Seit mehr als viereinhalb Jahren greift Russland die Ukraine an. Die ersten schnellen Landgewinne haben sich schnell in einen zähen Positionskrieg verwandelt. Doch anstatt die russischen Soldaten mit der bestmöglichen und modernsten Technik zu unterstützen, sollen an der Front vor allem ältere Panzermodelle herumfahren. Die neueren sollen auf Wunsch der Führung in Moskau eingelagert werden. Das hat einen bestimmten Hintergrund.
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Ukraine-Krieg: Russland verlegt neue Panzer ins Landesinnere statt an die Front
Das unabhängige russische Online-Portal „Istories“ berichtet nun, dass fabrikneue T-90M-Kampfpanzer, BTR-82A-Mannschaftstransporter und BMP-3-Schützenpanzer in das Gebiet Kostroma (über 340 Kilometer östlich von Moskau) gebracht wurden. Auch generalüberholte Panzer sollen ins Landesinnere gebracht worden sein. Das Portal beruft sich dabei auf die Auswertung von Satellitenbildern.
Hinter dieser Materialverlegung scheint ein Kurswechsel der russischen Armee zu stecken. Frisch produzierte Panzer sollen seit Kurzem nicht mehr in so großer Zahl im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt werden. Denn bei den aktuellen Kämpfen an der Front sind sie weniger effektiv. Russische Einheiten formieren sich stattdessen eher in kleineren Infanteriegruppen und hoffen, hinter die Linien der Ukrainer zu kommen.
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Zudem hat die ukrainische Armee den Panzervorstößen mit der schnellen Weiterentwicklung ihrer Drohnentechnologie den Stecker gezogen. Selbst gut geschützte Systeme sind den fliegenden Gefahren aus der Luft oftmals ausgeliefert. Um hohe finanzielle und letztlich auch militärische Verluste zu vermeiden, sollen die modernen Kampfpanzer also lieber in Lagern auf ihren Einsatz warten, heißt es in dem „Istories“-Bericht.
T-72-Panzer wechselt Seite und wird gegen Russland eingesetzt
Wie gefährlich so ein Panzerverlust sein kann, zeigte kürzlich ein Video der ukrainischen Armee, das im Netz kursierte. Demnach soll eine Fronteinheit einen sowjetischen T‑72-Panzer erobert haben. Dieser solle nun repariert und künftig gegen Russland eingesetzt werden. Kein Wunder, dass es der Kreml mutmaßlich vermeiden will, dass solche unfreiwilligen Seitenwechsel auch mit neuerer Technik geschehen.
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Doch die aufgedeckten Waffenbewegungen sollten nicht unbedingt Anlass zum Aufatmen geben. Denn bestimmte Systeme sollen auch in die Nähe möglicher Kampfzonen gebracht worden sein. So befinden sich dem Vernehmen nach Haubitzen der Typen 2S43 Malwa und 2S44 Giatsint-K auf einem Armeedepot in Petrosawodsk in Karelien. Der Stützpunkt liegt etwa 185 Kilometer von der finnischen Grenze entfernt.
















