Im Weißen Haus ist ordentlich Feuer unterm Dach. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump steht wegen der aktuellen Affäre um einen brisanten Chat mit militärischen Inhalten unter Druck. Das Ausmaß an Dilettantismus und Verantwortungslosigkeit, das in den vergangenen Tagen offenbar wurde, lässt sich mit Worten kaum beschreiben.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Höchste Zeit also für Trump, den Blick der Öffentlichkeit auf ein anderes Thema zu lenken: Der Präsident läutet eine neue Runde im Handelskrieg mit den engsten Verbündeten der USA ein und verhängt zusätzliche Zölle in Höhe von 25 Prozent auf den Import von Autos und zentralen Komponenten. Das wird auch, aber nicht nur, die deutschen Konzerne Volkswagen, Mercedes und BMW treffen.

Fahrzeuge des VW-Konzerns werden im Hafen Emden verschifft. Die Vereinigten Staaten sind der wichtigste Absatzmarkt für die deutschen Autohersteller.
Fahrzeuge des VW-Konzerns werden im Hafen Emden verschifft. Die Vereinigten Staaten sind der wichtigste Absatzmarkt für die deutschen Autohersteller.© Jörg Sarbach/dpa | Unbekannt

In der Sache ist Trumps Ankündigung nicht überraschend. Er hatte bereits in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass ab Anfang April für die Einfuhr von Autos Extra-Zölle in dieser Höhe fällig werden sollen. Weitere Sonderabgaben für andere Produkte dürften bald folgen.

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Trump und die Zölle: Mit einem Rückzieher muss jederzeit gerechnet werden

Die Europäische Union und Herstellerländer wie Kanada, Mexiko oder Japan haben sich darauf eingestellt und Gegenmaßnahmen vorbereitet. Ganz wichtig ist, im Hinterkopf zu behalten, dass man es mit Donald Trump zu tun hat: Ob in wenigen Tagen tatsächlich die neuen Zölle in Kraft treten werden, lässt sich derzeit nicht mit Gewissheit sagen. Bei Trump ist alles erratisch und beliebig. Es kann sein, dass er in Kürze einen Aufschub verkündet. Oder eben auch nicht.

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Politik-Korrespondent Thorsten Knuf© Funke Foto Services | Reto Klar

Die US-Regierung will erreichen, dass Autokonzerne und die Unternehmen anderer Branchen verstärkt in den USA produzieren und dort Jobs schaffen. Das unmittelbare Ergebnis dieser Politik wird aber sein, dass die Konsumenten in den USA deutlich höhere Preise werden zahlen müssen. Auch die im Land ansässigen Hersteller werden leiden, weil sich der Einkauf von Komponenten und Teilen verteuert. Donald Trump betreibt eine Wirtschaftspolitik, die den Interessen Amerikas fundamental zuwiderläuft. Das Verbrauchervertrauen in den USA bricht bereits ein, dem Land droht eine Rezession. So viel Wahnsinn war noch nie.