Sie wissen nicht, welcher Partei Sie zur Bundestagswahl am 22. September Ihre Stimme geben sollen? Sie möchten einmal mit den Spitzenkandidaten über Kitaplätze oder über Mindestlohn diskutieren?

Dann kommen Sie am Mittwoch, 4. September 2013, zur Berliner Morgenpost. Wir veranstalten mit den Berliner Spitzenkandidaten der sechs großen demokratischen Parteien ein „Speed-Dating“ – und zehn Leser der Berliner Morgenpost können dabei sein.

Die Spitzenkandidaten kommen am 4. September von 17 bis 19 Uhr in das Verlagshaus von Axel Springer in Kreuzberg, um mit Morgenpost-Lesern zu sprechen. Die Spielregeln für unser Speed-Dating: Jeder Politiker sitzt an einem Tisch, ein Leser nimmt auf dem Stuhl gegenüber Platz. Nun hat der Leser exakt fünf Minuten Zeit, um mit dem Kandidaten die Themen zu besprechen, die ihm wichtig sind. Wenn die fünf Minuten um sind, wechselt er an den nächsten Tisch.

In weniger als einer Dreiviertelstunde können Sie sich einen Überblick über die zentralen politischen Kontroversen der Bundestagswahl verschaffen. Zugleich haben Sie einen der traditionsreichsten Berliner Orte für gute Gespräche kennengelernt: den Journalistenclub in der 19. Etage des Verlagshauses Axel Springer. Wir vergeben zehn Plätze, die Teilnahme ist kostenlos.

Kandidaten im Kurzporträt

Monika Grütters (CDU)

Monika Grütters, geboren 1962 in Münster/Westfalen, gehört dem Bundestag seit 2005 an und ist Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien. Seit 2009 ist sie erste stellvertretende Landesvorsitzende der CDU Berlin. Monika Grütters lehrt Kulturmanagement an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ und ist Honorarprofessorin am Institut für Kultur- und Medienmanagement der Freien Universität Berlin. Zudem ist sie Vorstand der Stiftung Brandenburger Tor. Als praktizierende Katholikin wirbt sie für den Erhalt des schulischen Religionsunterrichtes. Sie ist ledig. Bevor sie in den Bundestag einzog, war die Kunsthistorikerin und Politikwissenschaftlerin zehn Jahre lang Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses.

Eva Högl (SPD)

Eva Högl, geboren 1969 in Osnabrück, ist seit Januar 2009 im Bundestag und errang bei der Bundestagswahl im September 2009 das Direktmandat im Wahlkreis Mitte. Högl ist Obfrau der SPD im NSU-Untersuchungsausschuss, Mitglied des EU- und des Rechtsausschusses sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales. Die promovierte Juristin arbeitete zuvor als Referatsleiterin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Als Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen gehört Högl auch dem Berliner SPD-Landesvorstand an. Die Vizepräsidentin der Europa-Union Deutschland setzt sich für europäische Kooperation ein. Eva Högl ist verheiratet.

Renate Künast (Grüne)

Renate Künast, geboren 1955 in Recklinghausen, ist seit 2005 Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion. Sie ist Mitglied des Wahl- und des Vermittlungsausschusses. Die Rechtsanwältin war vor ihrem Jurastudium Sozialarbeiterin in der Strafanstalt Tegel, trat 1979 der Alternativen Liste bei. Zur Wende, also zur Zeit der rot-grünen Regierungskoalition in Berlin, sowie von 1998 bis 2000 war Künast Fraktionsvorsitzende der Grünen im Abgeordnetenhaus, von 2000 bis 2001 Bundesvorsitzende ihrer Partei. Im Bundeskabinett Schröder erhielt sie den Posten der Ministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (2001–2005) und setzte mit der „Agrarwende“ Maßnahmen zu Ökologie und Tierschutz um. Künast engagiert sich unter anderem für die Berliner Aids-Hilfe. Sie ist verheiratet.

Cornelia Otto (Piraten)

Cornelia Otto, geboren 1974, ist seit 2009 Mitglied der Piratenpartei und wechselte 2011 von Niedersachsen zum Berliner Landesverband. Sie gehört der Arbeitsgruppe Finanzen/Haushalt/Steuern an. Die gebürtige Hamburgerin studiert zur Zeit Politik, Soziologie und Volkswirtschaftslehre. Sie arbeitete zuvor freiberuflich im Medien- und IT-Bereich. In ihrer ersten Amtszeit als Bundestagsabgeordnete möchte sich die Kommunikationstrainerin unter anderem für vor Spähprogrammen gesicherten Datenschutz und die Bekämpfung des Niedriglohnsektors einsetzen. Otto ist Mitglied von Amnesty International und unterstützt mit ihrer Mitgliedschaft die Initiative zur Verbesserung der Qualität politischer Meinungsbildung e.V., die zur Finanzierung der gesellschaftskritischen Website NachDenkSeiten dient.

Gregor Gysi (Linke)

Gregor Gysi, geboren 1948 in Berlin, ist seit 2005 Fraktionsvorsitzender der Linkspartei im Bundestag. Der promovierte Diplom-Jurist und Verteidiger diverser DDR-Bürgerrechtler war zuvor Vorsitzender der PDS-Bundestagsfraktion (bis 2000). 1990 gehörte er der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR an, am 3. Oktober 1990 wurde er Mitglied des Bundestages. Am 1. Februar 2002 gab er sein Mandat auf und trat das Amt des Bürgermeisters und Senators für Wirtschaft, Arbeit und Frauen im Berliner Senat an. Bereits am 31. Juli 2002 trat er im Zuge einer öffentlichen Debatte über Bonus-Flugmeilen zurück. 2005 und 2009 holte er im Wahlkreis Treptow-Köpenick das Direktmandat für den Bundestag. Gysi ist zum zweiten Mal verheiratet und hat drei Kinder.

Martin Lindner (FDP)

Martin Lindner, geboren 1964, ist stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion. Der aus Grünwald bei München stammende Industriekaufmann und Rechtsanwalt trat 1998 in die FDP ein und war von 2001 bis 2009 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. Lindner ist seit 2009 Mitglied der FDP-Fraktion im Bundestag und engagierte sich als Mitglied im Außenwirtschaftsbeirat des Bundeswirtschaftsministeriums und der Koalitionsarbeitsgruppe „Energie“ für Wirtschafts- und Technologiepolitik. Der wirtschaftspolitische Sprecher seiner Partei wurde im März 2013 in den FDP-Bundesvorstand gewählt. Lindner ist verheiratet und hat sechs Kinder.