Bei einem Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge in Spanien, sind südlich von Madrid nach Angaben der spanischen Zeitung „El Pais“ mindestens 64 Menschen ums Leben gekommen. Es gebe auch zahlreiche Verletzte, die Zahl der Todesopfer könne steigen, heißt es.

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Bei dem Unglück nahe Urda in der Provinz Toledo entgleisten zwei Waggons eines Zuges des privaten Bahnunternehmens Iryo. Die Waggons stürzten nach Informationen des Fernsehsenders RTVE einen Bahndamm hinunter. Der zweite Zug stammt von der staatlichen Bahngesellschaft Renfe. 

Die News zum Zugunglück in Spanien lesen Sie in unserem Blog.

Der Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien wurde in beide Richtungen unterbrochen, wie der spanische Bahnnetzbetreiber Adif mitteilte. Die Ursache des Zusammenstoßes war zunächst unklar.

Tragisches Zugunglück in Spanien: Die Zugkollision bei Toledo in Bildern

Rettungskräfte sind am Unfallort im Einsatz.
Rettungskräfte sind am Unfallort im Einsatz.© AFP | Oscar Del Pozo
Rettungskräfte inspizieren den Unfallort nach dem tragischen Zugunglück.
Rettungskräfte inspizieren den Unfallort nach dem tragischen Zugunglück.© AFP | Oscar Del Pozo
Zusammenstoß zweier Züge in Spanien
Zwei Schnellzüge kollidierten am Mittwochmorgen in der spanischen Region Toledo. Dutzende Menschen kamen ums Leben.© Juanma Jiménez/EUROPA PRESS/dpa | Juanma Jiménez
Einsatzkräfte des Zivilschutzes suchen in den Trümmern nach Überlebenden.
Einsatzkräfte des Zivilschutzes suchen in den Trümmern nach Überlebenden.© AFP | Handout
Zusammenstoß zweier Züge in Spanien
Polizisten stehen vor der Informationsanzeige am Bahnhof Santa Justa, auf dem die Unterbrechung des Zugverkehrs zwischen Madrid und Andalusien nach dem Zugunglück angezeigt wird.© Francisco J. Olmo/EUROPA PRESS/d | Francisco J. Olmo
Schweres Zugunglück in Spanien: Zusammenprall zweier Züge in der Provinz Toledo
Ein Überlebender wird von einer Rettungskraft betreut.© action press | Cordon Press
Aus der Luft sind die beiden Züge gut zu erkennen.
Aus der Luft sind die beiden Züge gut zu erkennen.© AFP | Handout
Schweres Zugunglück in Spanien: Zusammenprall zweier Züge in der Provinz Toledo
Waggons liegen nach dem Unglück neben der Strecke.© action press | Cordon Press
Zusammenstoß zweier Züge in Spanien
Blick auf einen der beiden Züge, der an einem Zusammenstoß beteiligt war.© Juanma Jiménez/EUROPA PRESS/dpa | Juanma Jiménez
Ein Psychologe, der in Madrid Angehörige möglicher Opfer betreute, sagte im Fernsehen: „Es ist wie in einem Horrorfilm.“
Ein Psychologe, der in Madrid Angehörige möglicher Opfer betreute, sagte im Fernsehen: „Es ist wie in einem Horrorfilm.“© AFP | Oscar Del Pozo
Schweres Zugunglück in Spanien: Zusammenprall zweier Züge in der Provinz Toledo
Trümmerteile eines entgleisten Schnellzuges liegen neben der Strecke.© action press | Cordon Press
NEWS -  - Another train accident: An Iryo and an AVE collide near Urda (Toledo)
Nahe Toledo ist ein Zug der staatlichen Renfe auf einen Zug des privaten Unternehmens Iryo aufgefahren.© IMAGO | Cordon Press/LiveMedia
Schweres Zugunglück in Spanien: Zusammenprall zweier Züge in der Provinz Toledo
Trümmerteile liegen nach dem Zugunglück am Streckenrand.© action press | Cordon Press
Zusammenstoß zweier Züge in Spanien
Rettungskräfte sind am Unfallort im Einsatz. Zwei Züge stießen am Bahnhof der Stadt Urda in zusammen.© Juanma Jiménez/EUROPA PRESS/dpa | Juanma Jiménez

Zugunglück in Spanien: Ministerpräsident Sánchez zeigt sich bestürzt

Der Unfall ereignete sich Medienberichten kurz vor 9 Uhr. Ein Hochgeschwindigkeitszug habe einen anderen von hinten gerammt, als beide in Richtung Süden nach Andalusien unterwegs gewesen seien, hieß es aus Adif-Kreisen.

„Bestürzt über das schwere Zugunglück in Toledo“, schrieb der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez auf X. Er sprach den Betroffenen und ihren Angehörigen sein Mitgefühl aus.

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Ein Überlebender schilderte „El País“ die dramatischen Momente des Unglücks. Jesús Jerónimo saß in einem Waggon des Renfe-Zuges auf dem Weg nach Sevilla und arbeitete an seinem Laptop. „Ich spürte plötzlich eine heftige Beschleunigung und wurde mit voller Wucht gegen den Vordersitz geschleudert. Menschen flogen durch die Luft“, sagte der 54-Jährige.

Zunächst hätten die Passagiere gedacht, ihr Zug sei entgleist. Als sie nach und nach ausgestiegen seien, hätten sie gesehen, dass der Zug schräg stand. Es habe viele Verletzte und aufgeregte Menschen gegeben. Jerónimo half anschließend den Rettungskräften, unter anderem indem er Infusionen hielt. Die Feuerwehr konzentrierte ihre Arbeit nach seinen Angaben auf den stärker beschädigten Zug.

Auch interessant

Der Unfall weckt Erinnerungen an das schwere Zugunglück vom Januar dieses Jahres bei Adamuz in Andalusien. Damals entgleiste ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug und stieß mit einem entgegenkommenden Zug von Renfe zusammen. Bei dem Unglück kamen 46 Menschen ums Leben, mehr als 150 wurden verletzt.

pcl/rk/dpa/AFP