Im Ukraine-Krieg soll die Diplomatie doch wieder eine Rolle spielen. Der russische Präsident Putin hat der Wiederaufnahme von Expertengesprächen mit der Ukraine und den USA zugestimmt. Ein kleiner Erfolg für den US-Sondergesandten Witkoff. Aber so sehr solche Gespräche grundsätzlich zu begrüßen sind – diesmal reicht es nicht mal für einen Hoffnungsschimmer.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Kaum hatte Putin seine Bereitschaft zu den Expertentreffen erklärt, ließ er die Ukraine mit einer neuen Welle des Raketenterrors überziehen. Putin bewegt sich nicht. Der Kremlherrscher spielt bloß auf Zeit. Er will US-Präsident Trump mit gespielter Gesprächsbereitschaft, dem symbolischen Diesel-Deal und Häftlingsfreilassungen bei Laune halten. Dafür kommt ihm Trump weit entgegen: Er lockert die Sanktionen, fährt die Unterstützung für die Ukraine weiter zurück, setzt die Regierung in Kiew unter Druck.

Zwar kommt Russland an der Front kaum voran, aber die Dinge könnten sich trotzdem in Putins Richtung entwickeln: Die Hilfsbereitschaft im Westen für die Ukraine bröckelt, nicht nur bei Trump. Schon gehen der Ukraine die Abwehrwaffen gegen die russischen Raketen aus. Putin zielt auf die Energieversorgung der Ukraine, um den Durchhaltewillen der Bürger zu brechen – das Land steht vor dem schlimmsten Winter dieses Krieges.
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Umso wichtiger ist es, dass Europa standhält. Es geht für die Ukraine in den nächsten Monaten ums Überleben. Wenn wir dem Land nicht konsequent helfen bei der Abwehr der Raketenangriffe und der Sicherung der Energieinfrastruktur, zahlen wir am Ende ein Vielfaches für unseren Schutz vor einem aggressiven Russland.








