sparen
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