Bei einem Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge in Spanien, sind südlich von Madrid mindestens 68 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 Menschen wurden verletzt.

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Einen Tag nach dem verheerenden Zugunglück hat in dem Land am Donnerstag eine dreitägige Staatstrauer begonnen. Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten, durchkämmten Einsatzkräfte in der Nacht mit schwerem Gerät die Trümmer auf der wichtigen Bahnstrecke zwischen Madrid und der südspanischen Stadt Sevilla nach weiteren Opfern. Angehörige warteten derweil verzweifelt auf Nachrichten über das Schicksal ihrer Liebsten.
Cuando se permite que el error de un solo hombre provoque decenas de víctimas mortales, ¿falla el hombre o falla el sistema? Es la pregunta, retórica, que lanzan a este periódico un experto en investigación de accidentes ferroviarios y varios maquinistas https://t.co/pwv56qMZE8
— EL PAÍS (@el_pais) 29. Oktober 2026
Zugunglück in Spanien: Zwei Züge entgleisen nach Kollision
Bei dem Unglück nahe Urda in der Provinz Toledo prallte ein Zug der spanischen Staatsbahn Renfe mit 397 Passagieren an Bord auf einen auf dem selben Gleis stehenden Zug des privaten Betreibers Iryo mit 147 Passagieren. Mehrere Waggons entgleisten und stürzten den Bahndamm herunter.

Die News zum Zugunglück in Spanien lesen Sie in unserem Blog.
Der Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien wurde in beide Richtungen unterbrochen, wie der spanische Bahnnetzbetreiber Adif am Mittwoch mitteilte. Als Ursache vermutet die spanische Regierung menschliches Versagen. Das Unglück sei auf eine „unerklärliche“ und „falsche“ Entscheidung der Bahnleitstelle zurückzuführen.
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Zugunglück in Spanien: Ministerpräsident Sánchez zeigt sich bestürzt
Der Unfall ereignete sich Medienberichten kurz vor 9 Uhr. Ein Hochgeschwindigkeitszug hat einen anderen von hinten gerammt, als beide Züge auf dem Weg von Madrid in die andalusische Großstadt Sevilla waren. Die Unglücksstelle liegt rund 110 Kilometer Luftlinie südlich von Madrid.
„Bestürzt über das schwere Zugunglück in Toledo“, schrieb der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez auf X. Er sprach den Betroffenen und ihren Angehörigen sein Mitgefühl aus.
Laut Sánchez ist es „inakzeptabel für ein Land wie Spanien“, innerhalb eines Jahres zwei schwere Hochgeschwindigkeitsunfälle zu erleiden, sagte er gegenüber „El País“. Auf der gleichen Strecke waren erst im Januar 46 Menschen bei einer Zugkollision gestorben.
Consternado ante el grave accidente de trenes en Toledo. Permanezco en constante contacto con el ministro de Transportes, @oscar_puente_, y con el presidente de Castilla-La Mancha, @garciapage.
— Pedro Sánchez (@sanchezcastejon) 28. Oktober 2026
Los servicios de emergencia están trabajando sobre el terreno para atender a las…
Ein Überlebender schilderte „El País“ die dramatischen Momente des Unglücks. Jesús Jerónimo saß in einem Waggon des Renfe-Zuges auf dem Weg nach Sevilla und arbeitete an seinem Laptop. „Ich spürte plötzlich eine heftige Beschleunigung und wurde mit voller Wucht gegen den Vordersitz geschleudert. Menschen flogen durch die Luft“, sagte der 54-Jährige.
Zunächst hätten die Passagiere gedacht, ihr Zug sei entgleist. Als sie nach und nach ausgestiegen seien, hätten sie gesehen, dass der Zug schräg stand. Es habe viele Verletzte und aufgeregte Menschen gegeben. Jerónimo half anschließend den Rettungskräften, unter anderem indem er Infusionen hielt. Die Feuerwehr konzentrierte ihre Arbeit nach seinen Angaben auf den stärker beschädigten Zug.
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Schienensicherheit in Spanien gerät nach erneutem Zugunglück in Kritik
Die Polizei richtete in Madrid, Toledo, Córdoba und Sevilla vier Anlaufstellen ein, bei denen Angehörige DNA-Proben abgeben können, um bei der Identifizierung der Vermissten zu helfen. Zudem wurden in Kastilien-La Mancha und Madrid Zentren für Blutspenden eingerichtet.
Das nun zweite verheerende Zugunglück in Spanien in diesem Jahr wirft drängende Fragen zur Schienensicherheit auf. Bereits im Januar waren auf derselben Trasse zwischen Madrid und Sevilla nahe der südspanischen Stadt Adamuz 46 Menschen bei der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge ums Leben gekommen.
Das Unglück erschütterte das Land und löste eine Debatte über die Wartung der Infrastruktur und die Sicherheit der Passagiere aus. Die Untersuchung zu dem Unglück dauert noch an. Auch die linksgerichtete Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez geriet in die Kritik.
pcl/rk/dpa/AFP





