Das US-Militär prüft offenbar den Einsatz der größten nicht-nuklearen Bombe seines Arsenals gegen den Iran. Wie der US-Sender CNN unter Berufung auf mehrere mit den internen Planungen vertraute US-Beamte berichtet, könnten damit iranische Energieanlagen und Nuklearstandorte angegriffen werden. US-Präsident Donald Trump habe das Militär angewiesen, weitere Angriffsszenarien auszuarbeiten, entschieden sei aber noch nichts.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Im Mittelpunkt steht die GBU-43/B, bekannt als „Mutter aller Bomben“. Die rund 9,8 Tonnen schwere Waffe entfaltet eine gewaltige Explosionswirkung über ein großes Gebiet. Zu den möglichen Zielen zählt laut CNN auch Pickaxe Mountain. Dort vermuten die USA und Israel Teile des iranischen Atomprogramms, die tief unter der Erde geschützt sein sollen.
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Ob sie tief unter der Erde liegende Anlagen zerstören könnte, ist laut CNN allerdings fraglich. Die vermuteten Atomanlagen bei Pickaxe Mountain sollen unter anderem durch Granitschichten geschützt sein.
Zweifel an der Wirkung der Bombe
Eine mit den militärischen Planungen vertraute Quelle sagte gegenüber dem Sender über die Waffe: „Sie ist definitiv nicht als Sprengkopf für tiefe Penetration konzipiert.“ Ein Einsatz könne dennoch als Machtdemonstration dienen und die iranische Führung unter Druck setzen. Ob sich damit eine Kapitulation oder ein entscheidender militärischer Erfolg erreichen ließe, bezweifeln laut CNN mehrere US-Beamte. Bei Angriffen auf Infrastruktur in der Nähe bewohnter Gebiete wären zudem zivile Opfer zu befürchten.
Die Überlegungen fallen in eine politisch schwierige Phase für Trump. Der Krieg ist in den USA zunehmend unpopulär, eine diplomatische Lösung ist bislang nicht in Sicht. Zugleich will der Präsident offenbar vermeiden, dass ein Rückzug der US-Truppen als Niederlage wahrgenommen wird. Laut CNN diskutieren Regierungsvertreter deshalb über Möglichkeiten, den Konflikt zu beenden und Trump einen symbolischen Erfolg zu ermöglichen.
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Trump hatte zuletzt erklärt, vor den anstehenden Zwischenwahlen – den sogenannten Midterms – keine weiteren Angriffe starten zu wollen. Mehrere Berater äußerten CNN zufolge intern jedoch Zweifel, ob diese Ankündigung Bestand haben wird.
MOAB bereits 2017 eingesetzt — Weißes Haus bestätigt keinen konkreten Angriffsplan
Die USA haben die MOAB bereits 2017 unter Trump eingesetzt. Damals richtete sich der Angriff gegen ein Tunnelsystem der Terrormiliz Islamischer Staat in Afghanistan. Afghanischen Angaben zufolge wurden 36 IS-Kämpfer getötet.
Das Weiße Haus erklärte gegenüber CNN, man kommentiere keine sensiblen Militärplanungen. Ein Sprecher sagte: „Präsident Trump hält sich alle Optionen offen, um sicherzustellen, dass der Iran niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen kann.“ Auch das Pentagon bestätigte keinen konkreten Angriffsplan. Ein Sprecher erklärte gegenüber CNN, das Ministerium plane eine breite Palette möglicher Einsatzszenarien.








