Elon Musk hat vor kurzem angekündigt, dass er sich wieder vermehrt um seine Unternehmen kümmern will. Die haben einen Aufschwung auch bitter nötig, denn die Hiobsbotschaften nehmen kaum ein Ende. Der Autobauer Tesla etwa kämpft mit einbrechenden Verkäufen und den Behörden. Grund sind auch Probleme mit dem sogenannten „Full Self-Driving“-Modus (FSD) der Fahrzeuge, die ein Vorfall, der auf der Plattform „Reddit“ gerade viel Aufmerksamkeit bekommt, noch einmal unterstreicht.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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In einem Video aus dem Innenraum eines Tesla Model 3 mit aktiviertem FSD ist zu sehen, wie das Fahrzeug von der Straße abkommt, einen Zaun durchbricht und sich überschlägt. Zunächst berichtete die Plattform „Electrek“ über den Vorfall.
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Dem Online-Magazin sagte der Fahrer, er habe bei dem Unfall auf dem Weg zur Arbeit eine Schnittwunde am Kinn, die genäht werden musste, erlitten. Das Fahrzeug war mit Teslas neuester Hardware-Generation (HW4) ausgestattet und lief laut dem Magazin mit der aktuellen FSD-Softwareversion.
In dem Video ist zu sehen, wie das Fahrzeug ohne erkennbaren Grund ausschert und sich überschlägt. Der Fahrer sagte gegenüber Electrek, dass das Lenkrad „plötzlich stark nach links einschlug“ und ihm keine Zeit blieb zu regieren. Die Straße scheint trocken, offensichtliche Hindernisse sind in den Aufnahmen nicht zu erkennen, lediglich Schatten von Bäumen fallen auf die Fahrbahn. Kurz vor dem Unfall passiert ein entgegenkommender Lkw das Fahrzeug.
Der Vorfall lässt erneut Zweifel an den Versprechen des Autobauers bezüglich seines FSD-Modus aufkommen. Inzwischen sind Dutzende Fälle bekannt, bei denen Tesla-Fahrer im FSD-Modus in Unfälle verwickelt waren – manche endeten tödlich. Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hat sich inzwischen und prüft derzeit mehrere Fälle, bei denen das FSD-System in Situationen mit eingeschränkter Sicht versagt haben soll.
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Tesla betont, dass das FSD-System weiterhin die Aufmerksamkeit des Fahrers erfordert und nicht für vollständig autonomes Fahren ausgelegt ist. Kritiker werfen dem Unternehmen jedoch vor, durch die Bezeichnung „Full Self-Driving“ irreführende Erwartungen zu wecken. Die NHTSA hat Tesla bereits aufgefordert, seine Kommunikation hinsichtlich der Fähigkeiten des Systems klarer zu gestalten. Zumindest Elon Musk selbst hält sich gelegentlich nicht daran: Auf seiner Plattform „X“ schwärmt er immer wieder von Teslas FSD-System und beschwört dessen Zuverlässigkeit.
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Außerdem plant Tesla trotz dieser Fälle, in Kürze einen Robotaxi-Dienst in Austin, Texas, zu starten. Experten äußern jedoch Zweifel an der Reife der Technologie für einen solchen Einsatz. In einem Interview sagte Teslas Leiter für Autopilot-Software, Ashok Elluswamy, zu, dass das System noch „einige Jahre“ hinter Konkurrenten wie Waymo zurückliege.
lro







