Immerhin. Eine gemeinsame Erklärung zum Krieg zwischen Israel und dem Iran haben die G7 hinbekommen. Dann reiste der US-Präsident abrupt ab, an dem Rest des Treffens in den Rocky Mountains hatte Trump kein Interesse. Wegen der Streitigkeiten mit Donald Trump zum Krieg in der Ukraine, dem Welthandel oder der Gefahr des Klimawandels hatte Gastgeber Kanada gar nicht erst den Versuch unternommen, ein umfassendes Kommuniqué zu erarbeiten – wie es bei vergangenen Gipfeln der großen westlichen Industrienationen üblich war.

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Anstatt wie früher zu diskutieren, zu verhandeln und auch zu streiten, um eine gemeinsame Position des Westens zu formulieren, tänzeln die anderen Staats- und Regierungschefs um Trump herum, um den Präsidenten der größten Wirtschafts- und Militärmacht der Welt nicht zu verärgern. Kommt es nicht zum offenen Eklat, gilt das bereits als Erfolg. Beim Nato-Gipfel in der kommenden Woche wird ein ähnliches Schauspiel zu beobachten sein.

Friedrich Merz: Bisher macht der Kanzler eine gute Figur auf der Weltbühne

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Jan Dörner ist Chefreporter Politik in der FUNKE Zentralredaktion.© Reto Klar | Reto Klar

In dieser Lage macht Kanzler Friedrich Merz bisher eine gute Figur auf der internationalen Bühne. In einer aktuellen Umfrage geben 56 Prozent der Deutschen an, ihnen gefalle das Auftreten des Kanzlers im Ausland.

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Friedrich Trump
Rambo Zambo – Der Merz-Podcast
 

Merz brachte nicht nur seinen Antrittsbesuch im Weißen Haus unfallfrei über die Bühne, er spielte auch bei dem G7-Gipfel eine aktive Rolle bei dem Bemühen, die gemeinsame Erklärung zu dem Krieg im Nahen Osten zu verabschieden. Das ist alles noch kein großer Erfolg. Aber Merz will erkennbar Einfluss nehmen. Das ist eine gute Nachricht. Immerhin.