Auch wenn sich der US-Präsident in einer inszenieren Autoverkäufer-Show vor dem Weißen Haus nicht für einen Cybertruck, sondern für ein Model S entschied, ist es kein Geheimnis, dass Firmeninhaber Elon Musk auf das futuristisch anmutende Gefährt besonders stolz ist. Nicht selten kommentiert er Beiträge auf X, in denen die scheinbar beeindruckenden Eigenschaften des Gefährts präsentiert werden. Angefangen bei einer Armada von Cybertrucks, die das satellitengestützte Internet Starlink in die von Waldbränden betroffenen Gebiete nach Kalifornien transportierte, über Beschleunigungstests an Ampeln bis hin zu Menschen mit Baseballschlägern, die auf die Krarosserie prügeln – um deren Stabilität zu demonstrieren.

Donnerstag

Wirtschaft in Berlin

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Doch genau dort scheint es nun ein Problem zu geben: Der US-Elektroautobauer muss zehntausende Modelle zurückrufen. Der Konzern erklärte gegenüber der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA, ein Teil der stählernen Außenverkleidung könne abfallen und damit eine Gefahr für den Straßenverkehr darstellen.

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Tesla: Rückruf betrifft nahezu alle Cybertrucks

Vom Rückruf betroffen sind laut einem Tesla-Dokument, das am Donnerstag auf der NHTSA-Website einsehbar war, mehr als 46.000 Fahrzeuge, die zwischen November 2023 und Ende Februar dieses Jahres gebaut wurden. Das sind nahezu alle Cybertrucks, die bislang in den USA ausgeliefert wurden.

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Das Teil der Außenverkleidung, eine Art Zierleiste, könnte sich während der Fahrt lösen, warnte Tesla. Dies könne eine Gefahr für nachfolgende Fahrzeuge darstellen und das „Risiko einer Verletzung oder eines Unfalls“ erhöhen. Demnach ist das Stahlteil mit einem Kleber fixiert, der durch Umwelteinflüsse spröde werden kann.

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Tesla-Ingenieure sahen wohl erstmal keinen Handlungsbedarf

Der Elektroauto-Pionier hatte im Januar erste Beschwerden über das Problem erhalten. Tesla-Ingenieure sahen zunächst aber keinen Handlungsbedarf. Die NHTSA informierte das Unternehmen dann im Februar über eine weitere Beschwerde. Tesla entschied sich in der Folge nach einer erneuten Prüfung für einen freiwilligen Rückruf und will die Befestigung des Teils der Außenverkleidung ändern. Für Besitzer eines Cybertrucks ist das kostenlos. Nach Angaben von Tesla gingen bis zum 14. März 151 Garantieansprüche ein, die womöglich mit diesem Problem zusammenhängen. Unfälle wurden demnach nicht registriert.

Die Rückruf-Aktion ist eine weiterer Rückschlag für den Autobauer, der wegen der umstrittenen Rolle von Unternehmenschef Musk in der Regierung von US-Präsident Donald Trump einen schweren Imageschaden erlitten hat. Tesla hat in den vergangenen Monaten einen Nachfrage-Einbruch verzeichnet, der Aktienkurs ist seit Jahresbeginn stark zurückgegangen. Außerdem wurden Teslas in Brand gesetzt und Tesla-Autohäuser angegriffen.

daw, afp