Studenten der renommierten Columbia University in New York werden mit dem Ausschluss von der Hochschule und zum Teil sogar mit der Rücknahme ihrer Abschlüsse bestraft. Die Universität teilt mit, dies seien Strafen für die Teilnahme an antiisraelischen Protesten auf dem Campus. Die am Dienstag angekündigten Strafen treffen einer Studentenvertretung zufolge fast 80 Studierende. 

Auch interessant

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump übt starken Druck auf die Universität sowie weitere Bildungseinrichtungen aus, denen sie vorwirft, während der landesweiten Proteste im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg nichts gegen Antisemitismus unternommen zu haben. 

US-Regierung kürzt der Columbia University gigantische Zuschüsse

Der Columbia University hatte die Regierung wegen Antisemitismusvorwürfen und ihrem Versagen beim Schutz jüdischer Studenten Bundeszuschüsse in Höhe von 400 Millionen Dollar (umgerechnet rund 369,2 Millionen Euro) gekürzt. Die Universität erklärte sich daraufhin zu einer Reihe von Reformen bereit, um die Mittel wieder zurückzuerhalten. Dies löste bei vielen Studenten Empörung aus. 

Auch interessant

Auch die Harvard University ist von Kürzungen in Milliardenhöhe durch die Regierung betroffen, sie geht jedoch gerichtlich gegen die Entscheidung vor.  

US-Universitäten werden zum Schauplatz von antiisraelischer Proteste

Im vergangenen Jahr waren zahlreiche US-Universitäten, darunter auch die Columbia University, Schauplatz gewalttätiger antiisraelischer Proteste im Zusammenhang mit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden Gaza-Krieg.

AFP/jle