Wird der neue Landtagspräsident von Sachsen-Anhalt, Tobias Rausch, künftig zu Fuß zur Arbeit kommen? Wohl kaum. Allerdings muss er sich nach einem neuen Dienstwagenanbieter umsehen. Der Grund: BMW hat laut einem Bericht der „Zeit“ sein Leasing-Angebot an den Landtag in Sachsen-Anhalt zurückgezogen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Dort ist mit dem Abgeordneten Rausch erstmals ein Politiker der in Teilen rechtsextremistischen AfD zum Landtagspräsidenten gewählt worden. Der 35-Jährige erhielt am Dienstag in Magdeburg 48 Stimmen und damit neun Stimmen von außerhalb seiner eigenen Fraktion. Auch sein Stellvertreter von der AfD, Hans-Thomas Tillschneider, wurde von anderen Abgeordneten mitgewählt – mutmaßlich aus der CDU.
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BMW begründete den Schritt nicht öffentlich. Aber BMW-Vorstandschef Milan Nedeljković hatte vor wenigen Tagen gegenüber der „FAZ“ bezogen auf die AfD gesagt, Rechtspopulismus und Nationalismus „sind Gift für einen weltoffenen Wirtschaftsstandort, der vom Welthandel lebt“.
Die AfD sucht nach der BMW-Absage nun offenbar Ersatz. Auf der Plattform X richtete sich die stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Beatrix von Storch, spontan an Elon Musk. BMW habe nach Rauschs Wahl sein Angebot an den Landtag zurückgezogen, so Storch. „Würde Tesla bereit sein, ihm einen Dienstwagen zu stellen?“, bat die AfD-Politikerin den Billionär.
According to DIE ZEIT, BMW withdrew its offer of an official car after AfD politician Rausch was elected president of Saxony-Anhalt’s parliament.@elonmusk, would @Tesla be willing to provide him with an official car? pic.twitter.com/3CQ07lJNN2
— Beatrix von Storch (@Beatrix_vStorch) 8. Oktober 2026
AfD erste Partei ohne deutschen Dienstwagen?
Tech-Mogul Musk hatte in der Vergangenheit wiederholt Wahlkampf für die AfD betrieben. Auf seiner eigenen Plattform interviewte er etwa AfD-Chefin Alice Weidel. Zum Wahlsieg in Sachsen-Anhalt gratulierte er der Partei. Auf von Storchs Nachricht antwortete er zunächst nicht.
Laut dem Bericht der „Zeit“ war das Angebot von BMW das einzige, das dem Landtag vorlag. Audi oder Mercedes etwa hatten kein Leasing-Angebot unterbreitet. Normalerweise werden die Dienstwagen von Politikern jedoch von deutschen Herstellern gestellt. Die AfD könnte künftig mit dieser Tradition brechen.
lro







