Es gibt neue Fotos, die belegen, dass Donald Trump (79) und Jeffrey Epstein (1953 - 2019) in der Vergangenheit eine engere Beziehung gepflegt haben, als es dem heutigen US-Präsidenten lieb ist. So bestätigen Fotos aus dem Jahr 1993 zum ersten Mal, dass Epstein damals Gast bei Trumps Hochzeit mit seiner zweiten Ehefrau Marla Maples gewesen war. Darüber berichtet CNN. Die Anwesenheit Epsteins bei der Zeremonie im Hotel „The Plaza“ in New York war bisher nicht bekannt.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Darüber hinaus zeigen Aufnahmen von einer Modeveranstaltung in New York aus dem Jahr 1999, wie Trump und Epstein vor dem Laufsteg-Ereignis zusammen lachen und plaudern. Das Investigativ-Team von CNN entdeckte das Rohmaterial bei einer Durchsicht von Archivvideos bei Veranstaltungen in den 1990er und 2000er Jahren, an denen Trump teilgenommen hatte. So sollen der US-Präsident und Epstein gemeinsam in mindestens einem der Videos erschienen sein, die in dem Archivmaterial enthalten sind.

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Trump reagiert gereizt auf Fotos: „Sie wollen mich wohl verarschen“

Darüber hinaus hat CNN am Dienstag laut eigener Aussage ein kurzes Telefonat mit Trump geführt. Auf die Frage nach den Hochzeitsfotos soll Trump mit „Sie wollen mich wohl verarschen“ geantwortet haben, bevor er CNN wiederholt als „Fake News“ bezeichnet und einfach aufgelegt haben soll.

US-Präsident Trump über Eindämmung des tödlichen Fentanylhandels
US-Präsident Donald Trump Mitte Juli im East Room des Weißen Hauses in Washington.© Evan Vucci/AP/dpa | Evan Vucci

Steven Cheung, Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, sagte in einer Erklärung gegenüber CNN: „Das sind nichts weiter als aus dem Zusammenhang gerissene Ausschnitte aus harmlosen Videos und Bildern von gut besuchten Veranstaltungen, um auf widerliche Weise auf etwas Schändliches zu schließen.“

Die Vorwürfe, Epstein habe minderjährige Mädchen sexuell missbraucht, kamen erstmals 2005 auf und führten ein Jahr später zu seiner Verhaftung. 2019 kam es erneut unter dem Vorwurf des Sexhandels zu seiner Verhaftung. Der Investment-Banker starb am 10. August 2019 im Gefängnis, was zahlreiche Verschwörungstheorien aufkommen ließ. Der Gerichtsmediziner stufte seinen Tod als Selbstmord durch Erhängen ein. Epstein pflegte beste Kontakte in die amerikanische High Society. Prominente und Milliardäre gingen bei ihm ein und aus.

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Seit einigen Tagen steht der US-Präsident wegen der Epstein-Affäre unter großem Druck. So hatte das „Wall Street Journal“ von einem angeblichen Glückwunschschreiben an Epstein zu dessen 50. Geburtstag im Jahr 2003 berichtet, das den Namen Trumps tragen soll. Die Zeitung stellte so eine weitere Verbindung zwischen den beiden her. 

Druck aus dem Trump-Lager wächst

In dem Brief mit schlüpfrigem Inhalt sollen mit einem Marker die Umrisse eines Frauenkörpers mit Brüsten gezeichnet worden sein – die Zeitung beruft sich auf Einblick in Dokumente. Veröffentlicht wurde der Brief selbst bislang nicht. Trump bestreitet, Urheber gewesen zu sein. Er überzog nur einen Tag danach die Zeitung und Medienmodul Rupert Murdoch, zu dessen Portfolio das WSJ zählt, mit einer Klage und fordert Milliarden. 

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Meine schwerste Entscheidung
 

Trump hatte im Wahlkampf versprochen, die Epstein-Akten zu öffnen. Weil er dies bislang nicht tat, wuchs der Druck auch aus dem eigenen Lager (MAGA – „Make America Great Again“). Kurz nach dem Erscheinen des WSJ-Berichts machte Trump dann plötzlich bekannt, dass er einige Unterlagen offenlegen lassen wolle. Es ist aber nicht die Veröffentlichung aller Ermittlungserkenntnisse zu Epstein, die von einigen Trump-Anhängern gefordert wird.

dw mit dpa