- Donald Trump moniert zu schwachen Wasserdruck in amerikanischen Duschköpfen
- Deshalb unterschreibt er einen skurrilen Erlass
- Das Weiße Haus nennt es die „Wiederherstellung der Duschfreiheit“
Donald Trumps Haar schimmert golden, es ist auftoupiert und voller Volumen. Neben seiner mehr oder minder gesunden orangen Gesichtsfarbe ist es sein Markenzeichen. Doch die Haarpracht des US-Präsidenten, so sieht er es zumindest selbst, ist bedroht. Und das schon seit Jahren. Die Gefahr lauert im Badezimmer, genauer gesagt in der Nasszelle. Corpus Delicti: der Duschkopf.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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„In meinem Fall nehme ich gerne eine schöne Dusche, um mein schönes Haar zu pflegen“, erklärte Trump vor Reportern am Mittwoch im Weißen Haus. Doch das Shampoonieren seiner Kopfbehaarung ist für Trump offenbar eine wiederkehrende Odyssee. „Ich muss 15 Minuten unter der Dusche stehen, bis es nass wird. Es kommt heraus, tropft, tropft, tropft. Es ist lächerlich.“
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Trump unterzeichnet bizarren Duscherlass
Diesem Duschdesaster will der auf sein Äußeres bedachte Blondschopf ein Ende setzen. Während er seinem Unmut über seinen Duschvorgang Luft machte, unterschrieb der Präsident amerikanischen Medien zufolge einen Erlass, der darauf abzielt, „den Krieg der Linken gegen den Wasserdruck rückgängig zu machen“. Kein Scherz, so heißt es in einer Mitteilung des Weißen Hauses.
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Eine kalte Dusche für die ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama und Joe Biden. Die Demokraten haben in der Vergangenheit Maßnahmen zur Begrenzung des Wasserverbrauchs eingeleitet. Effizienzstandards wie regulierter Wasserdruck in Duschköpfen sollten dafür sorgen, dass in den USA weniger Wasser verschwendet wird – scheinbar mit der Folge, dass ein amtierender US-Präsident bei der Haarwäsche wie ein begossener Pudel unter der tröpfelnden Dusche steht. Trumps Energieminister Chris Wright wurde demnach angewiesen, die Regeln für den Wasserdruck in amerikanischen Duschköpfen aufzuheben. Free the shower!
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„Make America‘s showers great again“
Die Liberalisierung der Duschen mag skurril anmuten. Das Weiße Haus unternahm zumindest einen Versuch der Einordnung in einen größeren Kontext. „Make America’s showers great again“ (zu Deutsch: „Macht Amerikas Duschen wieder großartig“) heißt es großspurig in der Pressemitteilung zum Erlass – angelehnt an Trumps politischen Leitsatz „Make America great again“.

„Die amerikanische Wirtschaft wird abgewürgt, die Bürokratie gestärkt und die persönliche Freiheit eingeschränkt.“ Der „Krieg der Obama- und Biden-Regierung gegen den Wasserdruck“ könne endgültig beendet werden, so das Weiße Haus. Mit der Wiederherstellung der Duschfreiheit halte Trump sein Versprechen ein, „unnötige Regulierungen abzubauen und die Amerikaner an die erste Stelle zu setzen“.
Inflation, Zölle, Handelskrieg? Ach, i wo! Die Amerikaner können bald wieder unter einem starken Wasserstrahl duschen. Man muss eben Prioritäten setzen.









