Kleines Video, große Wirkung: Am Sonntag postet die Linken-Politikerin Cansin Köktürk einen Clip auf ihrem Instagram-Profil. Darin ist die Bundestagsabgeordnete in der Bochumer Fußgängerzone zu sehen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Der von ihr gewählte Titel für das Video lautet „easy“ (auf Deutsch „einfach“). Doch ganz so simpel ist die Botschaft des Posts nicht. Denn der Inhalt der Tonspur ist ausfällig.
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Gaza-Konflikt: Bundestagsmitglied sorgt mit vulgären Aussagen für Empörung
Denn die Stimme aus dem Off, die im nüchternen Duktus einer britischen Nachrichtensprecherin redet, sagt auf Englisch Folgendes: „Hey, fröhlichen Sonntag. Fickt den genozidalen Apartheidsstaat Israel. Befreit die besetzten Gebiete Palästinas. Fickt die Kriegsverbrecher Bibi Netanjahu und Donald Trump. Fickt die Mainstream-Medien und jeden, der uns widerspricht.“
Ihre Aussagen zum Gaza-Konflikt zwischen Israel und Palästina enden mit der Aussage: „Es heißt ‚Free Palestine’ bis zu unserem letzten Atemzug oder bis Palästina befreit ist, was auch immer zuerst passiert.“
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Ob Köktürk die Aussagen selbst eingesprochen oder einen Audioausschnitt aus einer anderen Quelle verwendet hat, ist unklar. Fakt ist, dass das Mitglied des Bundestages auf vulgäre Weise deutliche Kritik an dem Vorgehen der israelischen Regierung im Gazastreifen äußert.
Köktürk betont Schutz jüdischen Lebens und verurteilt Kriegsverbrechen
In einem weiteren Post weist die 33‑Jährige Antisemitismusvorwürfe gegen sich zurück und teilt mit, dass sie mit ihrer Botschaft nicht Israel oder gar Juden habe attackieren wollen. „Jüdisches Leben zu schützen und Antisemitismus kompromisslos zu bekämpfen, ist für uns – Die Linke – unverhandelbar. Menschenrechte ebenso. Für alle. Bedingungslos“, schreibt die sozialpolitische Sprecherin der Partei.
Doch sei es für sie genauso unverhandelbar, einen Genozid an der Bevölkerung in Gaza zu leugnen oder zu rechtfertigen. „Wenn Kriegsverbrechen der israelischen Regierung gerechtfertigt und Menschenrechte relativiert werden, endet für mich der Dialog“, fügt sie hinzu. Ihre Kritik an den „Mainstream-Medien“ führt sie nicht weiter aus.
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Es ist nicht das erste Mal, dass die gebürtige Hattingerin sich öffentlich für die Interessen Palästinas eingesetzt hat. Wegen eines T-Shirts mit der Aufschrift „Palestine“ wurde Köktürk im vergangenen Jahr von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner bereits des Saales verwiesen.
Zudem zeigte sie sich wenige Monate zuvor mit einer schwarz-weißen Kufiya, auch „Palästinensertuch“ genannt, im Bundestag. Damals sagte sie, das Tragen der Kufiya und die Solidarität mit Palästina seien „nicht gleichzusetzen mit der Unterstützung für die Terrororganisation Hamas“.










