Putins Angriffskrieg ist den russischen Streitkräften bereits jetzt teuer zu stehen gekommen. Nach Einschätzung des britischen Verteidigungsministeriums, das sich auf Geheimdienstberichte beruft, sollen die russischen Invasoren in der Ukraine bis Ende Dezember 3600 Kampfpanzer und fast 8000 gepanzerte Fahrzeuge verloren haben. Vor wenigen Tagen sollen bei der Abwehr eines russischen Angriffs nahe dem Ort Losowa in der Oblast Charkiw noch einmal vier russische Panzer hinzugekommen sein, wie die ukrainische Online-Zeitung „Ukrainska Pravda“ berichtet. Die Angaben können nicht unabhängig verifiziert werden.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Demnach haben ukrainische Verbände einen russischen Vorstoß in den Abendstunden des 20. Februar abgewehrt. Dabei seien vier russische Panzer in Brand geschossen worden. Ein Video der ukrainischen Streitkräfte soll den Einsatz zeigen, kann aber ebenfalls nicht auf seinen Wahrheitsgehalt überprüft werden. Ein Bataillon für unbemannte Systeme soll zudem ein russisches Fernüberwachungssystem entdeckt und zerstört haben. Dies gaben die ukrainischen Streitkräfte auf einem ihrer Telegram-Kanäle bekannt. Die Aufklärungsfähigkeiten der russischen Armee in dem Gebiet seien durch die Zerstörung des etwa 50.000 US-Dollar teuren Systems empfindlich geschwächt worden.

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Genau drei Jahre nach der russischen Invasion sieht sich die Ukraine derzeit vor allem politisch durch US-Präsident Donald Trump herausgefordert. Der 78-Jährige hatte Mitte Februar mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin Gespräche über eine Beendigung des Krieges aufgenommen, ohne dass Vertreter der Ukraine oder der EU mit am Tisch saßen. Bei der Ukraine und ihren Unterstützern in Europa löste dies die Befürchtung aus, von solchen Verhandlungen ausgeschlossen zu werden.

EU will im März neue Militärhilfen für Ukraine beschließen

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas rechnet bis Anfang März mit einem neuen Ukraine-Hilfspaket der Europäer. Sie sprach am Montag nach einer ersten Diskussion der Außenminister in Brüssel von „breiter Unterstützung“ bei den Mitgliedsländern für ihren Vorstoß. Die EU müsse Kiew in eine „Position der Stärke bringen, damit die Ukraine Nein zu einem schlechten Deal sagen kann“, betonte Kallas mit Blick auf die geplanten Waffenstillstandsverhandlungen zwischen US-Präsident Trump und Russlands Staatschef Putin.

Kallas sagte zum Umfang der neuen Militärhilfen, die Details würden auf dem EU-Sondergipfel am 6. März besprochen und beschlossen. Ratspräsident António Costa hatte das Krisentreffen zur Ukraine am Wochenende angekündigt. Kallas fordert in einem internen Diskussionspapier von den Mitgliedsländern mindestens 1,5 Millionen Schuss Munition für die Ukraine sowie weitere Luftabwehrsysteme, Raketen und Drohnen.

tok/dpa/afp