US-Wahl 2016

Ziele im Vergleich: Was will Trump? Und was wollte Clinton?

Das Rennen ums Weiße Haus ist entschieden. Wir stellen hier die Ziele von Wahlsieger Donald Trump vor - und von Hillary Clinton.

Am 8. November wird in den USA ein neuer Präsident gewählt

Am 8. November wird in den USA ein neuer Präsident gewählt

Foto: dpa

Die Wähler in den USA haben entschieden: Der Donald Trump wird der 45. US-Präsident. Aber wofür steht dieser Mann? Wir vergleichen die erklärten Ziele von Donald Trump mit denen der unterlegenen Hillary Clinton.

Russland

  • Trump: Sanktionen gegen Russland aufheben, stattdessen soll Putin als Partner eingespannt werden, etwa in Syrien und beim Kampf gegen den "Islamischen Staat".
  • Clinton: Die einstige First Lady ist der Meinung, dass die USA und Europa Stärke gegenüber Russland zeigen müssen. Sie möchte dem expansiven Machtstreben Putins ein Ende setzen.

Syrien

  • Trump: Eine Ablösung Assads hat für Trump keine Priorität. Im Fokus steht eher die Vernichtung des "Islamischen Staats".
  • Clinton: Oberstes Ziel in Syrien ist es, gemeinsam mit Alliierten, das Assad-Regime zu stürzen.

Hillary Clinton: Ihre Ziele im Falle eines Wahlsiegs

Donald Trump: Das sind seine Ziele im Falle eines Wahlsiegs

Terrorismus und "Islamischer Staat"

  • Trump: Er beschwört stetig, dass er den "Islamischen Staat" vernichten will und dafür durchaus auch Bodentruppen einsetzten würde. Den Einsatz von Atomwaffen schließt er nicht aus.
  • Clinton: Sie will den „Islamischen Staat“ mit Luftangriffen bekämpfen. Die Strategie der Nadelstiche (Drohneneinsätze, Spezialkommandos etc.) wird somit unter ihrer Präsidentschaft weitergehen. US-Bodentruppen hat sie kategorisch ausgeschlossen.

Das Militär

  • Trump: Er möchte die Rolle der USA als Welt-Polizei stark zurückschrauben, aber gleichzeitig den Etat des Militärs erhöhen.
  • Clinton: Will die US-Führungsrolle im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ und im Syrien-Konflikt ausbauen.

Wirtschaft

Einwanderung

  • Trump: Will die illegale Einreise in die USA aus Süden durch den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko stoppen. Mexiko soll dafür bezahlen. Die rund elf Millionen Illegalen, die in den USA leben, sollen inhaftiert und abgeschoben werden.
  • Clinton: Millionen Illegalen im Land soll ein Weg zur nachträglichen Staatsbürgerschaft geebnet werden. Will mehr Flüchtlinge aus Bürgerkriegsgebieten aufnehmen. Muslime unter Pauschalverdacht zu stellen, lehnt sie ab.

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Umweltpolitik

  • Trump: Er hält den Klimawandel und Treibhausgase für eine Erfindung, die Auflagen in den USA hochschraubt, Arbeitsplätze vernichtet und Länder wie China begünstigt. Das von Präsident Obama vorangetriebene Klimaschutz-Abkommen von Paris will Trump aufkündigen.
  • Clinton: Analog zu Obamas Klimaschutzplänen will sie die USA zu einer „clean super power“ machen. 60 Milliarden Dollar Förderung für erneuerbare Energie sind vorgesehen.

Gesundheitswesen

  • Trump: Abschaffung von Obamacare wegen zu hoher Kosten für zu wenig Leistungen. Will mehr Wettbewerb im Gesundheitssystem.
  • Clinton: Sie will an Obamacare festhalten und dessen Leistungen weiter ausbauen.

Abtreibungs-Debatte

  • Trump: Mit Blick auf evangelikal-konservative Wähler vertritt er die Meinung, Abtreibungen sollen verboten werden.
  • Clinton: Sie setzt sich für die Entscheidungsfreiheit der Frauen ein und damit für das Recht, selbst zu entscheiden, ob eine Abtreibung durchgeführt werden soll oder nicht.

Polizeigewalt und „Black Lives Matter"

  • Trump: Macht sich für Racial Profiling stark und sieht kein Rassismus-Problem bei der US-Polizei.
  • Clinton: Sie will Racial Profiling verbieten. Setzt sich gegen Diskriminierung von Afroamerikanern ein und will rechtswidrige Polizeigewalt gegenüber Schwarzen konsequenter verfolgen.

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LGBT-Rechte und Homo-Ehe

  • Trump: Lehnt gleichgeschlechtliche Ehen ab.
  • Clinton: Klares Ja zu Homo-Ehe. Sie will sich gegen die Diskriminierung von Homosexuellen einsetzen.

Bildungswesen

  • Trump: Will keine einheitlichen Bildungsstandards, sondern ein föderales Bildungssystem.
  • Clinton: Für Niedrigverdiener sollen an staatlichen Universitäten die horrenden Studiengebühren abgeschafft werden. Sollten dennoch Kredite erforderlich sein, müsse es eine staatliche Unterstützung geben.

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