Bei einem Zugunglück in Spanien sind ein Zug des privaten Bahnunternehmens Iryo und ein Zug der staatlichen Bahngesellschaft Renfe zusammengestoßen. Beide Züge waren auf derselben Strecke unterwegs. Das spanische Bahnsystem unterscheidet sich stark vom deutschen. Sie sei für „Pünktlichkeit und Schnelligkeit“ bekannt, schreibt die Deutsche Bahn – die in diesen Punkten eher negativ auffällt. Einer der Unterschiede, auf die die Deutsche Bahn hinweist: In Spanien sind die Züge des Fernverkehrs komplett auf eigenen Schienen unterwegs. Sie müssen sich die Gleise nicht mit dem Güter- oder Nahverkehr teilen.
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Zugunglück in Spanien: AVE, Iryo und Renfe – diese Züge teilen sich Spaniens Schienen
Zum anderen ist das Bahnsystem in Spanien auf andere Art organisiert: Hochgeschwindigkeitszüge mehrerer privater Unternehmen befahren die Strecken der Iberischen Halbinsel. Bei dem aktuellen Unfall war ein Zug des Unternehmens Iryo beteiligt. Iryo gehört der italienischen Staatsbahn Trenitalia und der spanischen Fluggesellschaft Air Nostrum. Seit 2022 bietet das Unternehmen Bahnfahrten in Spanien an, zunächst auf der Strecke zwischen Madrid und Barcelona.
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Der zweite Zug gehört zur spanischen Staatsbahn Renfe. Das Unternehmen betreibt Hochgeschwindigkeitszüge, die auch mit AVE abgekürzt werden. Das steht für Alta Velocidad Española, was „spanische Hochgeschwindigkeit“ bedeutet. Die Züge sind mit dem deutschen ICE vergleichbar. Unter der Marke Avlo bietet Renfe besonders günstige Hochgeschwindigkeitszüge an. Außerdem konkurrieren Renfe und Iryo mit weiteren privaten Unternehmen, unter anderem Ouigo España, einem Tochterunternehmen der französischen Staatsbahn SNCF Voyageurs.

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Auf einigen Strecken teilen sich die Unternehmen die Schienen: so wie die Züge von Iryo und Renfe, die zwischen Madrid und Sevilla-Santa Justa unterwegs waren. Im Jahr 2020 hat Spanien das Bahnsystem im Personenverkehr liberalisiert. Seitdem haben private und ausländische Unternehmen Zugang zu den Hochgeschwindigkeitsstrecken in Spanien.
viv




