Der Druck auf Donald Trump in der Causa Jeffrey Epstein nimmt zu: Nun meldet sich einer von Trumps ehemaligen Casino-Chefs zu Wort und erhebt schwere Vorwürfe gegen den US-Präsidenten. In einem Interview mit dem US-Sender CNN schildert Jack O’Donnell, ehemaliger Präsident von Trump Plaza Hotel & Casino in Atlantic City, eine denkwürdige Begegnung mit Trump und Epstein.

Montag, Mittwoch, Freitag

Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Nach seinen Angaben sollen die beiden in den 1980er Jahren drei junge Frauen in das Casino gebracht haben. Eine von ihnen soll 19 Jahre alt gewesen sein. Damit hätten die beiden Männer gegen geltendes Recht in New Jersey verstoßen, das Personen unter 21 Glücksspiel verbietet. Verstöße gelten als Ordnungswidrigkeit oder geringfügige Straftat und können Geldstrafen oder Lizenzauflagen nach sich ziehen.

Lesen Sie auch

O’Donnell schildert gegenüber CNN weiter, dass er am nächsten Morgen von Staatsinspektoren darüber informiert worden sei – eine der Frauen war eine damals bekannte Tennisspielerin und wurde aufgrund ihrer Bekanntheit identifiziert. Trotz des Regelverstoßes sei gegen Trump lediglich eine mündliche Verwarnung ausgesprochen worden. O’Donnell habe Trump damals gewarnt und ihm nahegelegt, sich von Epstein fernzuhalten, da dessen Ruf schon damals problematisch gewesen sei.

Trump wies die Vorwürfe über einen Sprecher entschieden zurück. O’Donnell sei ein „Lügner“, hieß es in der offiziellen Stellungnahme des Weißen Hauses.

203213_1325_203213_cover.jpg
#13 Volker Wissing über Heldentum, Verrat und Christian Lindner
Meine schwerste Entscheidung
 

Donald Trump unter Druck: Verbindung zu Epstein und Debatte um Aktenfreigabe

Donald Trump und Jeffrey Epstein verband über Jahre hinweg eine Freundschaft. Trump äußerte sich noch in den 2000er-Jahren lobend über Epstein, bezeichnete ihn öffentlich als „tollen Kerl“. Später distanzierte er sich deutlich, insbesondere nachdem Epstein 2019 wegen des Vorwurfs des Kinderhandels verhaftet und kurz darauf tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden wurde.

News aus den USA

Seitdem fordern Politiker und Opferanwälte wiederholt die vollständige Freigabe der sogenannten „Epstein-Akten“, in denen Namen prominenter Personen genannt sein sollen, die mit einem vermeintlichen Netzwerk Epsteins in Verbindung stehen. Auch Trumps Name soll in verschiedenen Dokumenten auftauchen – konkrete strafrechtliche Vorwürfe gegen ihn im Zusammenhang mit Epstein liegen bisher jedoch nicht vor.

lro