Die AfD bleibt in der neuesten YouGov-Umfrage stärkste Kraft. 28 Prozent der Wählerinnen und Wähler gaben demnach an, der Partei ihre Stimme geben zu wollen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Der Höhenflug der Partei setzte sich jedoch nicht fort. Denn die Partei erhielt damit ein Prozent weniger Zustimmung als im September. Die Union folgt dahinter und bleibt unverändert bei 18 Prozent.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Ebenfalls unverändert gegenüber dem Vormonat bleiben die Grünen mit 16 Prozent. Die SPD gewinnt laut YouGov gegenüber September 1 Prozentpunkt hinzu und käme aktuell auf 14 Prozent. Die Linke bliebe unverändert bei 10 Prozent, die FDP weiter bei 5 Prozent. Das BSW verliert im Vergleich zu September 1 Prozentpunkt und liegt bei 3 Prozent und wäre damit nicht im Bundestag vertreten

Antisemitismus: Nur Hälfte der Deutschen hält Vorurteile für ein gesellschaftliches Problem

Für die aktuelle „YouGov-Sonntagsfrage“ befragte das Umfrageinstitut eigenen Angaben zufolge 2202 Wahlberechtigte, davon gaben jedoch lediglich 1773 ihre Wahlabsicht an. Die Befragung fand zwischen dem 16. und 19. Oktober statt. 

Im Kontext der Sondierungsgespräche in Berlin zwischen Linke, den Grünen und der SPD fragte das Institut außerdem zur Einstellung der Wählerinnen und Wähler zum Thema Antisemitismus. Lediglich die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland (46 Prozent) ist demnach der Meinung, dass Vorurteile gegenüber Juden ein Problem in der deutschen Gesellschaft sind. Zum Hintergrund: Kritiker werfen dem Berliner Landesverband vor, sich nicht ausreichend von vermeintlich antisemitischen Mitgliedern zu distanzieren.

Für die ehemaligen Volksparteien SPD und Union zementiert die Umfrage den Abwärtstrend. Allerdings gibt es aufseiten der SPD zumindest eine Hoffnungsträgerin. Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas als SPD-Ko-Chefin hält jeder zweite Bundesbürger Manuela Schwesig für eine geeignete Nachfolgerin. Laut einer ebenfalls am Dienstag veröffentlichten Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins „Stern“ und von RTL halten 52 Prozent der Deutschen, die die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern kennen, sie für das Amt geeignet. 33 Prozent sprechen ihr die Kompetenzen dafür ab. 15 Prozent wollten kein Urteil abgeben. 

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lro/dpa