Am 3. November stehen Wahlen im US-Kongress an. Laut aktuellen Analysen ist die Wirtschaft mit Abstand das wichtigste Wahlkampfthema bei den Midterms. Dahinter stehen Sorgen über den Zustand der Demokratie, die Gesundheitsversorgung und die Bildung. Das zeigt die jüngste nationale Untersuchung des „Pew Research Center“. Gefragt wurde, welche Themen für die persönliche Wahlentscheidung sehr wichtig seien. Mehrfachnennungen waren möglich; die Prozentwerte ergeben deshalb zusammen nicht 100.

Republikaner und Demokraten gewichten Einwanderung und Gesundheit unterschiedlich

Besonders wichtig ist die politische Zuordnung. Die Republikaner und die Demokraten sorgen sich vielfach um unterschiedliche Dinge. Unter den republikanischen Anhängern halten 72 Prozent die Einwanderung für sehr wichtig, unter demokratischen Anhängern nur 53 Prozent. Bei der Gesundheitsversorgung ist das Verhältnis umgekehrt: 82 Prozent der demokratischen Wähler nennen sie, gegenüber 53 Prozent der republikanischen.

RangWahlkampfthemaAnteil der registrierten Wähler
1Wirtschaft, Inflation, Kaufkraft84 Prozent
2Zukunft der Demokratie73 Prozent
3Gesundheitsversorgung68 Prozent
4Bildung und Schulen62 Prozent
5Einwanderung und Grenzpolitik59 Prozent
6Außenpolitik und internationale Konflikte57 Prozent
7Energiepolitik54 Prozent
8Gewaltkriminalität52 Prozent
9Abtreibungsrecht46 Prozent
10Waffenrecht45 Prozent

Ähnliches gilt für die Zukunft der Demokratie: 85 Prozent auf demokratischer, 69 Prozent auf republikanischer Seite. Die Energiepolitik, die Kriege im Ausland und die Kosten der Lebenshaltung spielen dagegen in beiden Lagern eine erhebliche Rolle.

Lebenshaltungskosten bestimmen für viele Wähler die Wahlentscheidung

Der entscheidende Befund: Fast jeder zweite registrierte Wähler bezeichnete in einer Reuters/Ipsos-Erhebung Ende August die Lebenshaltungskosten sogar als den einen wichtigsten Faktor seiner Wahlentscheidung.

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Das bedeutet vor allem: Teure Lebensmittel, Benzin, Mieten, Versicherungen und medizinische Versorgung können politisch schwerer wiegen als einzelne ideologische Streitfragen.

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Wichtig ist eine statistische Einschränkung: Die Rangfolge misst die Bedeutung der Themen, nicht automatisch ihren Einfluss auf das Wahlergebnis. Auch die Frage, welcher Partei die Wähler bei einem Problem mehr zutrauen, muss zusätzlich berücksichtigt werden.