Das Ringen um die Koalition dauert an: Union und SPD haben sich trotz eines 13-stündigen Verhandlungsmarathons bislang noch nicht in allen Punkten einigen können. Kurz vor Mittagnacht hieß es: Pause. Seit dem Vormittag wird weiterverhandelt. Zunächst in der kleinen Runde der Parteichefs, später in der großen 19-er Runde. Ziel sei es nun, bis Mittag fertig zu sein. Um 15 Uhr soll nach Informationen dieser Redaktion eine Pressekonferenz stattfinden. Am Abend kommen die Bundestagsfraktionen von Union und SPD zusammen. In unserem News-Blog zur Regierungsbildung können Sie die aktuellen Entwicklungen verfolgen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Zuvor hatten die Chefverhandler von Union und SPD in einer langen Nachtsitzung um letzte offene Fragen gerungen – sich dann aber vertagt. Die Gespräche werden jetzt wie schon am Dienstag wieder in der CDU-Parteizentrale fortgesetzt.
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Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD: Einigung heute Mittag?
Am Dienstagabend hatten die Anzeichen zunächst darauf gedeutet, dass Union und SPD noch in der Nacht eine Einigung finden könnten. Seit Stunden saßen zu diesem Zeitpunkt die vier Parteichefs Friedrich Merz (CDU), Markus Söder (SPD), Lars Klingbeil und Saskia Esken für die SPD in der CDU-Parteizentrale zusammen. Die Spitzenrunde sollte letzte Knoten durchschlagen. Am Abend verbreitete sich dann die Erwartung, dass die Einigung bereits an diesem Mittwochmittag verkündet werden könnte.
Den Vormittag wollen die Verhandler nun unter anderem dazu nutzen, eine gemeinsame Kommunikationsstrategie für die Einigung zu verabreden. Die Sorge ist groß, dass die Frage, wer sich am Ende bei den entscheidenden Fragen durchgesetzt hat, den Start überlagert.
Der Druck auf die Verhandler war zuletzt noch einmal gestiegen – durch die Folgen der aggressiven Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump, aber auch durch die jüngsten Umfragen: Die AfD hat seit der Bundestagswahl deutlich hinzu gewonnen, die Union genauso deutlich verloren. In einer Insa-Umfrage lagen AfD und Union am Ende sogar gleichauf. Nach Informationen dieser Redaktion sollen Merz und Klingbeil gemeinsam zu mehr Tempo gedrängt haben, um die Welle aus Ärger und Ungeduld gerade an der Unionsbasis nicht noch weiter anwachsen zu lassen.
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Neue Regierung bis Ostern? Ziel kaum noch zu erreichen
Merz‘ Ziel, bis Ostern eine Regierung zu bilden ist dennoch kaum mehr zu erreichen. Der Koalitionsvertrag muss zunächst von den SPD-Mitgliedern bestätigt werden, ein Prozess, der bis zu zwei Wochen dauern kann.
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Eine Kabinettsliste mit den Namen der Ministerinnen und Minister ist nach Informationen dieser Redaktion heute noch nicht zu erwarten. Bekannt werden soll aber, welche Ministerien es überhaupt geben wird - und welche der drei Parteien den Zugriff bekommt.
Der weitere Zeitplan ist bereits in Umrissen erkennbar: Demnach könnte nach dem Votum der SPD die Union den Koalitionsvertrag bei einem eintägigen Parteitag in Berlin beschließen – als Datum kursiert der 28. April. Zwei Tage später könnte dann der Vertrag von den Parteichefs unterschrieben werden. Eine Woche später dann könnte Friedrich Merz in Bundestag zum Kanzler gewählt werden.








