Donald Trump hätte sich nicht klarer ausdrücken können. Es gehe ihm nicht um einen Waffenstillstand zwischen Israel und dem Iran, sondern um „etwas viel Größeres“, erklärte der US-Präsident am Rande des G-7-Gipfels in den kanadischen Rocky Mountains. Der Iran dürfe auf keinen Fall Atombomben besitzen, sagte Trump weiter. Die einfachste Lösung sieht nach seiner Vorstellung folgendermaßen aus: Zerstörung aller Atomanlagen im Iran – ein Ziel, das Israels Militär wohl nicht ohne amerikanische Hilfe erreichen kann.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Ob die USA an der Seite Israels tatsächlich in den Krieg eintreten, ist noch unklar. Sicher ist: Das US-Militär verlegt derzeit weiteres Kriegsgerät in die Region. „Die plötzliche Verlegung von mehr als zwei Dutzend Tankflugzeugen der US-Luftwaffe nach Osten ist kein normales Vorgehen. Es ist ein klares Signal für strategische Bereitschaft“, ordnete Eric Schouten vom Think-Tank Dyami Security Intelligence die Operation gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters ein. Der Schritt zeige, dass sich die Vereinigten Staaten für eine „rasche Eskalation“ positionierten.
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Trump schickt eines der größten Kriegsschiffe der Welt
Eine zentrale Rolle spielt der Flugzeugträger „USS Nimitz“, eines der größten Kriegsschiffe der Welt. Die schwimmende Festung wurde bereits von einigen Tagen in die Region entsandt. Das atomgetriebene Schiff, das seit 50 Jahren im Einsatz ist und bald außer Betrieb genommen werden soll, hat eine Besatzung von 5000 Mann. Auf dem 333 Meter langen und 76 Meter breiten Flugdeck können Kampfjets, Aufklärungs-, Tank- und Transportflugzeuge starten und landen.
Auf dem Weg von den USA in den Nahen Osten sind zudem mehrere Tankflugzeuge der Typen KC-135R und KC-46A. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP sollen die Maschinen auf Basen in Spanien, Großbritannien, Deutschland und Griechenland stationiert worden sein. Anonyme Quellen aus dem US-Militär berichten weiterhin von Patrouillenflügen von US-Kampfjets nahe amerikanischen Militärbasen im Nahen Osten. Nähere Angaben wollte Verteidigungsminister Pete Hegseth nicht machen.
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Laut ihm gehe es aktuell lediglich um den Schutz von US-Militärbasen in der Region. Die größte befindet sich in Al-Udeid in Katar. Dort sind 11.000 US-Soldaten sowie über 100 Flugzeuge – darunter F-15-Kampfjets – stationiert. In Al Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten befinden sich zudem Kampfjets des Typs F-22. Diese gehören zu den leistungsfähigsten weltweit. Weitere wichtige Basen sind das Camp Arifjan in Kuwait und die Naval Support Activity in Bahrain, die größte US-Marinebasis im Nahen Osten. Kampfschiffe der US-Marine wie die USS The Sullivans und die Arleigh Burke beteiligten sich zuletzt am Abschuss iranischer Raketen, die auf Israel gefeuert wurden.

Weit wichtiger dürfte für die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu jedoch die Unterstützung durch die US-Luftwaffe sein. Die Zerstörung der unterirdischen Urananreicherungsanlage in Fordo nahe der Stadt Ghom im Iran wurde als ein zentrales Ziel der militärischen Operation ausgegeben. Um dieses zu erreichen, muss wohl zwingend der gewaltige Bunkerbrecher GBU-57 MOP eingesetzt werden.
Eines der wenigen Flugzeuge, die diesen tragen können, ist der B-2-Tarnkappenbomber. Diese sind aktuell auf der Whiteman Air Force Base im US-Bundesstaat Missouri stationiert. Eine Alternative wären B-52-Langstreckenbomber, die allerdings nicht als Trägerflugzeuge für den „Bunkerbrecher“ geeignet sind. Diese sind auf der US-Basis Diego Garcia auf dem Chagos-Archipel im Indischen Ozean stationiert und können die Zielregion relativ schnell erreichen.





