Es sind Bilder, die erschüttern: Südlich von Madrid sind zwei Hochgeschwindigkeitszüge zusammengestoßen. Nach Angaben der spanischen Zeitung „El País“ kamen dabei Dutzende Menschen ums Leben. Das Unglück ereignete sich nahe Urda in der Provinz Toledo. Zwei Waggons eines Zuges des privaten Bahnunternehmens Iryo entgleisten und stürzten nach Informationen des Fernsehsenders RTVE einen Bahndamm hinunter.

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Solche Katastrophen prägen sich ein und lassen viele Reisende fragen, ob sie noch unbesorgt in einen Zug steigen können. Ein Blick auf die Statistik zeigt: Die Bahn gehört trotz einzelner schwerer Unglücke zu den sichersten Verkehrsmitteln überhaupt.

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Was ist das gefährlichste Verkehrsmittel – und was das sicherste?

Als Maßstab dient die Zahl der Todesopfer pro Milliarde Personenkilometer. Diese Kennzahl beschreibt die Verkehrsleistung, also das Produkt aus der zurückgelegten Strecke und der Zahl der beförderten Personen, wie das Umweltbundesamt erklärt. Nach Zahlen der Allianz pro Schiene, des Statistischen Bundesamts und des Bundesverkehrsministeriums starben zwischen 2015 und 2024 in Deutschland pro Milliarde Personenkilometer 1,55 Menschen bei einer Autoreise. In der Bahn sind es 0,03.

Andere Verkehrsmittel schneiden aber noch schlechter ab als das Auto: Beim Fahrrad kommen 9,8 Todesopfer auf eine Milliarde Personenkilometer, beim Motorrad sind es 46,5. Das Flugzeug bleibt weiterhin das sicherste Verkehrsmittel.

Wie sieht es im europäischen Vergleich aus?

Der Trend gilt nicht nur hierzulande. In Spanien starben von 2014 bis 2023 1,88 Menschen pro Milliarde Personenkilometer im Auto, im Zug waren es 0,03. Ähnlich fällt das Bild in anderen Ländern aus. In Rumänien sterben in Europa die meisten Menschen im Auto. Aber auch hier ist die Schiene vergleichsweise sicher.

Eines haben alle Verkehrsträger gemeinsam: Menschliches Versagen ist überall die Unfallursache Nummer eins.