Große Sorge um Narges Mohammadi: Laut ihrem Umfeld musste die inhaftierte iranische Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin wegen akuter Herzprobleme auf eine Intensivstation verlegt werden. Nach der stationären Aufnahme hätten sich Ihre Beschwerden verschlimmert, teilte Mohammadis Stiftung auf der Plattform X mit. Sie leide unter anhaltend instabilen Blutdruckwerten sowie starker Übelkeit, hieß es.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Die 54‑Jährige befindet sich derzeit in einem Krankenhaus in Sandschan im Nordwesten des Irans, wo sie auch inhaftiert ist. Laut ihrer Stiftung ist das medizinische Personal dort jedoch nicht ausreichend mit ihrer Krankengeschichte vertraut. Für Behandlungen müsse sie dringend nach Teheran verlegt und von ihrem eigenen Fachärzteteam betreut werden.

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Mohammadis Anwalt, Mostafa Nili, erklärte, die Aktivistin leide seit Längerem an Herzrhythmusstörungen. Am Freitag sei sie nach starken Brustschmerzen zusammengebrochen und daraufhin vom Zentralgefängnis Sandschan ins Krankenhaus gebracht worden.

Narges Mohammadis Familie berichtete von Schwäche und Herzinfarkt

Bereits im April hieß es von Mohammadis Bruder, Hamid‑Reza Mohammadi, ihr Gesundheitszustand sei besorgniserregend. Nach einem Herzinfarkt Ende März sei sie stark geschwächt und habe deutlich an Gewicht verloren. Die Familie äußerte große Sorge, insbesondere aufgrund der unzureichenden medizinischen Versorgung im Gefängnis.

Aktuelle Nachrichten zum Krieg in Nahost

Mohammadi, die 2023 für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen und gegen die Todesstrafe im Iran mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, ist im Zentralgefängnis von Sandschan inhaftiert. Anfang Februar wurde sie laut ihres Anwalts erneut zu mehreren Jahren Haft wegen Verschwörung und propagandistischer Tätigkeit verurteilt. Zudem gilt für sie ein zweijähriges Ausreiseverbot.

dpa/dw