Die SPD hat in Mecklenburg-Vorpommern laut einer neuen Insa-Umfrage weiter aufgeholt und liegt nur noch drei Prozentpunkte hinter der AfD. Zugleich rutscht die CDU in dem stark polarisierten Wahlkampf auf 7 Prozent ab und fällt damit deutlich unter die Zehn-Prozent-Marke.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Die Sozialdemokraten von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (52) kämen demnach auf 33 Prozent, wenn am kommenden Sonntag Landtagswahl wäre. Das entspricht einem Plus von vier Punkten gegenüber der vor vier Wochen veröffentlichten Insa-Umfrage für den Neubrandenburger „Nordkurier“.

Aktuelle Umfrage zur Wahl in Mecklenburg-Vorpommern

Die AfD bleibt demnach unverändert bei 36 Prozent. Die CDU verliert im Vergleich zur vorherigen Erhebung drei Punkte. Für sie wäre ein solches Ergebnis bundesweit das schlechteste seit der Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg.

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Die Linke verharrt bei 11 Prozent. Die Grünen kommen ebenfalls auf 5 Prozent und müssten weiter um den Einzug in den Landtag bangen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) bleibt bei 4 Prozent und würde damit nicht im Parlament vertreten sein.

Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern findet am 20. September statt. Schwesig regiert bislang gemeinsam mit den Linken. Für eine Fortsetzung dieser Koalition würde es der Umfrage zufolge nicht reichen. Wenn die Grünen den Sprung in den Landtag schaffen, könnte Schwesig aber an der Spitze eines Dreierbündnisses im Amt bleiben.

Wahlkampf Mecklenburg-Vorpommern - AfD
Leif-Erik Holm, Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.© Jens Büttner/dpa | Jens Büttner

Insa nennt eine Fehlertoleranz von +/- 3,1 Prozentpunkten. Die Daten stammen aus einer repräsentativen Onlinebefragung von 1.000 Menschen vom 1. bis zum 8. September.

Bei der Landtagswahl im September 2021 war die SPD mit 39,6 Prozent noch stärkste Kraft geworden. Die AfD kam damals auf 16,7 Prozent, die CDU auf 13,3 Prozent, die Linke auf 9,9 Prozent, die Grünen auf 6,3 Prozent und die FDP auf 5,8 Prozent.

Mecklenburg-Vorpommern: Auch zweite Umfrage bestätigt Trend

Auch eine Anfang September veröffentlichte Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des Norddeutschen Rundfunks (NDR) zeigte ein ähnliches Bild. Dort erreichten die Sozialdemokraten 32 Prozent (+3) und lagen damit drei Punkte hinter der AfD, die auf 35 Prozent (-1) kam.

Die Linke kam in dieser Erhebung auf 11 Prozent, die CDU auf 8 Prozent. Die Grünen lagen bei 5 Prozent, das BSW bei 4 Prozent. Wahlumfragen bleiben trotz solcher Werte unsicher. Sie messen nur die Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung und sind keine Vorhersage für den Wahlausgang.

dw/dpa