Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CDU) will am Dienstag die Insel Helgoland besuchen. Wie die Gemeinde Helgoland und die Reederei FRS Helgoline mitteilte, werde er in Hamburg mit dem Katamaran „Halunder Jet“ abfahren und bis Mittwoch bleiben. Geplant seien unter anderem ein offizieller Empfang im Rathaus, eine Rundfahrt über die Insel sowie ein festlicher Helgoländer Abend mit kulturellem Programm. Nicht alle scheinen jedoch im Vorfeld über Söders Reise informiert gewesen zu sein.

Unangekündigter Helgoland-Besuch: Daniel Günther reagiert

Auf die Frage, ob nächste Woche ein Treffen der Ministerpräsidenten geplant sei, antwortete Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU): „Ich mache derweil meine Sommer-Tour und habe aller Voraussicht nach auch Gäste in unserem Land, die ich betreuen muss, die auch vorher Bescheid gesagt haben.“ Er wünsche Söder alles Gute. „Bei meinem letzten Helgoland-Besuch war ich auch ohne ihn da.“

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Zudem betonte Günther am Nachmittag, „wir haben es ja im letzten Jahr geschafft, den Spitzenplatz bei den Übernachtungen zu schaffen und je mehr Gäste aus Bayern in Schleswig-Holstein Urlaub machen, desto größer wird der Vorsprung auch“. Ihn freue Söders Mithilfe, den Spitzenplatz zu festigen.

„Ich denke, dass er unser Land schön findet, dass er begeistert ist, gerade auch von den Inseln in unserem Land“, sagte der Ministerpräsident. „Die kennt er halt nicht und er kennt auch Hochseewasser nicht. Deswegen wird er wahrscheinlich überrascht sein, wenn er die vier Stunden von Hamburg aus nach Helgoland fährt, dass der Wellengang größer ist als auf dem Chiemsee.“ Er wünsche Söder nicht zu hohe Windstärken, damit er wohlbehalten ankomme und auch wohlbehalten wieder zurückfahre.

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Bürgermeister: Besuch im Zeichen der Freundschaft

Der Besuch des bayerischen Ministerpräsidenten geht auf eine Einladung des Bürgermeisters der Nordseeninsel, Thorsten Polmann, und der Tourismusdirektorin Katharina Schlicht zurück. Ausschlaggebend war laut der Gemeinde eine „humorvolle Bemerkung“ Söders. Bei einer Veranstaltung im Februar in Garmisch-Partenkirchen soll er laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung gesagt haben: „Wenn es nach dem Länderfinanzausgleich geht, dann wären Sylt und Helgoland längst bayerisch.“

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„Wir freuen uns sehr darüber, dass Herr Dr. Markus Söder unserer Einladung nach Helgoland folgt“, teilte die Tourismusdirektorin mit. „Er kann sich nun selbst von unserer wunderschönen Insel sowie der vielseitigen Traditionen, die eng an Schleswig-Holstein, dem Land zwischen den Meeren, gekoppelt sind, überzeugen.“ Pollmann betonte, der Besuch stehe „im Zeichen der Freundschaft zwischen Bayern und Helgoland, der einzigen Hochseeinsel Schleswig-Holsteins“.

pau/dpa